Autor: Siggi Thema: Der Protest gegen Stuttgart 21  (Gelesen 7016 mal)

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Offline Petra

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #15 am: Oktober 01, 2010, 19:58:44 Nachmittag »
 :biggrin: :yes:  :winkewinke:


Offline Teufelchen

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #16 am: Oktober 02, 2010, 00:16:13 Vormittag »
Also ich habe ja meist eine konträre Meinung zur Allgemeinheit - das ist mir schon einige Male aufgefallen.
Mag sein, dass es daran liegt, dass ich so lange Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet habe, und daher einen globaleren Blick habe - mag aber auch sein, dass ich ein sehr gutes Gedächtnis habe.

Wenn ich mich zurückerinnere, was für ein Affenaufstand und Generalzirkus damals gemacht wurde, als es darum ging, in München die Innenstadt komplett aufzureissen, um die U-Bahn zu installieren - dann erinnert mich das sehr stark an diesen idiotischen Stuttgart-21-Aufstand - was soll der Krampf???

Es geht doch um Weiterentwicklung!! Sollen wir denn stehenbleiben und weiterhin diesen Staus und Verkehrsproblemen unterliegen?
Und dass man Schulden macht, ist doch normal heutzutage - was solls also???? Irgendwann amortisiert sich das alles, und dann war es eine sehr sinnvolle Investition!!!


In 20 Jahren sind alle heilfroh, dass der Bahnhof unter die Erde verlegt und die entsprechenden Zugverbindungen geschaffen worden sind - womöglich muss man sie dann schon wieder erweitern .....

De gustibus non est disputandum!

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Offline HeyJo

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #17 am: Oktober 02, 2010, 01:15:38 Vormittag »
Leider steckt der Teufel im Detail.
1. Der Bahnhof wird mit zu wenig Gleisen geplant. ( 8 Gleise)
2. Die Gleisplanung Richtung Flugplatz ist mit 2 Gleisen geplant. Auf diesen Gleisen soll der ICE und die S-Bahn fahren. Eine Verspätung der S-Bahn führt unweigerlich zu einer Verspätung des Fernreiseverkehrs, den die Bahn ja mit dem Bau des neuen Bahnhofs sowie der Verbindung bis Wendlingen ( Stuttgart 21 ) zeitlich verkürzen will. Ab Wendlingen kommt dann die Neubaustrecke bis Ulm dazu. Hobby- Eisenbahner, wie ich, schütteln nur mit dem Kopf, da Verkehrsexperten und deren Untersuchungen nicht oder wenig zugehört wird. Außer jetzt schon in ein mehrfaches gehobene Kosten kommt nach Abschluss der Arbeiten das Chaos in dem Nadelöhr Stuttgart dazu. Verkehrsjournalisten, Professoren an Unis und Ths haben ja alle keine Ahnung. Hauptsache die Führungsetage der Bahn kann ihre Vorstellungen und Planungen durchführen.
In 11 Jahren muss weitergebaut werden um das Nadelöhr zu entschärfen. Nochmalige Bauzeit: ein Vielfaches, Kosten: ein Vielfaches. 
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shakayaskatze

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #18 am: Oktober 02, 2010, 01:35:59 Vormittag »
Leider steckt der Teufel im Detail.
1. Der Bahnhof wird mit zu wenig Gleisen geplant. ( 8 Gleise)
2. Die Gleisplanung Richtung Flugplatz ist mit 2 Gleisen geplant. Auf diesen Gleisen soll der ICE und die S-Bahn fahren. Eine Verspätung der S-Bahn führt unweigerlich zu einer Verspätung des Fernreiseverkehrs, den die Bahn ja mit dem Bau des neuen Bahnhofs sowie der Verbindung bis Wendlingen ( Stuttgart 21 ) zeitlich verkürzen will. Ab Wendlingen kommt dann die Neubaustrecke bis Ulm dazu. Hobby- Eisenbahner, wie ich, schütteln nur mit dem Kopf, da Verkehrsexperten und deren Untersuchungen nicht oder wenig zugehört wird. Außer jetzt schon in ein mehrfaches gehobene Kosten kommt nach Abschluss der Arbeiten das Chaos in dem Nadelöhr Stuttgart dazu. Verkehrsjournalisten, Professoren an Unis und Ths haben ja alle keine Ahnung. Hauptsache die Führungsetage der Bahn kann ihre Vorstellungen und Planungen durchführen.
In 11 Jahren muss weitergebaut werden um das Nadelöhr zu entschärfen. Nochmalige Bauzeit: ein Vielfaches, Kosten: ein Vielfaches. 

