Autor: kunstmalerdon Thema: Wie verändere ich meine Wirklichkeit  (Gelesen 957 mal)

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Offline kunstmalerdon

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Wie verändere ich meine Wirklichkeit
« am: Juli 02, 2011, 09:32:39 Vormittag »

Bitte vorher das Märchen lesen: Der Platz der zwei Welten. Beides gehört zueinander.

Die Veränderung meiner Wirklichkeit findet am sichersten durch mich selber statt, insbesondere, wenn ich mir vorgenommen habe etwas zu verbessern.
Und das ist für mich außerordentlich notwendig geworden seit ich etwas erkannt habe: „Die Welt, die ich sehe und die mich manchmal sehr bedrückt, ist das Ergebnis von einem System, basierend auf meinen eigenen Überzeugungen, das aber so nicht funktioniert!“ Das ist nicht nur ein Ergebnis meiner eigenen Überlegungen, sondern wurde auch so ähnlich von dem großen Philosophen William James als grundlegende Erkenntnis verkündet.
Und da habe ich mich gefragt, warum denn immer wieder - und das nicht nur bei mir selber, sondern auch bei vielen Mitmenschen – Fehlschläge auftreten, bei dem Versuch hier oder da Veränderungen herbeizuführen.
Wie viele Diäten werden erfolglos abgebrochen wie viel Leid nistet sich bei mir ein, das ich nicht haben will?
Da erkannte ich, dass es sich zwar gut anhört, wenn ich sage, dass ich einen guten Grund habe etwas zu ändern, Aber es geht um sehr viel mehr, als nur irgendeine Veränderung zu erreichen. Geoff Heath beschreibt es so:
„Wir sind, wofür wir uns halten. Dann bedeutet es auch sehr viel unsere Überzeugung zu ändern, das greift nämlich ganz entscheidend in unsere Identitäts – Vorstellung ein. Es ist notwendig, dass jeder von uns bei einer Veränderung auch seine Vorstellung von sich verändert.“
Wir brauchen aber das, was wir selber von uns aufgebaut haben. Es ist vertraut geworden und gibt uns Sicherheit.
Also muss der Grund für eine Veränderung auch sehr tief im Inneren ansetzen. Das kann einmal ein logisch aufgebauter Grund sein, wo neuere eigene Erkenntnisse von Tatsachen zu einer ganzen logischen Kette verschränkt werden und so unsere bisherigen Anschauungen ins Wanken bringen können. Oder es kann auch ein für uns ein Ereignis sein, das wir mit unseren bisherigen wissenschaftlichen Anschauungen nicht erklären können, (das wäre die Definition für ein Wunder), und allein der persönlich erfahrene Kontakt mit diesem „Wunder“ verändert unsere Möglichkeiten daraufhin auch uns selbst zu verändern. Beispiele für ein Wunder sind es, wenn eine verletzte Frau imstande ist einen LKW wenigstens soweit anzuheben, dass ihre schwerverletzten Angehörigen nicht mehr eingequetscht verbrennen müssen sondern sich herausarbeiten können. Oder der Lauf von Amanda Dennison, die über ca. 70 Meter lang über glühende Kohlen laufen konnte. Berichte über Wunder gibt es über alle Zeiten hinweg und an allen möglichen Orten der Welt. Aber hier zählen nur Wunder die individuell erlebt oder miterlebt werden. Ich werde später noch etwas genauer auf die notwendigen Qualitäten von „meinen“ Wundern eingehen.
Jetzt zuerst einmal zu den Voraussetzungen, die ich meiner Meinung nach brauche, um mir mithilfe meiner Logik zu helfen, wenn ich eine Veränderung meiner bisherigen Welt herbeiführen möchte.
Damit so ein Logik – Fahrplan wirksam werden kann, muss ich einen Informationsfluss wahrnehmen, der mich zu einem logisch einleuchtenden Schluss hinführt. Mein Gehirn muss dann nur noch diese Erkenntnis selber erkennen, und ich bin von etwas neu überzeugt.
Ein Beispiel dafür ist eine mathematische Aussagenfolge in der „Wenn-dann-Form“. Gregg Braden benutzt dafür folgendes Beispiel:
„Wenn Wasser bei Zimmertemperatur nass ist
Und ich mit Wasser von Zimmertemperatur bedeckt bin,
dann bin ich nass.“
Zwei Tatsachen habe ich in dieser Aussage verknüpft, die ich unbedingt als wahr annehme. Um diese Verbindung von Tatsachen geht es bei dem hier zu entwickelnden Logik-Fahrplan.
Und jetzt überlegen wir einmal gemeinsam folgende Annahme:
Wenn ich in der Lage bin mir innerlich alles vorzustellen, was ich will
und sich durch meine tiefsten Überzeugungen, das, was ich mir vorstelle
In das verwandelt, was ich als wirklich erlebe,
dann kann ich jede meiner einschränkenden Störungen meiner Überzeugung korrigieren, und befreie mich damit von einem großen Leidensdruck.
Das bedeutet nun nichts weniger, als dass ich durch meine Überzeugung Korrekturen vornehmen kann, die mich in der Vergangenheit sehr belastet haben.
Wenn diese Korrektur greift, dann wird die alte Überzeugung durch eine neue für mich bessere ersetzt,
Also, muss ich, um meine Überzeugung durch einen Logik-Fahrplan zu verändern durch neue Tatsachen unausweichlich zu einem neuen Urteil  kommen. Merke: Ein Urteil lässt sich immer widerlegen. Nur Vorurteile sind resistenter.
