Autor: Gast Thema: Vertauschte Kinder  (Gelesen 771 mal)

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xy

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Vertauschte Kinder
« am: April 04, 2009, 05:21:17 Vormittag »
stellt euch vor,eines "eurer" kinder wurde vertauscht,und nach 10 jahren kommt es herraus...was nun,wie würdet ihr reagieren?
« Letzte Änderung: November 04, 2009, 20:52:12 Nachmittag von cathy78 »

Offline Petra

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Re: Vertauschte Kinder
« Antwort #1 am: April 04, 2009, 06:39:31 Vormittag »
 :gf:

Schwere Frage, denn das passiert ja nur anderen.......
In jedem Fall wollte ich mein leibliches Kind wiederhaben. Das "falsche" Kind, welches man ja liebevoll aufgezogen und als das eigene ansah, ist dann ja nicht plötzlich völlig fremd. Ich würde alles dransetzen, um mit diesem Kind auch weiterhin in Kontakt zu bleiben. Das geht natürlich nicht ohne den Leiblichen Eltern, denn auch sie haben ja mein Kind, als das ihre betrachtet. Nicht nur die Eltern hätten ein riesen Problem damit klar zu kommen, ich denke für die Kinder wird eine Welt zusammen brechen, plötzlich in eine "fremde" Familie zu kommen. Das zu verarbeiten bedeutet für alle Betroffenen viel Arbeit, Fingerspitzengefühl und Psychologische Hilfe.
 Schreckliche Vorstellung :rolleyes:

dibashi

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Re: Vertauschte Kinder
« Antwort #2 am: April 04, 2009, 12:09:06 Nachmittag »
Grausame Vorstellung... ich denke, wenn man 10 Jahre lang ein Kind aufgezogen und erzogen hat, kann man es nicht einfach zurücktauschen. Es wäre "meins" und die anderen Eltern denken hoffentlich ebenso... Ein Versuch zur anderen Familie eine Freundschaft entstehen zu lassen, ist vermutlich nicht annähernd so einfach getan wie gesagt. 

Uaaahhhh....Gänsehaut- ich glaub ich geh mal meine Kinder herzen...

hony

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Re: Vertauschte Kinder
« Antwort #3 am: April 04, 2009, 12:26:48 Nachmittag »

Schlimm, kaum vorstellbar sowas.

Ich möchte nicht wissen, wie oft es wirklich geschieht. Und es ist nicht auszuschliessen, das es absichtlich herbeigeführt wird. Machen wir uns da mal besser nichts vor.

Ja, was macht man dann, wenn es erst nach Jahren ans Tageslicht gezerrt wird oder aber zufällig herauskommt?

Und: wie fühlen sich eigentlich solche Kinder? Es wird ja überwiegend immer gefragt, wie schlimm ist dies für die Eltern, die diese Kinder seit dem ersten Tag - oder nun (von Fall zu FAll) seit den ersten Tagen, als die Ihren ansehen und begleiten, hegen und pflegen, sozusagen?

Ich möchte da gerne mal mehr über die seelischen Nöte dieser Kinder erfahren. Und besonders dann, wenn sie in Erfahrung bringen, sie sind gar keine Einzelkinder, nein, sie haben evtl. leibliche Geschwister oder Halbgeschwister.

Also - an alle werdenden Mütter oder die, die es mal "werden" wollen: nehmt nen Edding mit und macht direkt ein Zeichen - irgendwo dort, wo's nicht gesundheitschädlich ist........  :yes: (ein nicht ganz ernst gemeinter Rat...☺)

Offline Teufelchen

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Re: Vertauschte Kinder
« Antwort #4 am: April 04, 2009, 12:38:19 Nachmittag »
Entsetzliche Vorstellung!

ich denke da jetzt schon einige Zeit darüber nach.......... :blink:

Um der Kinder willen sollte man hier aber auf sein egoistisches Besitzdenken verzichten und die betroffenen Kinder in den jeweiligen Familien belassen - sie würden ja schwer traumatisiert werden, wenn man sie aus ihrem gewohnten Umfeld heraus reissen würde.

Wenn das Kind dann alt genug ist - so mit 18 etwa - dann soll es erfahren, wo es tatsächlich herstammt - und dann kann es selbst entscheiden, wie es sich verhält!

Auf alle Fälle ist Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen  - und viel Altruismus gefragt - ein heikles Thema!
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hony

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Re: Vertauschte Kinder
« Antwort #5 am: April 04, 2009, 14:13:42 Nachmittag »

Mir gehts auch nicht mehr aus dem Kopf.

Es sind ja auch noch viel mehr Verwandte darin involviert, ist mir mal vor ner halben Stunde aufgefallen.

Die Tante, sie ist nicht mehr die leibliche, man hat ne andere - eigentlich - hm, Onkel, Cousins usw.....

Tatsache, jau, es sind sehr viele Menschen, die erst einmal "umdenken" müssen.

Kann schwierig werden, kann aber auch, wenn tatsächlich alle versöhnlich mit dem Schicksal umgehen können - den Freundeskreis erweitern.

Und, man könnte ja den Kindern das Gefühl mit auf den Weg geben, sie seien eben etwas Besonderes, denn, dieses Schicksal teilen ja nun mal nicht sehr viele Menschen mit ihnen.

Ja, ich drücke solchen Familien die Daumen.

Offline cathy78

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Re: Vertauschte Kinder
« Antwort #6 am: April 04, 2009, 15:31:15 Nachmittag »
Grausame Vorstellung... ich denke, wenn man 10 Jahre lang ein Kind aufgezogen und erzogen hat, kann man es nicht einfach zurücktauschen. Es wäre "meins" und die anderen Eltern denken hoffentlich ebenso... Ein Versuch zur anderen Familie eine Freundschaft entstehen zu lassen, ist vermutlich nicht annähernd so einfach getan wie gesagt. 

Uaaahhhh....Gänsehaut- ich glaub ich geh mal meine Kinder herzen...

Ich schließe mich da weitestgehend Dibashi an. Man muss doch in erster Linie an die Kinder denken und sehen, was das Beste für sie ist und dann mit den anderen Eltern eine Lösung finden.
Es wären dann zwar nicht biologisch die eigenen Kinder, aber vom Herzen her. Das finde ich viel wichtiger!
You might be hardcore Catholic if, when your watching Star Wars and hear "may the force be with you", you respond with "and also with you".

hony

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Re: Vertauschte Kinder
« Antwort #7 am: April 05, 2009, 11:31:48 Vormittag »

Es geht um die Kinder.
Deren Wohl ist an erste Stelle zu setzen.
Vollkommen richtig.
Deshalb erwähne ich dies oft nie. Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit.

Ob nun Scheidung oder sonstige Unstimmigkeiten in den Familienangelegenheiten zu verzeichnen sind - erst die Kinder.
Kinder, die gehen uns als Gesellschaft irgendwie alle etwas an, die Verantwortung liegt bei allen... (blöde formuliert, aber so sag ich das stets)

Und so ist ja auch die Vorgehensweise, landet ein solcher Fall oder eine Scheidung usw... mal vor Gericht.

Da müssen die Eltern sich drüber klar sein, alle Erwachsenen, die in solch einen Fall involviert sind.


xy

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Re: Vertauschte Kinder
« Antwort #8 am: April 08, 2009, 02:32:29 Vormittag »
danke euch für eure antworten.

 

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