Inzwischen werden auch schon, wie ich gelesen habe :-( etliche Stellen bei der Polizei gestrichen :-(..

..................... :-(((((

Offline Siggi

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #19 am: Oktober 02, 2010, 02:13:28 Vormittag »
gehen wir, gehen wir nicht auf die straße gemeckert wird in jeden fall...
Es gibt Leute, die sind 5m neben dem Kopf noch  :ploet:. :sarcastic: :haha: :Oskar:

Offline Petermeister

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #20 am: Oktober 02, 2010, 23:29:33 Nachmittag »
Leider steckt der Teufel im Detail.
1. Der Bahnhof wird mit zu wenig Gleisen geplant. ( 8 Gleise)
2. Die Gleisplanung Richtung Flugplatz ist mit 2 Gleisen geplant. Auf diesen Gleisen soll der ICE und die S-Bahn fahren. Eine Verspätung der S-Bahn führt unweigerlich zu einer Verspätung des Fernreiseverkehrs, den die Bahn ja mit dem Bau des neuen Bahnhofs sowie der Verbindung bis Wendlingen ( Stuttgart 21 ) zeitlich verkürzen will. Ab Wendlingen kommt dann die Neubaustrecke bis Ulm dazu. Hobby- Eisenbahner, wie ich, schütteln nur mit dem Kopf, da Verkehrsexperten und deren Untersuchungen nicht oder wenig zugehört wird. Außer jetzt schon in ein mehrfaches gehobene Kosten kommt nach Abschluss der Arbeiten das Chaos in dem Nadelöhr Stuttgart dazu. Verkehrsjournalisten, Professoren an Unis und Ths haben ja alle keine Ahnung. Hauptsache die Führungsetage der Bahn kann ihre Vorstellungen und Planungen durchführen.
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Offline Petermeister

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #21 am: Oktober 03, 2010, 00:14:09 Vormittag »
Es ist gutes Recht der Bürger zu protestieren, wenn ein Projekt wie dieses aus den Fugen gerät. Wie bei solchen Projekten üblich, werden die Kosten niedrig gerechnet um die Genehmigung zu bekommen. Danach steigen die Kosten jedes Quartal um 300 bis 400 Millionen. Daran haben wir uns schon gewöhnt.
Bei Stuttgart 21 kommen noch eine Menge Geheimverträge zwischen der Politik und der Bahn zur Sprache. Auf der teueren Bahnstrecke durch die Alb können keine Güterzüge fahren, sie ist zu steil. Das ist nur einer der Mängel, die jetzt langsam aufgedeckt werden z.B.

Die Politik muss das Vorhaben durchsetzen, egal wie unsinnig es inzwischen geworden ist. Die Bauaufträge, die Grundstücksgeschäfte sind vergeben. Da unsere Politiker keine Schmiergelder  zurückzahlen, wird das Projekt mit aller Gewalt durchgezogen. Die Politik steht bei den Unternehmen im Wort! Ohne Bestechungsgelder in Höhe von vielen Millionen, könnte man das Projekt ohne weiters schadlos einstellen, wenn sich nach so viel Jahren der Planung herausstellt, dass es eigentlich unsinnig ist.

Die großen Bauunternehmen haben gewaltig investiert in Maschinen und Schmiergeldern. Wird das Vorhaben eingestellt, gibt es ettliche Pleiten von großen Baukonzernen. Also nicht aus Starrköpfigkeit der Politiker, sondern aus wirtschaftlichen Überlegungen muss das unsinnige Projekt durchgezogen werden. Auf Teufel komm raus!

