Autor: Gast Thema: Müssen sich ehemalige DDR - Bürger hierfür schämen?  (Gelesen 2422 mal)

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Mathilde

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Müssen sich ehemalige DDR - Bürger hierfür schämen?
« am: Januar 06, 2009, 11:19:52 Vormittag »
Folgenden Text fand ich auf einer sg. Witzseite.
Stehe ich mit meiner Meinung das dieses nicht lustig ist alleine da?
Was sagt ihr dazu?


http://comixfuzzy.de/ddr_buerger.pdf




http://comixfuzzy.de/ddr_buerger.pdf

Da die Links bei vielen nicht funktionieren hier der Text:

Zitat
Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
Es gab nicht das ganze Jahr über Bananen und Apfelsinen. Zugleich war die Bevölkerung gezwungen, auf Grund jahrzehntelang
stabiler Preise für Grundnahrungsmittel und Waren des täglichen Bedarfs auf spannende Preisvergleiche zu verzichten.
Es gab viel zu wenig Autos. Die Menschen mußten sich 20 Pfennig vom Munde absparen, um mit Tram, Bus, S-Bahn oder
U-Bahn zu fahren.
Die DDR war ein Unrechtsstaat. Sie besaß eine Institution, die sonst in keinem zivilisierten Land auf der Welt existiert: einen
Geheimdienst. Der Akzent liegt auf dem Wort einen, hat doch jede vernünftige Demokratie – von Israel über die USA bis zur BRD
– gleich mehrere davon.
Es gab keine Reisefreiheit. Kein Ein-Euro-Jobber (nicht mal einen vermochte man vorzuweisen) konnte – wie heute – problemlos
drei- oder viermal im Jahr an die Südsee fliegen.
Post und Eisenbahn, Wasser- und Stromversorgung seit Ewigkeiten in Staatshand wurden um die Vorzüge der Privatisierung
betrogen.
Man blockierte die freie Arbeitsplatzwahl, indem man eine Mauer errichtete, um im Osten ausgebildete Fachkräfte daran zu
hindern, im Westen für die Kapitalisten tätig zu sein.
Weder Arbeitslose noch Obdachlose, weder Bettler noch hungernde Kinder sorgten für Abwechslung im Straßenbild.
Das Verhältnis zu Ausländern war ungesund gut. Den eigenen Leuten wurde einfach nicht gestattet, ihre nationale Überlegenheit
auszuspielen. 
Es mangelte an Gewaltverbrechern aller Art, weshalb in Kriminalfilmen nur langweilige „Normaldelikte“ gezeigt werden mußten. 
Auch die Freiheit für Kinder und Heranwachsende war drastisch eingeschränkt. In bedauerlicherweise flächendeckend
vorhandenen Krippen und Kindergärten wurden die Kleinen gezwungen, ihre Notdurft kollektiv zu verrichten.
Man vergällte Halbwüchsigen mit kostenlosen Zirkeln und Arbeitsgemeinschaften den Spaß an der Langeweile und am
Herumlungern.
Es gebrach der DDR an der notwendigen Beschränkung der Frauen auf die bewährten drei Ks: Küche, Kirche, Kinder.
Die Gleichberechtigung wurde drastisch übertrieben. Es gab keine föderale Bildungsvielfalt, bei der jeder Bezirk (heute
Bundesland) über ein eigenes Schulsystem verfügt. Da es an reichen Eltern fehlte, mußte auch auf Privatschulen verzichtet
werden. Noch schlimmer: Kinder von Arbeitern und Bauern hatten sogar Vorteile bei der Platzvergabe.
Es bestanden nur kümmerliche drei Krankenkassen. Heute weiß man, daß Deutschland mindestens 250 Einrichtungen dieser Art
mit entsprechenden Gebäuden, Vorständen, Aufsichtsräten und anderen Attributen braucht.
Zur Gartenpflege oder anderen persönlichen Aufgaben mußte man den gesamten „SVKUrlaub“ in Anspruch nehmen. Er stand
jedem Arbeitenden zu und betrug sechs Wochen.
Ein Zwei- oder Drei-Klassen-Gesundheitswesen war leider völlig unbekannt.
Beim Arzt wurde kein Eintrittsgeld erhoben. Zuzahlungen für Medikamente oder Kostenerstattung bei Zahnersatz wurden den
Bürgern verwehrt.
Besonders empörend war die flache Einkommenspyramide.Selbst ein Minister verdiente höchstens das Fünffache eines guten
Facharbeiters. Und das bei wesentlich längerer Arbeitszeit. Er mußte 20 % Lohnsteuer abführen, während sie für einen Arbeiter
nur 5 % betrug. Infolge der indiskutabel niedrigen Mieten –sie betrugen maximal 10 % des Einkommens einer Familie – herrschte
lange Zeit Wohnungsmangel.  Die Möglichkeit, eine Luxusvilla in vorzüglicher Lage (und, versteht sich, zu entsprechendem Preis)
zu erwerben oder zu beziehen, beschränkte der Unrechtsstaat auf Spitzenkünstler.
Die Bevölkerung wurde gezwungen, im Haushalt auf Wegwerfgeräte zu verzichten und statt dessen langlebige Industriegüter
zu erwerben.
Knapp ein halbes Jahrhundert hinderte man deutsche Soldaten daran, im scharfen Einsatz und möglichst weit vom eigenen
Land entfernt ihre kriegerischen Talente zu erproben.
Besonders verwerflich war die Teilnahme der DDR als unsichtbarer Dritter am Verhandlungstisch bei Tarifkonflikten in der alten
Bundesrepublik.
Der deutsche Unrechtsstaat besaß – im Unterschied zum deutschen Rechts-Staat viel zu wenig Einwohner. Er stellte nur 5 %
der Bevölkerung des „Ostblocks“ und nicht mal 0,03 % der Weltbevölkerung.
Als gravierendes Manko für die Demokratie erwies sich das völlige Fehlen von Listenwahlen. So konnte sich der Bürger nicht
zwischender List der verschiedenen Listen frei entscheiden.
Besonders übel war die Einführung des berüchtigten Plebiszits, mit dem die neue Verfassung der DDR durch allgemeine
Volksbefragung 1968 bestätigt wurde. In der BRD ist ein solcher Mißbrauch der Demokratie grundgesetzlich ausgeschlossen
Als größtes Defizit aber wirkte sich die Tatsache aus, daß man es nicht verstand, allen Bewohnern der DDR die hier geschilderten
gravierenden Mißstände nachhaltig ins Bewußtsein zu heben.
Sich dafür zu entschuldigen, besteht jeglicher Anlaß.
Dr.-Ing. Peter Tichauer
« Letzte Änderung: Januar 06, 2009, 19:21:41 Nachmittag von Mathilde »

