Autor: Petra Thema: Woran erkennt man "richtige" Freunde?  (Gelesen 2039 mal)

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Offline Mannimanaste

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woran erkennt man
« Antwort #15 am: Juli 31, 2013, 23:15:11 Nachmittag »
Zitat
Ich könnte ganz einfach sagen, Freunde sind Familie, die man sich aussucht.

Familie ist leider keine Garantie für gutes Auskommen und fairen Umgang miteinander...   
Beispielsweise geschehen sexuellen Missbrauchsfälle am häufigsten innerhalb der Familie!

@Broilerin:
Zitat
Ich würde dich (allgemein geneint) sofort fallenlassen, würdest du meinen Wert für dich von Eigenschaften abhängig machen - sollte mir so etwas jemals zu Ohren kommen! Denn, ich lasse mich nicht zerlegen um nach deiner Auflistung zu der Erkenntnis zu kommen: So wenig? So gering sieht man mich?

Würdest Du einem Freund sagen, dass ihr Freunde seid?    :Emma:
Da dürfte wohl der Knackpunkt sein, auf den Du da ansprichst. Freunde brauchen sich ihre Freundschaft nicht verbal zu bestätigen, und insofern eben auch nicht die Eigenschaften des jeweils Anderen, wegen derer die Freundschaft eine Freundschaft ist.

Ich habe folgende Lebenserfahrung gemacht:
  • Wenn jemand zu mir sagt: "Ich bin nicht betrunken.", dann ist er meist' zumindest angeheitert, wenn nicht sogar mehr.
  • Wenn jemand zu mir sagt: "Ich lüge nicht.", oder "Das ist keine Lüge.", dann ist es meist' eben doch gelogen, was er sagte, oder zumindest nicht die ganze Wahrheit.
  • Und wenn jemand zu mir sagt: "Wir sind gute Freunde.", dann ist es meist' nicht so (arabische Menschen neigen oft zu dieser Aussage...).

Viele Grüße,
Martin
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Offline Teufelchen

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woran erkennt man
« Antwort #16 am: August 21, 2013, 11:57:24 Vormittag »
Unserem richtig guten Freund - d.h. hauptsächlich dem meines Mannes - haben wir in den vergangenen 4 Wochen  eine Menge zu verdanken.
Vom ersten Tag des Kurzzeitpflege-Aufenthaltes meines Mannes im Heim hat sich sein langjähriger Freund (sie kennen sich 74 Jahre....) JEDEN TAG 2 x telefonisch bei ihm gemeldet - und mit ihm geredet, irgendwas erzählt und ihn aufgerichtet, wenn er traurig war.
Damit hat er mit auch sehr geholfen, da man MIR geraten hatte, mich NICHT zu melden.
So wußte ich wenigstens rudimentär, wie es ihm geht und dass er noch da ist (und nicht weggelaufen ev. - weiß man ja bei Alzheimer-Patienten nie)

Er hat damit seine echte, wahre und innige Freundschaft wundervoll gezeigt und meinen Mann damit sehr viel Halt und Ruhe gegeben.
De gustibus non est disputandum!

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Offline SMARAGDGRÜN

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Re: Woran erkennt man "richtige" Freunde?
« Antwort #17 am: Januar 28, 2014, 07:05:44 Vormittag »
Mann oder Frau sollte immer einem  in der Not zur Seite stehen. Denn wer Not leidet, egal aus welchem Grund. Braucht trost wie Seeligen halt und unterstützung. Ein guter Zuhörer wie Gesprächspartner, kann so mancher Seele helfen wie sie wieder aufbauen. Auch wenn man sich nicht großartig kennt. Aufmunterung wie nettes zureden. Kann so manches Herz heilen, als auch den Schmerz lindern.   :regen: :girlfriends: :clapping:

Offline Banana-Bender

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Re: Woran erkennt man "richtige" Freunde?
« Antwort #18 am: Januar 28, 2014, 07:32:27 Vormittag »
Eine gute Freunschaft ist, wenn man sich alles voneinander ausleihen kann, bis auf das Motorrad und die Frau. :sarcastic:

Offline Petra

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« Letzte Änderung: März 18, 2014, 17:54:06 Nachmittag von Petra »

Offline Emirades

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Re: Woran erkennt man "richtige" Freunde?
« Antwort #20 am: April 24, 2018, 14:08:32 Nachmittag »
Alte Cosmiq Frage - neu entdeckt:

Es gibt wenig aufrichtige Freunde.
Die Nachfrage ist auch gering.

Marie von Ebner-Eschenbach

Hat Marie von Ebner-Eschenbach Recht mit ihrer Behauptung?
Ist dieser Sinnspruch nicht ein Widerspruch in sich? Wollen wir keine Freunde haben? Was sind Freunde. Sind Freunde nicht immer aufrichtig?



Meine Antwort:

Die Frage nach dem Widerspruch beantworte ich mit einem klaren ja.
Ein unaufrichtiger Freund ist kein wahrer Freund und doch sehnen wir uns gerade nach der Unaufrichtigkeit.
Eben deshalb ist die Nachfrage nach einem aufrichtigen Freund so gering.

Marie von Ebner-Eschenbach stellt zum Thema Freunde aber nicht nur fest, dass die Nachfrage nach aufrichtigen Freunden gering wäre.
Der geneigte Leser findet eine umfassende Auswahl, an Aussagen von ihr, die man im Zusammenhang sehen muss.
Hier habe ich noch zwei hinzugefügt:

  • Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.
  • Es fällt uns sehr schwer, denjenigen, der uns bewundert, für einen Dummkopf zu halten.

Schon aus dieser mageren Zusammenstellung wird erkennbar, dass Freunde meistens der Spiegel unserer eigenen Vorstellungen und Erwartungen sind, wobei wir meistens von den Freunden mehr erwarten, als von uns selbst - was übrigens auch für unsere Lebensgefährten gilt.
Nur wer unsere Erwartungen erfüllt, dem sind wir zugeneigt - und was erwarten wir mehr, als uns selbst in einem Licht zu sehen, das bedeutsam und leuchtend ist. Oft bleibt dabei die Ernüchterung und Enttäuschung nicht aus, weil wir unserem Selbstbild gar nicht gerecht werden können und die Verpflichtung des anderen im Mittelpunkt unserer Interessen stehen. Der andere soll treu sein, soll uns verstehen, soll für uns da sein, über unsere Fehler hinwegsehen, uns mit Anerkennung und Schmeicheleien umhegen. Was wir dabei selbst bereit sind zu leisten und was wir davon tatsächlich leisten, das hinterfragen wir nicht, denn wir selbst sind über jeden Zweifel erhaben.
« Letzte Änderung: April 24, 2018, 14:11:36 Nachmittag von Emirades »
Wer Glück sucht
muß sich zuerst selbst finden.

 

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