Anders läss sich die starre Haltung der Politiker bis hinauf zum "Hosenanzug" nicht erklären. Man schaft Fakten mit dem Abriss des Bahnhofgebädes und dem fällen der Bäume im Schloßpark. Danach wird argumentiert: "wir haben schon so viele Millionen verbaut, wir können nicht mehr aufhören." Der Turmbau zu Babel wurde mit gleichen Argumenten gebaut, anfangen und nicht mehr aufhören, wider alle Vernunft. Es gilt": pecunia non olet " .

Das Verprügeln von Kindern, Schülern, Rentnern und auch älteren Frauen wird der Union in BW bei der nächsten Wahl die Regierungsmehrheit kosten. Da hat der "Hosenanzug" bei der Durchsetzung des Projektes hier zu hoch gepokert.
Eine Widerwahl als Kanzlerin ist damit sehr unwahrscheinlich geworden, denn das brutale Vorgehen der Regierung gegen friedliche Demonstranten bleibt im Gedächtnis der Wähler bis zum Urnengang im Frühjahr 2011 haften.

Es steht geschrieben:" Da wird Heulen und Zähneklappern sein, wenn ihr sehen werdet Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoßen.
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Offline Melodie1607

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #22 am: Oktober 03, 2010, 13:51:43 Nachmittag »
Also trotz Lesens dieses Threads hier, stecke ich zu dem Thema zu wenig in der Materie um mich darüber äußern zu können oder zu wollen.

Was mich an der Geschichte aber wirklich stört ist das dem Bürger, der ja auch irgendwo Wähler ist, kein Mitspracherecht bekommen hat, obwohl so viele STimmen laut geworden sind.

Weiß jemand, warum es eigentlich keinen Bürgerentscheid gegeben hat?!

Jeder kennt das Dilemma um die Dresdner Waldschlösschenbrücke (und es ist noch nicht ausgestanden), auch wenn die Entscheidung die ie Brücke zu bauen die  Brückengegner noch aggressiver werden lässt, so war es doch zumindest in sofern fair, als das jeder Bürger seine Meinung dazu haben durfte und man sich dann eben für die Mehrheit entschieden hat.

Warum wurden den Stuttgarter Bürger nicht ähnliches eingeräumt?
Wo ich bin herrscht Chaos, aber ich kann ja nicht überall gleichzeitig sein.

Offline Petermeister

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #23 am: Oktober 08, 2010, 00:22:59 Vormittag »
Die Bilder der Demo in Stuttgart gegen den neuen Bahnhof habe ich mir bei mehreren Sendern angesehen und war zutiefst erschüttert und entsetzt. Schulkinder, ältere Frauen im Rentenalter und Rentner etc. wurden von Polizisten niedergeknüppelt, mit Pfefferspray traktiert und mit Wasserwerfern bekämpft.

Die Behauptung, Pflastersteine gegen Beamte wurden von Demonstarnten geworfen, musste der Polizeipräsident zurücknehmen. Es wurden dann Kastanien daraus. Kastanien von Schülern und Rentnern geworfen sind eine ernster Angriff auf unsere FDGO und müssen mit allen Mitteln bekämpft werden. Der Staat hat das Gewaltmonopol.
Polizisten in Schutzkleidung, Helm mit Visier, Schutzschild und Schlagstock gegen Minderjährige, Kinder und älteren Leuten, dazu Wasserwerfer und Pfefferspray, das war für mich ein Bild des Grauens. Ich habe mich für unsere Polizei geschämt!

Die Schüler-Demo war rechtzeitig angemeldet und bestand aus Schülern und Schülerinnen zwischen 9 und 15 Jahren. Mädchen von etwa 10 Jahren wurden von Polizisten weggeschleudert, mit Fußtritten von Beamten mit Kampfstiefeln in den Rücken getreten und mit den Fäusten in's Gesicht geschlagen.
 