Zahal

  • Gast
Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #1 am: Januar 06, 2009, 11:27:14 Vormittag »
http://comixfuzzy.de/ddr_buerger.pdf


Irgendwie richtig was der Autor schreibt.

Oder?

Na da ist aber nix zu sehem nur ein Minibild oben links.
LG Zahal :rabbi:

Offline Andreas

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Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #2 am: Januar 06, 2009, 11:33:12 Vormittag »
Gehts jetzt Zahal?
Populanten von transparenten Domizilen sollen mit fester Materie keine transzendenten Bewegungen durchführen!

kruemel1011

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Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #3 am: Januar 06, 2009, 11:34:04 Vormittag »
hallochen ich sehe leider auch nichts. würde mich aber mal sehr interessieren . :tomato:

Zahal

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Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #4 am: Januar 06, 2009, 12:01:39 Nachmittag »
Bei mir wird angezeigt.Datei beginnt nicht mit %PDF?????keine Ahnung was das soll. :rabbi:

kruemel1011

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Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #5 am: Januar 06, 2009, 12:04:19 Nachmittag »
Hallo David , das steht bei mir auch. :tomato:

Offline Andreas

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Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #6 am: Januar 06, 2009, 12:05:27 Nachmittag »
Jetzt sollte der Link aber funktionieren.
Populanten von transparenten Domizilen sollen mit fester Materie keine transzendenten Bewegungen durchführen!

Zahal

  • Gast
Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #7 am: Januar 06, 2009, 12:06:15 Nachmittag »
Hallo David , das steht bei mir auch. :tomato:

Leider hättest bestimmt ne Antwort melde mich wieder bin wesch. :yahoo:

kruemel1011

  • Gast
Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #8 am: Januar 06, 2009, 12:06:52 Nachmittag »
Jetzt sollte der Link aber funktionieren.
nein leider nicht :tomato:

Offline Andreas

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Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #9 am: Januar 06, 2009, 12:09:52 Nachmittag »
Aber jetzt!
Populanten von transparenten Domizilen sollen mit fester Materie keine transzendenten Bewegungen durchführen!

Mac_1971

  • Gast
Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #10 am: Januar 06, 2009, 12:21:33 Nachmittag »
Von wo hast du denn diese Propaganda?


Sinnvoller ist es diesen Threat zu schließen und zu löschen!
« Letzte Änderung: Januar 06, 2009, 12:34:55 Nachmittag von Mac_1971 »

Offline Petra

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Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #11 am: Januar 06, 2009, 12:53:44 Nachmittag »
Von wo hast du denn diese Propaganda?


Sinnvoller ist es diesen Threat zu schließen und zu löschen!


Stimmt. In dem Text werden so viele Punkte angesprochen, dass man für jeden einzelnen Punkt einen Thread aufmachen müsste. Kein Ex-DDR Bürger muss sich für irgendwas aus dieser Liste schämen, es sei denn, er zieht sich den Schuh an....
Gruß



cathy78

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Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #12 am: Januar 06, 2009, 12:59:02 Nachmittag »
Ich seh's genauso. Ich bin in der DDR aufgewachsen und hatte eine schöne Kindheit.
Die  Punkte oben sind nichts zum Schämen!
Zum Schämen wäre eher, dass in Deutschland immernoch in den Kategorien Ost und West gedacht wird.
(Aber das ist schon wieder verallgemeinernd und soo nicht ganz richtig.)

kruemel1011

  • Gast
Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #13 am: Januar 06, 2009, 13:21:44 Nachmittag »
Von wo hast du denn diese Propaganda?


Sinnvoller ist es diesen Threat zu schließen und zu löschen!


Stimmt. In dem Text werden so viele Punkte angesprochen, dass man für jeden einzelnen Punkt einen Thread aufmachen müsste. Kein Ex-DDR Bürger muss sich für irgendwas aus dieser Liste schämen, es sei denn, er zieht sich den Schuh an....
Gruß
Hier wird der DDR  Bürger echt wie blöd hingestellt. Der Artikel ist so umfangreich das ich garnicht weiß wo ich anfangen soll.
Was da so alles steht ist eher eine Beleidigung. Ich wüßte auch nicht wofür ich mich schämem sollte. [/color]

Mathilde

  • Gast
Re: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten
« Antwort #14 am: Januar 06, 2009, 13:27:34 Nachmittag »

Die Punkte oben sind nichts zum Schämen!


Schön erkannt.

 

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