Autor: kunstmalerdon Thema: Neue Geschichten  (Gelesen 1089 mal)

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Offline kunstmalerdon

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Neue Geschichten
« am: Dezember 11, 2015, 16:01:31 Nachmittag »
Es ist ja bekannt, die jenseitige Welt
Das ist ein Bereich, der mir sehr gefällt.
Und neulich bekam ich in die Pfoten
Ein Angebot  "Zugang zu dem Reich der Toten!
Garantiert jeder kann es, wenn er nur will!
Neunundneunzig Euro sind dafür nicht viel.
Na gut, Hundert Euro  als Eintritt in eine neue Welt
Das will ich mal sehen, ob es mir auch gefällt.
Und ich habe mir den "Zugang" gleich bestellt.
Ich brauchte nicht lange darauf zu warten.
Heute früh kam er an: Ein Spaten!
Don 11. 12. 15

Heut am letzten Tag des Jahres
Schau ich zurück: Ja ja, so war es.
Etwas ganz konkret vornehmen
Klappt immer zum Beispiel 10 Kilo abnehmen.
Nun ja, nicht wörtlich, aber ungefähr so.
Die Waage sagt es fehlen nur noch 14 Kilo!
Don 11.12.15

Sie ist etwas genervt am Telefon:
Ja, Schatzi, ich komm ja schon.
Aber Du musst mich nicht unnötig jagen!
Und nicht dreimal schon in einer Stunde fragen
"Schatz wann bist Du denn bei mir?"
 Schon beim ersten Mal hab ich gesagt: "Jetzt bin ich hier
Und in Fünf Minuten bin ich bei Dir!"
 Don 11.12. 15

Sie war zweieinhalb Jahre und bekam eine Tee-Set geschenkt. Damit konnte sie wunderbar spielen. Wenn Papa Zeitung las brachte sie ihm voller Stolz eine Tasse Tee. Natürlich war es nur Wasser, aber sie war so stolz Papi "meinen Tee"
 trinken zu sehen. Das geschah mehrmals, denn das Spielzeug war zu toll für sie.
Als später am Abend auch noch Mama kam, musste Papi sie gleich präsentieren:
"eine Tasse Tee, jetzt für Mama".
Brav war Mama und begeistert, und sie tat auch so als ob sie trinke, aber hinter der Hand fragte sie ihren Mann:
"Weißt Du auch, dass der einzige Platz, wo unsere Tochter an Wasser kommt, die Kloschüssel ist?"

Don 11. 12. 15
kunstmalerdon

Offline Gretchen1943

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Re: Neue Geschichten
« Antwort #1 am: April 28, 2018, 00:02:22 Vormittag »
Keine neue Geschichte, sondern eine alte, dafür aber wahre:

                          I n g e
Es war einmal, vor längst vergangener Zeit, als der Landrat eines kleinen Ortes noch Vorsitzender vom Rat des Kreises hieß und der Ort L. noch im Bezirk Frankfurt an der Oder lag und nicht im Land Brandenburg. Vor so langer Zeit also ist diese Geschichte passiert.
L. war ein kleiner Ort mit zwei Kirchen  -  einer neuen, in der gepredigt wurde, und einer Ruine, von deren im Krieg heil gebliebenem Turm die Glocke läutete  -  , einem Rathaus, einem Marktplatz, um den sich kleine Häuser duckten, in denen Menschen lebten wie du und ich. Nicht zuletzt gab es in L. auch einen Landkindergarten.
Das Leben im Ort verlief in sehr gleichförmigen Bahnen. Jeden Morgen brachte der Bus die Werktätigen  -  so hießen damals die Arbeitnehmer  -  in die nächste Kreisstadt. Dreimal in der Woche kam das Brotauto, denn die Bäcker des Ortes hatten ihre Söhne nicht überreden können, wie sie selbst jeden Tag bereits um halb drei aufzustehen, sie wollten alle nicht Bäcker werden. Auch der Dorfpolizist, damals noch Abschnittsbevollmächtigter genannt, führte fast jeden Morgen das gleiche Gespräch mit einer jungen Frau. Es ging um ein uraltes Fahrrad.
Die junge Frau war die Kindergärtnerin des Ortes und erst seit kurzer Zeit in L.. Sie kam aus der Großstadt und war nach dem Studium gemäß einer Anordnung des damaligen Volksbildungsministeriums „dorthin gegangen, wo der Staat sie braucht“, also aufs Land.
Sie bekam ein möbliertes Zimmer und, um den am anderen Ende des Ortes liegenden Kindergarten zu erreichen, das besagte altersschwache Fahrrad. Neben anderen Mängeln, besaß es eine Beleuchtungseinrichtung, in die anstelle der Glühlampe zerknülltes Zeitungspapier gesteckt worden war. Das kritisierte der Polizist zum wiederholten Male auch an diesem Tag, an dem das unerwartete Ereignis eintrat.
Nach der routinemäßigen Standpauke setzte Elke, die Kindergärtnerin, ihren Weg zur Arbeit fort und bemerkte schon von weitem Tumult am Tor des Kindergartens.
Hat der Hausmeister heute das Tor noch nicht aufgeschlossen?
Weshalb stehen die Kinder draußen?
Solche und ähnliche Fragen gingen ihr durch den Kopf. Beim Näherkommen sah sie, dass die Kinder um ein kleines Mädchen herumstanden und alle auf die Kleine einredeten:
„Wie heißt du denn? Bist du eine Neue? Wohnst du hier? Warum sagst du nichts?“ so schwirrte es durcheinander.
Als Elke vom Fahrrad abstieg, bedrängten die Kinder nun wiederum sie mit den gleichen Fragen.
„Ruhig, Kinder, ruhig, lasst mich mal sehen.“
Elke beugte sich zu der Kleinen am Zaun nieder und schaute in ein tränennasses Gesichtchen, in Augen, die so gänzlich Anderes aussagten, als die der umstehenden Vierjährigen.
„Sagst du uns bitte, wie du heißt?“
„Inge“, kam die nur sehr leise Antwort.
„Wie alt bist du denn?“
Vier kleine Finger hielt sie in die Höhe.
„Möchtest du mit uns hineingehen?“
Inge nickte.
Während Elke die Kinder betreute, gingen ihr viele Fragen durch den Kopf: Wer ist sie? Ich kenne sie nicht. Im Ort wohnt sie nicht. Wieso kam sie allein, ohne Mutter, ohne Vater?
Inge saß still in einer Ecke und schaute Kinder und Erzieherin mit großen Augen an. Außer ihrem Namen hatte sie nichts mehr gesprochen. Sie saß nur da und schaute.
Der Tag verging, im Laufe des späten Nachmittags wurden alle Kinder nach Hause abgeholt. Nein, nicht alle. Niemand kam, um nach Inge zu fragen. Nun war guter Rat teuer. Wohin mit dem Kind?
„Wir gehen erst einmal zu mir nach Hause“, sagte Elke, „wenn deine Mutti kommt, sagt ihr der Hausmeister, wo du bist.“
Kopfschütteln.
„Oder kommt dein Vati?“
Kopfschütteln.
Elkes möblierte Zimmer befand sich im Haus des Bürgermeisters. Anfangs war sie darüber gar nicht so recht glücklich gewesen und hatte seine strenge Aufsicht befürchtet. Jetzt war sie froh und hoffte, einen Großteil der Sorge um Inge auf seine Schultern abladen zu können.
 Als Inge am späten Abend immer noch nicht abgeholt worden war, setzte der Bürgermeister eine Maschinerie in Gang, in deren Ergebnis der „Fall Inge“ geklärt wurde. Vater und Mutter hatten bei Nacht und Nebel das Land verlassen. Sie wollten ein neues, freies Leben beginnen, in dem für Inge anscheinend kein Platz war. Wie das Kind nach L. gekommen war und wer es vor dem Kindergarten abgesetzt hatte, ließ sich nicht mehr rekonstruieren.
Nach dem Ende ihrer Kindergartenzeit verlor Elke Inge aus den Augen. Der Anblick des verlassenen Kindes am Gartentor des Kindergartens blieb aber fest in ihrem Gedächtnis haften.
Als sie nach vielen Jahren einer Einladung zur Grundsteinlegung eines SOS-Kinderdorfes im Osten Deutschlands folgte, lernte sie dort einige Kinderdorf-Mütter kennen.
Eine kannte sie gut  -  es war Inge.
Das Leben ist schön - auch jetzt noch.