Schlagstockeinsatz gegen Kinder, Rentner, Rentnerinnen und Bürgern aus dem Mittelstand die friedlich demonstrieren zeigen wieder einmal das wahre Gesicht der Obrigkeit von Polizei und Politik. Was werden die niedergeknüppelten Schüler und Schülerinnen von dieser Lektion in Demokratie wohl gelernt haben.

Wer als minderjähriger erleben durfte, wie es sich anfühlt von einem Schlagstock einen übergezogen zu bekommen, als Kind von Polizeistiefeln getreten wurde und dann noch das Glück hatte in den Wasserstrahl eines Wasserwerfers zu geraten, wird bestimmt ein Anhänger der Demokratie. Ganz sicher wird er auch Vertrauen in die Polizei als Freund und Helfer bekommen.

Mich wundert es nur, das kein einziger Polizist den Befehl verweigert hat auf Kinder und ältere Leute einzuprügeln. Da gibt es keine " Bürger in Uniform" sondern nur sture Befehlsempfänger. Ungehorsam gegen solche Einsätze gibt es bei der Polizei anscheinend nicht.

Weshalb nur erinnern mich die Bilder fatal an unsere längst vergangene, jüngste Geschichte. Ich habe den Eindruck, dass die SS,die SA und die Gestapo zur heutigen Zeit keine Probleme hätten, ihre Regimenter zu füllen. Schlimm daran ist nur, dass sich die prügelnden Einsatzkräfte der Polizei, - ebenso wie die NS-Schergen, - auch darauf berufen, dass sie nur Befehle ausführen und solche nur gehorsam ausgeführt haben.  Blinder Gehorsam gegen Menschlichkeit, das ging dieses mal nicht gut aus.

Jetzt verstehe ich erst richtig, warum ausgerechnet deutsche Polizisten am Hindukusch die Polizei für Afghanistan aufbauen und die Polizisten dort ausbilden. In dieser Beziehung kann uns wohl keine andere Nation das Wasser reichen. Zum Glück besteht aber kaum die Möglichkeit, dass die afghanische Bevölkerung den Polizeieinsatz in Stuttgart zu sehen bekommt. Nicht auszudenken!

Was mögen das wohl für Mütter und Väter sein, die solche Polizisten in die Welt gesetzt und genährt haben? 

Einen folternden Gestapo - oder SS Schergen hat man den Befehlsnotstand mit Recht nicht zugestanden. Den Polizisten beim Einsatz in Stuttgart wird Notwehr o.ä. zugebilligt. Es ist eben nicht immer gleich, wenn zwei das Gleiche tun.
Bei Schiller heißt es: " Wie kann der Menschen lieben, der keine machen kann!"

In diesem Sinne:" Lieb Vaterland, magst ruhig sein..."
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Offline Petermeister

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #24 am: Oktober 08, 2010, 22:44:20 Nachmittag »


Stuttgart 21-Prospekte: Wie die Bevölkerung angelogen wird

Wer für ein Projekt in der Bevölkerung werben will, der muss es nicht nur in einfachen Worten tun; er muss komplizierte Dinge auch möglichst vereinfachen. So weit, so gut.

Seit 1995 geben mal die Deutsche Bahn, mal das Stuttgarter Rathaus Broschüren und Werbematerial für Stuttgart 21 heraus, die mal nur halbe Wahrheiten, mal einfach auch pure Lügen verbreiten.

 Die offenkundigste Lüge war immer, Stuttgart 21 verkürze die Fahrtzeit nach Ulm von 54 Minuten auf 28 Minuten.
Dass diese Fahrtzeitverkürzung nicht durch Stuttgart 21, sondern nur durch die Neubaustrecke Wendlingen - Ulm entsteht, weiß zwar die einigermaßen informierte Bevölkerung; dies hindert Stadt und Bahn aber nicht daran, diese Lüge weiterhin zu drucken und zu verbreiten.


