Autor: kunstmalerdon Thema: Gedankensplitter  (Gelesen 716 mal)

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Offline kunstmalerdon

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Gedankensplitter
« am: Februar 26, 2016, 01:18:40 Vormittag »
Gedankensplitter

Im TV wurden jetzt gerade die neuen Bewerber für die Nachfolge von Blatter vorgestellt. Ich weiß wirklich nicht, ob sich die ganze Aufregung um diese Angelegenheit lohnt. Bei Blatter lief doch alles wie geschmiert.
Na, ich lass mich überraschen.
Überrascht war ich auch, als ich mich vor dem Spiegel selbst überraschte.
Ich ging ganz dicht ran und fragte mich selber nach meinem Gewicht.
Aber der Im Spiegel schüttelte nur kurz den Kopf.
Ich raunte ihm zu: Komm, sag mir nur die ersten drei Ziffern.
Aber der Kerl blieb stumm. Von der Figur her hätte ich den eher für den Ernährungsberater von Rainer Calmund gehalten. Diät kam für den nicht infrage solange der Schal noch passte.
Aber ich selber kam für mich zu dem Ergebnis: Hier hilft nur noch abnehmen. Und das habe ich auch sofort erfolgreich umgesetzt. Ich habe den Spiegel abgenommen und in den Schuppen gestellt. Das Problem ist damit behoben!
Beim Spaziergang traf ich einen alten Freund an der Tankstelle. Wir kamen ins Reden während er tankte. Als er fertig war, fiel mir etwas auf und ich fragte ihn:
"Sag mal, tankst Du immer so, dass Du möglichst auf eine "runde" Zahl kommst?
Und er sagte ganz schnell. "Ja"!
Bitte sag mal, warum denn?
"Ach, ich mag das ganze "Geklimpere" mit dem Kleingeld nicht!"
Und dann zeigte ich nur auf seine rechte Hand in der er seine Geldkarte zum Bezahlen bereithielt.
Das ist wohl so eine alte Gewohnheit, die ein Mann beim Tanken öfter  heimsucht!
Zum Beispiel tanken fast alle Männer, indem sie die letzten Tropfen vom Tankrohrstutzen abschütteln.
Ich sag es ja: Gewohnheit!

Im Flüchtlings-Lager hatte ich heute wieder Flötenunterricht gegeben. Die Kinder sind so etwas von begeistert. Ihre Fähigkeiten müssen noch sehr entwickelt werden, aber die Begeisterung ist deshalb so groß, weil sie direkt erfahren: da kümmert sich ein Erwachsener mit Lächeln und Geduld um sie.
In einem Nebenraum stellten sich Bewerber vor, die sich als "Zeitweilige Aushilfslehrer für die Deutsche Sprache" beworben hatten. Sie waren zum Teil selbst irgendwelche Ausländer. Und ich hörte wie der Prüfer einen von ihnen fragte: "Können Sie denn auf Deutsch auch zählen?"
"Na ja doch: Eins, zwei, Drei, Vier, Fünf, Sechs, Sieben, Acht, Neun, Zehn!"
"Ja, schon ganz gut!" lobte der Prüfer. Und dann fragte er "Geht das auch noch weiter?" "Natürlich" - kam die Antwort – Bube, Dame König Ass!"

Sehr oft bin ich gerne zusammen mit einem netten älteren Herrn. Das ist auch der Grund, warum ich am liebsten allein mit mir selbst für mich meine eigenen Gedanken ordne.
Aber grad heute, an meinem 83 Geburtstag, freue ich mich doch über einige Anrufe und sonstige Kontakte. Es ist nämlich auch schön. richtige Freunde zu haben.
In der richtigen Dosierung ist Alleinsein ja wirklich schön, aber es gibt eben auch Momente, die ich wirklich gerne mit anderen teile.
Ich merke gerade, dass sich das zu widersprechen scheint. Das stimmt schon. Aber ich muss ja nicht die ganze Welt verstehen, ich brauche sie nur auszuhalten.

Mein Opa hat mir damals beigebracht, dass ich lieber langsam aber dafür sorgfältig arbeiten soll. "Junge, wenn Du z. B. Teppichböden nicht richtig verlegst, dann brauchst Du Dich auch nicht zu wundern, wenn Du sie eines Tages nicht mehr wieder findest. So hat er mich öfters "reingelegt"!
Ja, wenn ich dereinst mal in einem Sarg liegen werde, dann erst kann ich sicher sein, dass ich wohl zum letzten Mal reingelegt worden bin! Bis dahin gilt für mich die Feststellung, dass es immer schwieriger wird "einfach" zu leben.
Wenn sich jemand tatsächlich bis hierhin durchgearbeitet hat, dann hat er sich auch verdient mit mir ein Glas Wein zu trinken:
Also Prost, auf dass wir uns noch lange zusammen am Leben erfreuen: P R O S T!
Don
kunstmalerdon

 

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