Wenn ich also erkenne, dass jemand anderes in der Lage ist über 70 Meter auf durchschnittlich 900 Grad heißen Kohlen zu laufen (wie Amanda Dennison, die Weltrekordinhaberin),dann gilt diese Möglichkeit grundsätzlich für mehr Menschen als nur für die Rekordinhaberin.
Die bisherige „Wirklichkeit“ sah so aus, dass so etwas grundsätzlich nicht möglich war. Aber schon Einstein hat sich häufig philosophisch zu der „Wirklichkeit“ geäußert, wenn er sagte: „Unsere Wirklichkeit ist in Wahrheit nur eine Illusion, wenn auch eine sehr hartnäckige!“
Ich gehe hier einmal ausführlicher auf den am 6. Mai 1954 erstmals gebrochenen Rekord von Roger Bannister ein, der als erster Mensch die Meile unter vier Minuten gelaufen war. Über 100 Jahre waren alle Menschen davon überzeugt, dass es niemals einem Menschen möglich sein würde, diese Grenze zu sprengen. Viele wissenschaftliche Abhandlungen erklärten auch, warum der Mensch rein körperlich gar nicht in Der Lage war, diese Grenze zu unterbieten. Jetzt aber, als Banniston zeigte, dass diese Grenze nur eine imaginäre Grenze gewesen war, da brauchte es nur 8 Wochen bis dieser „Jahrhundert-Rekord“ seinerseits unterboten wurde. Und zwar durch den Australier John Landy. Und danach ging es regelmäßig weiter; ich glaube inzwischen haben ca. 20 weitere Läufer diese Leistung erbracht. Aber es brauchte erst einen, der zeigte, dass so eine Leistung für ihn möglich war.
Gut, ich bin nicht persönlich unter diesen 20 Läufern, aber ich kann dennoch darüber schreiben und urteilen. Ich brauch ja auch nicht in der Bratpfanne geschmort zu haben, um über ein Schnitzel zu schreiben!
Danach war also vielen klar: Ein Wunder, das einem Menschen gelang ist auch für andere Menschen möglich und dann kein Wunder mehr.
Wie hat sich denn Bannister vorbereitet, um seine Leistung zu erbringen?
Nun, wir wissen darüber recht genau Bescheid. Für ihn war es keine Frage eines Wunders, das er zu erbringen hatte, sondern eine Folge seiner Logik und seiner Entschlossenheit, die ihm schon vorher klar machten, dass so etwas möglich sei. Zunächst formulierte er sein Ziel mit klaren einfachen Worten, aber dennoch ganz genau. In seinen Trainingsschuh steckte er sich einen Zettel mit der Zeit, die er im Wettkampf laufen wollte: 3 Min. und 58 Sekunden.
Für jeden Menschen und für jedes Projekt sieht so ein persönlicher Fahrplan etwas anders aus. Ich nehme als Beispiel mal meine eigenen Überlegungen weil ich plane, trotz meines Alters noch einen neuen Malkreis aufzumachen.
Wenn ich ganz besonders gerne male, mich dabei wohl fühle,
und ich gerne meine Fähigkeiten mit anderen Menschen teilen will,
und es eine Tatsache ist, dass ich (für mich) schöne Bilder als Autodidakt gemalt habe,
und andere auch so schöne Bilder malen wollen, wie ich es tue,
und  es eine Tatsache ist, dass ich mein Wissen bereits in kleinen Häppchen an andere mit Erfolg weitergegeben habe,
dann  ist es logisch, dass meine Arbeit wertvoll ist und entsprechend honoriert wird.
Und jetzt kommt noch ein entscheidender Zusatz: Ich stelle mir in allen Einzelheiten vor, wie ich mich fühle, wenn ich selbst mit meiner Unterrichtung andere zu einer Teilnahme an einer Vernissage verholfen habe, dabei Geld eingenommen habe und ich rundherum glücklich und zufrieden  bin
und nicht sein werde!  Ich verhalte mich in meiner Vorstellung so, als sei die angestrebte Veränderung meiner Realität bereits eingetreten. In ganz vielen Einzelheiten erkenne ich mit meiner Annahme, dass ich mein Ziel nach Veränderung bereits erreicht habe.
Dieser Teil ist besonders wichtig. Denn ich muss in meinem Unterbewusstsein eine Änderung hervorrufen. Dass das auf die von mir geschilderte Weise möglich ist, haben gerade in letzter Zeit die Wissenschaftler mit der genauen Erforschung der Spiegelneuronen bewiesen. In meinem Gehirn finde ich spezielle Nervenzellen im Broca-Bereich, die zu erstaunlichen Dingen fähig sind. In diesem Bereich ist ein Regelsystem für mein Verhalten zu finden, das auf den Erfahrungen beruht, die ich in meinem bisherigen Leben erfahren habe.
Spiegelneuronen bauen hier sogenannte „Als-ob-Schleifen“auf. Wenn ich mein angestrebtes Ziel rein gedanklich als bereits erreicht wahrnehme (aber bitte wirklich für wahr nehmen), dann schicken die Spiegelneuronen in der prämotorischen Rinde eine efferente Kopie, die ähnlich ist, als ob ich das Ziel bereits tatsächlich erreicht habe. Jetzt wird das Ganze in der Insel noch emotional eingefärbt und meinem möglichen Verhaltensbereich als eine weitere  Verhaltensvariante zugeteilt. (Ja, ich weiß, es ist adäquat den Usus heterogener Termini zu minimieren, aber manchmal…)

