Autor: kunstmalerdon Thema: Was ist Liebe?  (Gelesen 2542 mal)

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Offline soja15

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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #15 am: Januar 09, 2014, 13:48:30 Nachmittag »
Wer wirklich liebt, der opfert sich automatisch auf.

...weil er es gerne tut und es gar nicht als Aufopferung empfindet.
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.

Offline Petra

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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #16 am: Januar 09, 2014, 13:58:57 Nachmittag »
 :yes: Genau!

Offline Teufelchen

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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #17 am: Januar 09, 2014, 14:32:55 Nachmittag »
Eine Lebenseinstellung
Aber Aufopferung sollte nicht verlangt werden.

mein Mann 'verlangt' schon lange nichts mehr - er weiß ja gar nichts mehr.
Und erkennt mich ja auch gar nicht mehr.
Ich bin ja nur noch 'die Frau, die hier wohnt' - - - -

@ostseefollein:
Meine Sitauation und deine sind nicht zu vergleichen -

IHR könnt noch kommunizieren, miteinander diskutieren, euch austauschen, Probleme besprechen, Meinung einholen, sagen: ich liebe dich - und der Andere VERSTEHT es.

Ich könnte ebenso an die Wand hinreden - das Feedback ist das Gleiche.
Wir sind 40 lange Jahre miteinander verheiratet - es war damals Liebe auf den ersten Blick - und blieb immer so.

33 Jahre lang hat er mit ein fantastisches, interessantes, glückliches, zufriedenes, beschütztes und fröhliches Leben geboten und geschenkt - und einen Teil geb ich ihm jetzt zurück.
Selbstverständlich habe auch ich ihm sein Leben lang alles vom Halse gehalten, Problematisches gelöst, seine Buchhaltung etc. erledigt - und mich um die Finanzen gekümmert -
einfach, weil ich es schneller und besser - vor allem professionell gekonnt habe und noch kann (entsprechende Ausbildungen).
Nur - im Gegensatz zu dir - kann MEIN MANN mir nichts zurückgeben - braucht er auch nicht. Ich bin GottseiDank eine starke Frau (noch). Die alles ganz alleine schafft (schaffen muss...)

Jetzt, da seine Persönlichkeit weg ist -  wo er ein Anderer ist, ein Unbekannter, ein Fremder - ein "Zombie"
 ist er immer noch mein Mann, den ich 'in guten und in schlechten Tagen' treu zu bleiben versprochen habe....
und daran halte ich mich - aus innerstem Antrieb, aus verpflichtender Liebe - einfach als Selbstverständichkeit!
(außerdem - wie sollte er denn alleine zurechtkommen - das geht ja gar nicht.)

Und an eine Zeit 'hinterher' kann und mag ich nicht denken - mein Mann ist körperlich 100%ig gesund -
 und eine glückliche Zukunft (alleine oder irgendwie anders) kann ich schon gar nicht planen oder mir vorstellen.

Apropos - meine geplante Lanzarote-Reise habe ich annulliert - es ist einfach nicht mehr möglich......
« Letzte Änderung: Januar 09, 2014, 14:37:01 Nachmittag von Teufelchen »
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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #18 am: Januar 09, 2014, 15:04:57 Nachmittag »


@ostseefollein:
Meine Sitauation und deine sind nicht zu vergleichen -


Da stimme ich Dir voll und ganz zu, denn wir sind 20 Jahre jünger als Du und Dein Mann.

Als ich krank geworden bin, da waren wir gerade mal Anfang 40 und ich denke bzw. ich

weiß es aus unserem Umfeld, dass unter solchen Umständen nicht viele Ehen oder Beziehungen

weiter bestehen. Wie oft wurde meinem Mann schon geraten, mich doch "wegzugeben", für

"solche wie mich gibt es doch Heime" und er soll doch sein Leben lieber genießen mit einer

jungen, gesunden Frau, die noch einen unversehrten schönen Körper hat. Das tut weh!!!


