Autor: Gast Thema: Ein Schritt in die richtige Richtung?  (Gelesen 709 mal)

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cathy78

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Ein Schritt in die richtige Richtung?
« am: Februar 12, 2009, 21:54:11 Nachmittag »
Sachsen bezuschusst Kinderwunsch Behandlungen, als erstes und einziges Bundesland.
Ein Schritt in die richtige Richtung, gegen soziale Selektion?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,606110,00.html

Fakt ist, dass die Problematik immer mehr Paare betrifft und die Kassen Betroffene größtenteils im Regen stehen lassen.
Auf der anderen Seite werden immer weniger potenzielle Steuerzahler geboren.

Was denkt Ihr darüber?

Offline Melodie1607

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Re: Ein Schritt in die richtige Richtung?
« Antwort #1 am: Februar 13, 2009, 07:51:05 Vormittag »
Bislang hab ich das nicht an die große Glocke gehangen, aber da ich selbst eine betroffene Dresdnerin bin, freut mich diese Entscheidung natürlich ungemein, auch wenn ich davon derzeit nicht profitieren kann, denn mein letzter Versuch war im Dezember und Mutter Natur hat es gut mit mir gemeint und uns unseren Wunsch nach einem Kind erfüllt. - Kurzum ich bin schwanger.

Ich denke Menschen, die sich damit nicht befassen müssen, wissen gar nicht wie hoch die finanzielle Belastung sein kann für betroffene Paare, je nach Art der Behandlung. 50 % sind für viele Paare einfach nicht darstellbar, wenn eine Behandlung um die 4.000,00 € verschlingt. Zudem wird Paaren die Leistung von 100 % abverlangt, sobald sie nicht verheiratet sind.

Sachsen hat auf jeden Fall einen guten Schritt in die richtige Richtung gemacht, um Paaren, die ungewollt kinderlos bleiben würden, den Rücken zu stärken und zeigt damit ganz offiziell "Wir wollen wieder mehr Kinder". 

Wie du selber schon sagst, es gibt immer mehr Betroffene und viele Paare würden an ihre Armutsgrenzen gehen, werden sogar von der Gesellschaft ausgegrenzt, denn das ist ja nicht normal, keine Kinder in einem bestimmten Alter.

Ich hab mich immer wieder darüber geärgert, dass ein Raucher mit 70 Jahren eine neue Lunge auf Kosten der Kassen erhält und Paare ohne Kinder bestraft werden, nur weil es nicht lebensnotwendig ist. Das Frauen und Männer aber daran zerbrechen können, das sieht man natürlich im Einzelfall nicht. Wie so oft ist man eine Zahl, eine Versicherungsnummer oder eine Prozentquote in der Statistik und keiner wollte bislang helfen.

Schön dass es nun Ausnahmen gibt und ich hoffe für alle Paare, die ich inzwischen kennengelernt habe, dank diverser Foren in anderen BL, dass Sachsen für diese Bundesländer ein gutes Beispiel ist, dem man sich anschließen wird. Die Entscheidung zeigt es, es gibt auch noch andere Probleme die man klären kann, wenn man will außer die Finanzkrise.
Wo ich bin herrscht Chaos, aber ich kann ja nicht überall gleichzeitig sein.

Offline esse-est-percipi

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Re: Ein Schritt in die richtige Richtung?
« Antwort #2 am: Februar 13, 2009, 07:53:46 Vormittag »
Alles was mit Kindern zu tun hat, muss in Gesellschaft und Politik absolute Vorfahrt haben. Ich kann und will mich nicht daran gewöhnen, dass es nicht so ist. Ein umso größeres Lob für die sächsische Landespolitik. Allerdings: warum ist dies überhaupt Ländersache...???  :superstition:
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cathy78

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Re: Ein Schritt in die richtige Richtung?
« Antwort #3 am: Februar 13, 2009, 10:14:29 Vormittag »
Mensch Romy, das freut mich ja ungemein für Dich, für Euch!  :biggrin:
Ja, schade, dass Ihr das Programm jetzt nicht nutzen könnt, aber so ist es doch um Längen besser!
Ich wünsch Dir eine schöne Kugelzeit und alles Gute für Euch!

Warum das Ländersache ist, ist für mich auch nicht ganz klar. Sonst sind gesundheitspolitische Dinge doch auf Bundesebene geregelt? Aber umso schöner, dass Sachsen mit gutem Beispiel voran geht! Da kann man nur hoffen, dass auch andere nachziehen...

Offline Melodie1607

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Re: Ein Schritt in die richtige Richtung?
« Antwort #4 am: Februar 13, 2009, 11:10:15 Vormittag »
Mensch Romy, das freut mich ja ungemein für Dich, für Euch!  :biggrin:
Ja, schade, dass Ihr das Programm jetzt nicht nutzen könnt, aber so ist es doch um Längen besser!
Ich wünsch Dir eine schöne Kugelzeit und alles Gute für Euch!

Warum das Ländersache ist, ist für mich auch nicht ganz klar. Sonst sind gesundheitspolitische Dinge doch auf Bundesebene geregelt? Aber umso schöner, dass Sachsen mit gutem Beispiel voran geht! Da kann man nur hoffen, dass auch andere nachziehen...

Vielen Lieben Dank  :biggrin: War ja auch nicht gerade der einfachste Weg, den wir hätten nehmen können, aber immerhin Versuch eins, bringt nun Baby Nummer eins *strahl*
Also ich denke mal, beim zweiten Kind, wenns denn darüber laufen muss, können wir dann auch entsprechend diese Hilfestellung nutzen.

Ich denke derartiges wurde noch nie auf Bundesebene verhandelt, bzw. hatte man ja erst vor ein paar Jahren auf Bundesebene das Gesetz gekippt, grundlegend für 3 Versuche 100 % dafür zu bezahlen. Damit hat der Bund ganz klar die Verantwortung an die Länder zurückgegeben. Zudem werden ja auch die Kassen in Deutschland in Länder unterteilt. Zu diesem Thema gibts mitunter auch bei den Kassen zwischen unterschiedlichen Bundesländern unterschiedliche Handhabungen.
Wo ich bin herrscht Chaos, aber ich kann ja nicht überall gleichzeitig sein.

 

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