Man kann es drehen und wenden, neue Namen erfinden, den Leuten ein X für ein U vormachen wollen: Stuttgart 21 geht bis Wendlingen. Dort beginnt dann die Neubaustrecke nach Ulm.
Und wir werden weiterhin von Stuttgart 21 reden, also vom Abschnitt Feuerbach - Wendlingen, der 7 bis 9 Milliarden Euro kosten wird und keine Zeitersparnis bringt.

Im Gegensatz zur Neubaustrecke, die 2 Milliarden kosten soll und 26 Minuten Reisezeit einspart. Und gegen die keiner etwas hat.
http://www.leben-in-stuttgart.de/s%2021%20kritik/behauptungen_und_luegen.htm

In dem Link folgt dann noch ein Vergleich, zur Alternative - und es wird klar gestellt, was stimmt und was nicht stimmt - welche Vorteile die andere Alternative hätte - und um wieviel preiswerter-billiger das wäre.

Ohne Worte !  :gb: :gb: :gb:
:gb: :drinks: :drinks: :drinks: :clapping:
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Offline Petermeister

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21 >- SUPER !
« Antwort #25 am: Oktober 08, 2010, 22:47:09 Nachmittag »
Ein Argument der Bahn ist die Fahrzeitverkürzung. Fakt ist mit dem Bau des Tunnelbahnhofs wird auch die Bahnstrecke neugebaut. Mit dem Neubau entsteht auch ein neuer Bahnhof am Flughafen. Hierdurch verkürzt sich die Fahrzeit nur auf 12-18min und nicht wie rein rechnerisch von der Bahn gesagt wird auf 26min. Ein weiteres Unding ist die Tunnelstrecke Richtung Albaufstieg. Diese Tunnelstrecke ist sogar steiler (35°/oo) als die alte jetzt befahrene Strecke, und fällt dafür für den Güterverkehr total aus, max Steigung für den Güterverkehr 25°/oo.
Siehe auch den Punkt Kritik: https://de.wikipedia.org/wiki/Neubaustrecke_Wendlingen%E2%80%93Ulm#Technik .


Link repariert -gez. Ugge-

Super !   :gb: :gb: :gb:
Und nun ist ein Käfer aufgetaucht, um den Bau zu stoppen !

Gruß ©spielefix
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Offline Petermeister

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #26 am: Oktober 09, 2010, 23:33:00 Nachmittag »
Bei der nochmaligen Betrachtung der polizeilichen Prügelorgie gegen Kinder, Schüler, ältere Menschen, Rentnerinnen und Rentner in Stuttgart, sind mir folgende Gedanken nicht aus dem Kopf zu kriegen:

" Was sagt wohl ein Polizist seiner Frau und seinen Kindern, wenn er von einem  Einsatz nach Hause kommt, bei dem er z.B. einer Schülerin in den Unterleib getreten, Schüler mit dem Schlagstock niedergeknüppelt, einer älteren Frau mit voller Wucht mit der Faust in's Gesicht geschlagen, einen unbeteiligten Rentner Pfefferspray in die Augen gesprüht hat und sehen konnte, wie eine ganze Schulklasse vom Wasserwerfer umgerissen wurde."

" Wird der Polizist am Abend dann plötzlich zum liebvollen Familienvater, der seine Kinder liebvoll in den Arm nimmt und sich empört über die Misshandlung von Kindern durch Priester und Erzieher?"

"Nimmt er liebevoll und zärtlich seine Frau in den Arm und kuschelt mit ihr, nachdem er eine junge Frau im gleichem Alter, kräftig eine mit dem Schlagstock übergezogen hat, so dass sie blutend zusammengebrochen ist?"

"Kümmert er sich liebevoll um seine Mutter, nachdem er zuvor einer älteren Dame lbrutal mit voller Wucht die Faust in's Gesicht geschlagen hat und spielt dabei die Rolle des guterzogenen Sohnes?"