Hinzu kommt, dass es "für solche wie mich" keine passenden Einrichtungen gibt....


Für mich persönlich sind die Schuldgefühle das Schlimmste an der Gesamtsituation, denn - und auch

hier unterscheiden wir uns grundlegend, Teufelchen - wir können schon seit mehr als zehn Jahren nicht wegfahren.

Außerdem habe ich dauernd das Gefühl, dass ich nur im Weg bin, ein lästiges Anhängsel,

ein Prellbock, ein Klotz am Bein. Das rede ich mir selbst ein, mein Mann vermittelt mir dies Gefühl keineswegs.


An den schlimmsten Tagen, da würde ich mir für mich persönlich sogar wünschen, dass ich nicht mehr

klar bei Verstand bin und nicht mehr alles um mich und meine Person mitbekommen muss. Das kann

aber keiner nachvollziehen, der nicht schon mal in der Situation war, dass der Ehe-Partner auf einmal

eine völlig andere Rolle im Leben übernimmt und sich dadurch alles komplett ändert und verschiebt.


LG vom Ostseefrollein :Lilly:


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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #19 am: Januar 09, 2014, 15:07:58 Nachmittag »
ja eben - genau das macht die LIEBE aus - und darum gings ja ursprünglich in diesem Thread......   :friends:
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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #20 am: Januar 09, 2014, 15:15:31 Nachmittag »


:scratch_ones_head: Jetzt bin ich mir gerade nicht ganz sicher, ob Du meinen Beitrag gelesen hast

oder ob ich so missverständlich geschrieben und mich undeutlich ausgedrückt habe. Sollten meine

Beiträge zum Thema des Thread nicht genehm oder gar unpassend sein, so können die Admins

diese ja gern löschen, verschieben oder sonstwie verwerten!!!!!
LG vom Ostseefrollein :Lilly:


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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #21 am: Januar 09, 2014, 15:24:10 Nachmittag »
versteh nicht, was du damit sagen willst?
ich hab alles haargenau durchgelesen und darauf geantwortet und kommentiert.
ICH bin genau auf alles eingegangen - im Gegensatz zu dir. Jeder hat eben SEINEN derzeitigen Zustand, so wie er ist, beschrieben . . . .
Wieso bist du vergrällt?
ich habe nur als Resumme des Ganzen, was bislang geschrieben wurde, den letzten Beitrag - diesen einen Satz geschrieben.
hat mit dir doch jetzt speziell gar nix zu tun!
ich will dir gar nix - sei nicht immer gleich eingeschnappt, bitte.

danke  :friends:

Erklärung: mit ursprünglich - meinte ich den ALLERERSTEN Beitrag von Don .........
« Letzte Änderung: Januar 09, 2014, 15:28:04 Nachmittag von Teufelchen »
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Offline hony

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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #22 am: Januar 09, 2014, 18:22:39 Nachmittag »
Demenz ist schlimm, für die Angehörigen, anders kann ich das nicht ausdrücken.

Ich habe meine Mutter 4 Jahre lang unterstützt, betreut. Sie hatte schwere Diabetes, dadurch Nieren kaputt, hing an der Dialyse, und war zum Schluß hin blind. Dann kam die Demez dazu.
 Ab der Demenz hat ich das noch 6 Monate durchgehalten - und dann war sie in einer Pflegeeinrichtung, lebte dort noch 3 Jahre. Ich bin (obwohl ganztags berufstätig und alleinerziehend) mindestens 3 Mal die Woche dort - später nur noch einmal, sie erkannte mich ja nicht mehr.
Noch innerhalb der 6 Monate zu Hause, verschlimmerte sich die Krankheit so, dass sie sich nicht mehr alleine anziehen konnte - und teilweise nicht mehr alleine essen konnte - sie musste gewachen, angekleidet - gefüttert werden.
 Ein Pflegedienst kam schon 3 Mal täglich, seit mein Vater verstorben war (da hatte niemand mit gerechnet, dass deieser früher versterben würde, er pflegte bis zum Tod ja meine Mutter) - er kam um den Zucker zu testen und das Insulin zu spritzen - denn, diese Verantwortung wollte ich nicht übernehmen.

