Autor: kunstmalerdon Thema: Die Duldungsstarre  (Gelesen 1197 mal)

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Offline kunstmalerdon

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Die Duldungsstarre
« am: Juli 29, 2011, 21:26:02 Nachmittag »
Da habe ich doch in den medizinischen Forschungsberichten ein interessantes Thema entdeckt: Die Duldungsstarre !
Dabei handelt es sich laut Wicki um einen Zustand vor allem weiblicher Schweine während der Eber seine Versuche zur Prokreation (Fortpflanzung) in aller Ruhe durchführen kann. Dazu hat dieses Schwein einen Duftstoff Androstenon entwickelt, der bewirkt, dass seine Auserwählte wie hypnotisiert alles mit sich geschehen lässt.
Androstenon wird auch von den Trüffeln als Anlockmittel für Schweine verwandt, denn dieser Pilz kann sich nur entwickeln, wenn seine Sporen vorher einen Schweinemagen passiert haben.
Im übertragenen Sinne wird dieser „Stehreflex“ oder die „Duldungsstarre“ aber auch bei Menschen verwandt, wenn irgendjemand in einer unangenehmen Situation nur passiv auf Veränderung wartet.
Nun hat eine amerikanische Firma diesen Duftstoff verwandt, um ihn auch im zwischenmenschlichen Bereich zum Einsatz zu bringen. Natürlich wird sofort von den entsprechenden Stellen, also von Vereinigungen, die für die Frauen eine gesetzlich vorgeschriebene Quote nicht nur in der Ehe sondern auch in den Regierungsämtern fordern, dagegen protestiert. Zu Recht, wie ich finde, denn so etwas würde ja den menschlichen „Ebern“ erlauben, mit nur wenigen Tropfen des Duftsekretes sich alle Frauen zugänglich zu machen.
Fred Lang weist darauf hin, dass angeblich in Belutschistan eine Gruppe weiblicher Forscher an der Extraktion eines Duftstoffes arbeitet, das von der Sau stammt und das den jeweiligen Eber in sexuelle Apathie verwandelt, weil es signalisiert, die die Säue grad überhaupt keine Lust haben für des Ebers Lustgefühle bereit zu sein. Mangelnde Empfängnisbereitschaft soll also die sexuell ambitionierten Eber abschrecken.
Bei den Menschen ist es fraglich, ob die „Eber“ sich davon wirklich abschrecken lassen. Die vertrauen seit jeher schon auf die Kraft ihrer Tropfen. Andrerseits mögen doch nicht alle Männer sich mit einer sexuell frigiden Frau vergnügen. Jede Frau sollte das Recht  haben „zu wollen“, wann sie will. Wir würden uns sonst ja nicht sehr von den ansonsten recht sympathischen Schweinen unterscheiden.
Mit denen teilen wir ja erwiesenermaßen ansonsten auch sehr viel. Soviel jedenfalls, dass wir Schweineherzen in unseren Körper einpflanzen können. Da stellt sich dann die sehr nachdenklich machende Frage, ob das auch andersherum geplant ist?
Ein Mensch, der sich schon zu Lebzeiten wie ein Schwein aufgeführt hat, müsste dann ja wohl auch testamentarisch sein Herz einem Schwein vermachen können. Das würde doch wohl sehr folgerichtig sein. Aber für diese Art von Schweinen sollte es dann auch eine besondere Bezeichnung im Handel geben.
Vielleicht so in Richtung „Kannibal - Bio“! Ich bin gespannt welche Interessentengruppe dann von der Fleischindustrie umworben werden würde.
Aber wie so oft haben sich meine Gedanken eine wenig selbständig gemacht.
Und zwar sogar so weit, dass ich zum Abschluss noch die Frage stelle:
Was meinen Kannibalen, wenn sie von einem Skelett sprechen?
Natürlich; Leergut.
Don 27.04 2011

kunstmalerdon

Offline mimPutz

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Re: Die Duldungsstarre
« Antwort #1 am: August 16, 2011, 14:18:16 Nachmittag »
Deine Konjugation von "verwenden" nach verwandt führt mich ins Nachdenken über meine Verwandtschaft: Wozu wurde sie verwendet?

Kannibalen können übrigens froh sein, es kommt eine Zeit, da wir bald uns selbst fressen können ohne dabei auch nur ein Körperteil einzubüssen, nur eine einzige Muskelzelle muss man opfern, den Rest machen Nährlösung, Schüttelmaschine und die Natur selbst. http://www.geo.de/GEOlino/nachrichten/4342.html
Also kann ich mir bald sagen: Ha, noch ein mimPutzschnitzel jetzt und die Welt ist in Ordnung.
Zitat
Künstliches Fleisch: Schnitzel aus dem Labor (06.09.2005)

Jahr für Jahr werden allein in Deutschland über vier Millionen Schweine geschlachtet. Die Tiere werden extra dafür gezüchtet, später auf unserem Teller zu landen. Viele von ihnen leben (und sterben) unter unwürdigen Bedingungen.

Das könnte bald ein Ende haben. Denn Forscher in Amerika behaupten, dass man künstlich Fleisch herstellen kann. Dazu brauchen sie nur eine Zelle, aus der dann im Labor das Fleisch wachsen kann.

Die künstliche Fleischherstellung hätte den Vorteil, dass die Menschen keine echten Tiere mehr essen müssten. Außerdem könnten so Krankheiten wie BSE oder die Vogelgrippe vermieden werden.

Noch müssen die amerikanischen Gesundheitsbehörden dieser Idee zustimmen; dann erst können sich die Forscher nähere Gedanken zur Herstellung von Fleisch machen. Eine komische Idee ist es aber schon: Vielleicht könnt ihr dann in einigen Jahren euer Fleisch genauso in der Küche züchten wie Kresse oder Petersilie.

Da kann ich meiner Freundin irgendwo eine Muskelzelle klauen und sie danach täglich fressen, ohne dass die auch nur einen Schimmer davon bekommt. Geile Sache das, kein Androstenon nötig, keine rüttelnden Bewegungen in Kontakt mit irgend einem Lebewesen, alles ganz mühelos.
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

 

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