In der gleichen Weise verhalte ich mich entsprechend, wenn ich meine Realität nicht mittels eines Logik-Fahrplanes ändern will, sondern auf eine andere Möglichkeit baue: Teilnahme an einem „Wunder“.
Noch einmal meine Definition eines Wunders: ein Ereignis, das mit den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zu erklären ist.
Das Besondere eines Wunders ist für mich, dass ich nicht zu erklären brauche, warum es so und nicht anders funktioniert. Ich brauche nur zu akzeptieren, was es mir bringt. Es ist wichtig, zu erkennen, dass hier etwas geschieht, was sich meinem logisch arbeitendem Verstand widersetzt.
Aber um diese Wunder überhaupt nutzen zu können, muss ich sie erst einmal entdecken, wenn sie denn passieren. Und dann haben Wunder noch sehr individuelle Wirkungen. Es gibt Menschen, die angesichts eines Wunders sich selbst besonders klein, minderwertig  und ohnmächtig sehen. Wenn jemand levitiert (wie Buddha) oder bei hellem Licht trocken über einen See geht (Jesus) oder unheilbare Krankheiten heilt ( „Unsere liebe Frau“ in Fatimah) oder unendlich viele andere Wunderheiler, dann kommen sich manche Menschen unscheinbar und betrachten sich als minderwertig. Dabei haben die mir bekannten Wundertäter ihre Fähigkeiten meist als etwas ganz Normales gehalten. Buddha hat seine Hand über eine reife Mango gehalten und sie unter seiner Hand als Pflanze 50 Hände hoch wachsen lassen. Das tat er ganz selbstverständlich, wie eben jemand, der durch tiefe Meditation so etwas natürlich kann. Er sagte, dass  nur der seinen Taten nicht verstehe, der noch nicht erkannt habe, wie das Universum ablaufe.
Auch Jesus sagte (Joh. 14.12): „Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun.“
Aus moderner Sicht erzählen mir diese Wundertäter etwas von den Spiegelneuronen. Wir wissen inzwischen, dass diese Rezeptoren mehr tun, als auf diese Reize zu reagieren, die sie wahrnehmen. Um mit Jonah Lehrer (Wissenschaftsautor) zu sprechen“ Sie sind plastisch und bereit ihre kortikalen Netzwerke unseren (neuen) Sehgewohnheiten anzupassen.“
Wenn ich selbst male, oder zaubere oder hypnotisiere, dann entwickle ich diese meine Fähigkeiten immer dann weiter, wenn ich einem „Meister“ seines Faches bei seiner Tätigkeit beiwohne.
Die Spiegelneuronen helfen mir nämlich innerlich das nachzumachen, was gerade der Meister zeigt.
Die Teilnahme an einem „Wunder“ ist deswegen auch so segensreich, weil ich so ganz leicht aus meinen bisherigen Einschränkungen herausgeworfen werde. Ich kann dann das Gleiche leichter auch für mich selbst vollbringen.
Im Prinzip haben uns doch schon viele Menschen diese Klarheit vermittelt. Menschen eben wie Buddha, Jesus, Mohammed, wie Gandhi, Martin Luther King,  Hildegard von Bingen und Mutter Teresa und viele andere haben Veränderungen bewirkt, obwohl sie selbst Teilnehmer des zu verändernden Programms gewesen waren. Sie haben ihre Realität jeweils entscheidend verändert.
Ein Computerprogramm wird „intelligent“ genannt, wenn es in der Lage ist, eine sich ständig verändernde Situation zu erfassen, sich darauf einzustellen und zu verbessern.
Freunde, ich denke doch, dass wir Menschen ebenfalls in der Lage sind uns intelligent zu verhalten. Oder?
Wieso „0der“?
Weil die künstliche Intelligenz „Deep Blue“ unsere menschlichen Schach Großmeister grandios abgefertigt hat.
Na, da können wir eben von den künstlichen Programmen auch noch etwas lernen.
Don
kunstmalerdon