Da meine Eltern nur 2 Häuser weiter wohnten, war das recht "praktisch".
Aber, ich habe meiner Tochter jetzt schon das Versprechen abgenommen, dass sie mich nicht pflegt, je nach Schwergrad. Da muss ich zwangsläufig ins Pflegeheim. Ich kann meiner Tochter das nicht zumuten.

 Bei meinen Eltern war es etwas anderes, mein Vater hatte eine hohe Rente, beide Pflegegeld, meine Mutter noch Blindengeld und alle Fahrten (auch zum Shoppen) waren kostenfrei. Aufgrund der doch propperen Kasse, konnet ich so noch andere Betreuung (im Hause) für meine Mutter engagieren, die die Freizeit mit ihr gestalteten. An den Tagen mit Dialyse, war sie gegen Mittag weg, kam spät wieder, futterte etwas, bekam Insulin und war dann so erschöpft, dass sie direkt schlafen ging.

Wie es mir mal ergeht, ich weiß es nicht, ich will auch nicht darüber nachdenken. Ich will nur nicht, dass meine tochter sich für mich aufopfert - auf keinen Fall. Sie hat zudem selbst ne kleine Tochter.


Demenz in Deutschland in Zahlen

    Derzeitig gibt es ca. 1,2 Millionen Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind (70% Frauen, 30% Männer)
    Experten rechnen für das Jahr 2030 mit rund 2,5 Millionen Demenzkranken in Deutschland
    Rund 200.000 neue Demenzerkrankungen werden jährlich diagnostiziert
    Im Alter zwischen 65 und 69 Jahren leidet jeder Zwanzigste an einer Demenz, zwischen 80 und 90 ist jedoch schon fast jeder Dritte von der Krankheit betroffen
http://www.alzheimers-support.com/de/alzheimer-stats-germany.html

Ostseefrollein: deine Lebensgeschichte nimmt mich verdammt mit, wirklich. So jung schon solch ein Schicksal hinzunehmen, ist wirklich schlimm.

Was kann man also Menschen raten, mit solchen Schicksalen? Durchhalten, das Beste aus den Situatuionen herausholen - und, meiner Mutter half es wirklich, wenn die sich sagte: es gibt Menschen, denen es noch schlimmer geht.

Liebe: ein unerschöfliches Thema.

Allen alles Gute.
« Letzte Änderung: Januar 09, 2014, 18:26:07 Nachmittag von hony »

Offline Petra

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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #23 am: Januar 09, 2014, 18:58:41 Nachmittag »
Mir fällt dazu folgendes Zitat ein:

"Aufopferung ist die Verzichtleistung auf unseren eigenen Vorteil; sie ist die höchste Leistung der Liebe und bildet das Gegenteil zu der Handlungsweise der uns angeborenen Selbstsucht. Je selbstloser die Aufopferung geschieht, desto wertvoller ist sie. Bisweilen steigert sie sich zur Aufopferung des Lebens."

-Quelle: Kirchner, Friedrich / Michaëlis, Carl: Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. Leipzig 51907, S. 75.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20003578526
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Offline Teufelchen

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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #24 am: Januar 09, 2014, 23:33:13 Nachmittag »
 :danke:  so isses   :yes:
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Offline SMARAGDGRÜN

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Re: Was ist Liebe?
« Antwort #25 am: Januar 28, 2014, 11:17:59 Vormittag »
Liebe ist, wer Liebe liebt. Die zweisamkeit mit dem beiander sein, in jeder Lage und Situation.  :blume: :blume: :angel:

 

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