Offline Gretchen1943

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Re: Neue Geschichten
« Antwort #2 am: April 30, 2018, 17:23:01 Nachmittag »
Und noch eine Geschichte, diesmal zum Wandel eines Menschen:

Immer in ihrem Leben hat Gret es so gehalten, dass sie sich Dinge von der Seele schrieb, die sie bedrückten. Damit konnte sie ein Kapitel beenden und offenen Herzens auf neue Eindrücke zugehen. Auch diesmal war das nicht anders.
Als sie Chris kennenlernt, sind sie beide auf der Suche nach einer Bekanntschaft, vielleicht sogar neuen Partnerschaft, erst einmal jedenfalls nach einem Menschen zum Reden. Auf ihre Anzeige antwortet er ihr mit einem sehr netten Brief, in dem er die Worte Vertrauen, Verstehen und Verständnis besonders betont. Sie fühlt sich von seinen Zeilen angesprochen, denn sie ist ein Mensch, dem Freunde sehr gern eine fast schmerzhafte Ehrlichkeit nachsagen, und der anfangs immer annimmt, dass andere Menschen ebenso aufrichtig sind.
Eines Abends wählt sie dann die angegebene Telefonnummer im Thüringischen. Dass mit diesem Anruf ein Wandel, eine große Veränderung in ihrem Leben eintreten würde, kann sie nicht ahnen. Am anderen Ende der Leitung meldet sich eine angenehme, warme, leise Männerstimme. Zu diesem Zeitpunkt weiß sie noch nicht, dass es viele Jahre dauern würde, bis sie sich aus dem Bann dieser Stimme, vom Einfluss und der langsam stärker werdenden Umklammerung dieses Mannes würde befreien können.
Gret weiß später nicht mehr, wie viele Stunden sie im Laufe ihrer Bekanntschaft miteinander am Telefon verbracht haben, dieses erste Gespräch jedenfalls dauert vier Stunden. Sie gewinnt den Eindruck, es mit einem sympathischen, aufgeschlossenen und mitfühlenden Menschen zu tun zu haben.
In der Folgezeit werden diese langen Unterhaltungen zu einer liebgewordenen Gewohnheit, hin und wieder ergänzt durch einen Brief. Wenn er ihr schreibt: „Ich fühle mich sehr wohl in Ihrer Stimme“, oder: „Meine lieben Gedanken sind sehr oft bei Ihnen in B.“, liest sie zwischen den Zeilen eine besondere Wärme heraus und gern auch mehr als nur freundschaftliche Zuneigung. Es dauert nicht sehr lange, bis sie zu dem vertrauteren Du übergehen.
In ihr Tagebuch schreibt sie ein Gedicht:
„Ich schenke dir ein Lächeln
Es ist schon spät,                                                                                                                      ich sitze allein in meinem Zimmer.                                                                                    Als das Telefon klingelt, schrecke ich auf.                                                                          Doch dann, am anderen Ende eine Rose.                                                                            Eine Rose in Menschengestalt,                                                                                            mir so unerwartet nah,                                                                                                             klug und mit einer Stimme voller Wärme.
Und wieder einmal singe ich es,                                                                                    mein Liebeslied für eine Rose.