"Besucht er evtl. seine Oma und seinen Opa zu einem gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen, nachdem er anderer Leute Großeltern mit dem Schlagstock umgehauen und mit den Füßen getreten hat, nachdem sie schon am Boden lagen?"

"Ist er noch diese Woche als Elternteil bei der Elternsprechstunde in der Schule seiner Kinder, nachdem er gleichaltrige Schüler blutig geschlagen und dann noch mit Stiefeln getreten hat?"

"Was mag wohl während eines Einsatzes gegen harmlose Bürger, - die vom Grundrecht der Demonstration Gebrauch machen, - in den Köpfen einer derart entmenschten Horde vorgehen?"

"Nicht ein Polizeibeamter hat den Gehorsam gegen einen Schlagstockeinsatz gegen demonstrierende Bürger verweigert. Alle haben nur ihre Befehle ausgeführt ohne Rücksicht auf ihr Gewissen. Es muss wohl doch den Befehlsnotstand geben!"

Mir kommt da der Briefwechsel zwischen Goethe und Eckermann in den Sinn:                " Deutschland ein Wintermärchen."
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Offline hony

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #27 am: Oktober 12, 2010, 03:25:05 Vormittag »
Bei der nochmaligen Betrachtung der polizeilichen Prügelorgie gegen Kinder, Schüler, ältere Menschen, Rentnerinnen und Rentner in Stuttgart, sind mir folgende Gedanken nicht aus dem Kopf zu kriegen:

" Was sagt wohl ein Polizist seiner Frau und seinen Kindern, wenn er von einem  Einsatz nach Hause kommt, bei dem er z.B. einer Schülerin in den Unterleib getreten, Schüler mit dem Schlagstock niedergeknüppelt, einer älteren Frau mit voller Wucht mit der Faust in's Gesicht geschlagen, einen unbeteiligten Rentner Pfefferspray in die Augen gesprüht hat und sehen konnte, wie eine ganze Schulklasse vom Wasserwerfer umgerissen wurde."

" Wird der Polizist am Abend dann plötzlich zum liebvollen Familienvater, der seine Kinder liebvoll in den Arm nimmt und sich empört über die Misshandlung von Kindern durch Priester und Erzieher?"
"Nimmt er liebevoll und zärtlich seine Frau in den Arm und kuschelt mit ihr, nachdem er eine junge Frau im gleichem Alter, kräftig eine mit dem Schlagstock übergezogen hat, so dass sie blutend zusammengebrochen ist?"

"Kümmert er sich liebevoll um seine Mutter, nachdem er zuvor einer älteren Dame lbrutal mit voller Wucht die Faust in's Gesicht geschlagen hat und spielt dabei die Rolle des guterzogenen Sohnes?"
"Besucht er evtl. seine Oma und seinen Opa zu einem gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen, nachdem er anderer Leute Großeltern mit dem Schlagstock umgehauen und mit den Füßen getreten hat, nachdem sie schon am Boden lagen?"

"Ist er noch diese Woche als Elternteil bei der Elternsprechstunde in der Schule seiner Kinder, nachdem er gleichaltrige Schüler blutig geschlagen und dann noch mit Stiefeln getreten hat?"
"Was mag wohl während eines Einsatzes gegen harmlose Bürger, - die vom Grundrecht der Demonstration Gebrauch machen, - in den Köpfen einer derart entmenschten Horde vorgehen?"
"Nicht ein Polizeibeamter hat den Gehorsam gegen einen Schlagstockeinsatz gegen demonstrierende Bürger verweigert. Alle haben nur ihre Befehle ausgeführt ohne Rücksicht auf ihr Gewissen. Es muss wohl doch den Befehlsnotstand geben!"

Mir kommt da der Briefwechsel zwischen Goethe und Eckermann in den Sinn:                " Deutschland ein Wintermärchen."


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Grandios finde ich, die angesetzte - also geplante - Bauzeit - bis restlos alles verwirklicht wurde: 20 Jahre!

Das ist kein Projekt, um wirklich den Verkehr regeln zu können - das ist ein Immobilien-Projekt - vorangetrieben, von den vertraglich, beauftragten Firmen.