Offline mimPutz

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Re: Wie verändere ich meine Wirklichkeit
« Antwort #1 am: Juli 19, 2011, 15:18:26 Nachmittag »
Oder wir müssen unsere Vorstellung davon, was Intelligenz ist revidieren.
Ich glaube, mir ist noch kein Wunder geglückt und die Veränderungen haben sich so ergeben, sind gewachsen...
Wenn ich meine Fantasie so ernst nehme, dass ich sie mit der Wirklichkeit verwechsle, wird das ganze unkontrollierbar. Das ist gefährlich und führt manchmal zu Arrestierung zwecks Rehabilitation.
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

Offline charlotte

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Re: Wie verändere ich meine Wirklichkeit
« Antwort #2 am: September 01, 2013, 10:07:49 Vormittag »
Oder wir müssen unsere Vorstellung davon, was Intelligenz ist revidieren.
Ich glaube, mir ist noch kein Wunder geglückt und die Veränderungen haben sich so ergeben, sind gewachsen...
Wenn ich meine Fantasie so ernst nehme, dass ich sie mit der Wirklichkeit verwechsle, wird das ganze unkontrollierbar. Das ist gefährlich und führt manchmal zu Arrestierung zwecks Rehabilitation.
:ga:
"Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin."
Indianische Weisheit.

 

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