Nur in meinen Gedanken umarme ich ihn.                                                                                 Nur in meiner Fantasie streichle ich ihn.                                                                                  Nach langer Zeit und vielen Worten                                                                                         bin ich wieder allein.                                                                                                                  War es ein Traum? War es Wirklichkeit?                                                                                                    Was es auch war:                                                                                                                       Ich schenke ihm mein zärtlichstes Lächeln.“
Im Laufe der Zeit lernen sie sich näher kennen. Gret freut sich, wieder einen Menschen zu haben, von dem sie annimmt, dass er sich ernsthaft für sie und ihr Leben interessiert. Sie bemerken viele Gemeinsamkeiten, eine davon ist ihre Liebe zu Tieren. Da Chris keinen Computer besitzt, bittet er Gret oft, für ihn im Internet Seiten von Tierheimen und Reiterhöfen aufzurufen und ihm am Telefon live davon zu erzählen. Sie ist deshalb nicht verwundert, als er ihr eines Tages freudestrahlend berichtet, er wolle sich ein Pferd kaufen und einen Hund aus dem Tierheim holen. Die finanzielle Belastung sei zu bewältigen, er habe ja ein gutes Einkommen.
Entgegen ihrer sonst gehegten Zurückhaltung lädt Gret Chris zu einem Besuch ein und verbringt mit ihm ein angenehmes Wochenende mit angeregten Gesprächen, gemeinsamem Kochen, Lachen und Spaziergängen. Was sie an ihm besonders fasziniert, ist sein Lächeln. Es reicht aus, ihr Gefühl von Zuneigung zu verstärken. Sie bemüht sich, ihm zu gefallen und ihm die Besuche in ihrer Heimatstadt so angenehm wie möglich zu gestalten. Sie kauft Karten zu „Apassionata“, einer Veranstaltung mit Pferden und Musik in wunderbarer und beeindruckender Kombination. Sie bereitet seine Lieblingsgerichte zu, bäckt „seine“  Kuchen und kocht für ihn köstliche Marmeladen nach seinem ganz speziellen Geschmack: er mag nichts Saures. Sie tut es gern und stellt langsam ihre eigenen Vorlieben danach um.
Als er ihr bei einem seiner Besuche sehr ausführlich von einem bevorstehenden beruflichen Projekt in Grets Nähe erzählt, überlegt sie nicht lange und bietet ihm für diese Zeit Quartier in ihrem Gästezimmer an. Er bekommt einen Wohnungsschlüssel und kann sich für eine lange Zeit ohne finanziellen Aufwand bei ihr wie zuhause fühlen.
Gret lernt seine beruflichen Aufgaben kennen. Er verkauft Werbeflächen auf Fahrzeugen für überwiegend soziale Projekte,  wie z.B. die „Dresdner Tafel“ eins war, an Firmen und Unternehmer. Dazu muss er im Vorfeld zur Terminvereinbarung sehr viele Telefonate führen. Da Chris bereits zum Anfang ihrer Bekanntschaft von Grets ausgesprochen angenehmer, immer noch jugendlicher Stimme beeindruckt war, bittet er sie, ihm bei diesen Telefonaten zu helfen. Ihr anfängliches Nein akzeptiert er nicht, bedrängt sie ständig und übt immer mehr Druck auf sie aus. Für jede Ablehnung ihrerseits, auch bei späteren Vorhaben ähnlicher Art,  verlangt er eine ausführliche Erklärung. Stellt ihn diese nicht zufrieden, bohrt er nach, unterstellt ihr Sturheit und entzieht ihr für eine gewisse Zeit die Harmonie im Zusammensein. Gret belastet das sehr. Um des lieben Friedens willen gibt sie nach und geht immer auf seine Forderungen ein. Die erfolglosen Versuche und Diskrepanzen mit seinem Arbeitgeber führen zu seiner Entlassung. Chris fährt zurück nach Hause und beschäftigt sich in der Folgezeit mit vergeblichen Versuchen, Erfolg beim Verkauf von Wasserfiltern, Versicherungen und Solaranlagen zu haben.