20 Jahre! - Sie haben einfach mal auf 20 Jahre das Fahrgastaufkommen hochgerechnet.

Aber, nicht nur von Stuttgart, oder wer über Stuttgart fahren wird.

Nein, sie haben den Umkreis, bis hin in den letzten württembergischen Winkel genommen, bei dem kaum Fahrgastaufkommen besteht - heutzutage.

Und wahrscheinlich wirds dann in Richtung Dörfer in 10 Jahren noch weniger Fahrgäste geben - siehe: Landflucht.


Ich vergleiche das gerade mit der Eifel - Schnee-Eifel, die ich kenne.
Da herrscht auch schon 20 Jahre Landflucht - und es wurden gar Dörfer "geschlossen" - anders kann man das nicht nennen.
Es blieben so wenig Häuser über (war sowieso kein laden mehr da, kein Arzt, keine Pinte usw...) das dann der Landkreis hinging und denen mitteilte, dass die Straßen nicht mehr repariert würden, die Abwasserkanäle nicht mehr überprüft, jede 2. Straßenlaterne ausgemacht wurde und auf einsamen Zufahrtswegen - raus zu den einsam stehenden Häusern, die Lichter ganz ausgingen.
Die Bahnhaltestellen geschlossen wurden usw......

sowas kenne ich überdies noch sehr gut, aus Südfrankreich, den Dörfern in der Nähe von Perpignan, die im Hinterland liegen, der Montagne.
Kein Tourismus, weil alle ans Mittelmeer wollen, keine Arbeit - Landflucht.

Dörfer, mit wunderbaren Häusern, die leerstehen.

Ach, ich bin in der falschen Region - aber, das wird ja auch befürchtet: Bahnstrecken werden neu gebaut, weil sie neu gebaut werden müssen, durch die Planung und keiner fähr mehr auf diesen Strecken.

Nicht nur, dass Stuttgart21 die höchsten Baukosten für Bahnhof und co. überhaupt sein werden, in der Geschichte der Bundesrepublik, nein, das wird ein Millionengrab, so es denn dann endlich mal fertig ist. Denn, es wird das Geld nicht eingenommen werden, dass eingenommen werden müsste, um Stuttgart21 zu Re-Finanzieren.

Wann endlich wird da eine unabhängige Expertenkommission - und zwar auch bestehend aus Wirtschafts-Spezialisten: am besten "simple" Bilanzbuchhalter mit dabei - nachrechnen und festestellen, dass könnte die Pleite von Gesamt-Württemberg sein?

Und wie ich irgendwo mal erwähnte: 1/5 blecht Stuttgart selbst (da können sich die Stuttgarter auf 20 Jahre hartes Sparpaket gefasst machen, bis zur RE-Finanzierung) einen Teil das Land Württembreg - auch da müssen ALLE Württemberger den Gürtel enger schnallen, noch enger, als bisher - und der Rest zahlt der Bund.

Was der Bund da reinbuttert, fehlt in der gesamten Republik - und das für 20 Jahre.
Denn, die Gelder werden ja nach und nach fällig, gesichert durch Verträge, gegenüber den Baufirmen (ich nenne die mal so)

Erinnert mich - könnt ihr ruhig lachen - an die Pleite von Dubai - die haben nämlich auch falsch spekuliert - und das war ein Land, mit Milliarden-Vermögen - nun Pleite.......

Offline HeyJo

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #28 am: Oktober 22, 2010, 12:52:27 Nachmittag »
Sehr interessant: Stuttgart 21 live - eine bisher sachliche Darstellung und auch Diskussion auf verschiedenen Programmen.
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Offline Siggi

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Re: Der Protest gegen Stuttgart 21
« Antwort #29 am: März 29, 2011, 14:19:57 Nachmittag »
ups... :ga:
Es gibt Leute, die sind 5m neben dem Kopf noch  :ploet:. :sarcastic: :haha: :Oskar:

 

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