Grets Zweifel zerstreut er, bittet sie sogar, für ihn einen Kredit für die Anzahlung zu einem beabsichtigten Autokauf aufzunehmen, um mobiler arbeiten zu können. Ist es bereits Dummheit oder immer noch grenzenlose Gutmütigkeit? Gret geht auf seine Bitte ein, erhält einen Schuldschein und die feste Zusage für monatliche Rückzahlung.
Bei einem Besuch bei Gret muss das Auto in eine Werkstatt und wird Chris nur gegen Barzahlung wieder ausgehändigt. Der Werkstattmeister ist ein guter Bekannter von Gret und so zahlt sie die Rechnung, als Chris nicht ausreichend Geld dabei hat. Und nochmals glaubt sie ihm, als er  sofortige Überweisung zusagt.
In der Folgezeit beginnt er mit Versuchen, seine eigenen Unzulänglichkeiten mit Kritik an Grets Familie und Freundeskreis zu überdecken. Grets  noch vorhandene finanzielle Probleme aus der Rückzahlung eines Baukredits lastet er ihrem verstorbenen Mann an, dieser hätte sie ausreichend absichern müssen. Ihre Freunde seien auch keine, denn sonst würden sie Gret öfter besuchen oder zumindest viel öfter anrufen. Er sei Grets einziger Freund, denn schließlich riefe er ja täglich an.
Als er die Rückzahlung des für ihn aufgenommenen  Kredits einstellt,  auch die Raten für seine unter ihrem Namen gekaufte Waschmaschine bei Quelle schuldig bleibt und sich nicht mehr bei Gret meldet,  beginnt sie endlich mit dem Nachdenken. Sie erkennt, dass sie weder eine Freundin für ihn ist, noch jemals eine gleichberechtigte Partnerin auf freundschaftlicher Basis für ihn sein wird. Sie versucht mehrfach, ihn telefonisch zu erreichen – ohne Erfolg. Eindringlich bittet sie ihn schriftlich, seinen Verpflichtungen ihr gegenüber nachzukommen – keine Reaktion. Sie schildert ihm ihre persönliche finanzielle Bedrängnis, in die er sie durch ihre ständige Unterstützung für ihn gebracht hat – sie erhält kein Lebenszeichen. Als sie schließlich eine Anzeige wegen Betrugs androht, ruft er an. Er bittet um Entschuldigung und gleichzeitig um Geduld und Wiederaufnahme ihres ständigen Kontaktes. Das habe etwas mit Freundschaft zu tun. Als Gret ihm von der Hilfe ihrer Freunde in ihrer Not erzählt, schweigt er für einen Moment.
Auf seine inständigen Bitten bleibt sie standhaft. Sie hat mit aller Deutlichkeit erkannt, dass er ihre seelische Not nach dem Tod ihres Mannes ausgenutzt und ihr eine Freundschaft vorgegaukelt hat, die nur von ihrer Seite aus aufrichtig war. Wie erlöst atmet sie auf und lehnt auch die Wiederaufnahme der einstmals täglichen Telefonate ab. Sie erinnert ihn lediglich an seine Pflicht zur Rückzahlung seiner Schulden, dann verabschiedet sie sich und legt den Hörer auf.
Sie geht am Spiegel vorbei, lächelt sich zu und stellt die Waage in den Schrank. Künftig wird niemand jeden Tag nach ihrem Gewicht fragen, sie kann sich die Haare wachsen lassen, weil sie selbst es so will und sie kann um jedes Kostüm im Kaufhaus einen großen Bogen machen, weil sie sie nicht mag und ihr niemand mehr etwas anderes einreden darf.
Da ist sie wieder, die „alte“ Gret, fröhlich, aufgeschlossen, selbstbewusst. Nicht nur die Freunde erkennen den Wandel, auch sie selbst ist sehr zufrieden mit dieser Veränderung und fühlt sich wie von einem Druck, einer Last befreit.
Leben – ich komme.
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Das Leben ist schön - auch jetzt noch.

 

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