Autor: kunstmalerdon Thema: An alle Ehebereiten!  (Gelesen 721 mal)

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Offline kunstmalerdon

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An alle Ehebereiten!
« am: Januar 09, 2011, 14:38:59 Nachmittag »
Ehe

Zu einer Ehe gehören mindestens zwei Personen; jedenfalls war das bei mir so: Ehefrau und Ehemann. Was wissen wir von diesen beiden?

Eine vollkommene Ehefrau ist die, die erkannt hat, dass kein Mann, auch nicht der eigene ein vollkommener Mensch ist.

Ein Ehemann ist ein Mann, der ein Mann war, ehe er zum Ehemann wurde.

Und was ist dann der vollkommene Ehemann?
Er raucht nicht, trinkt keinen Alkohol im Übermaß, er macht den gesamten Haushalt ohne Anleitung, hat einen sicheren Beruf, er sorgt für den Hund, ist kinderlieb und
-   und das ist das Wichtigste-
er ist Junggeselle.

Wer ein solches seltenes Exemplar von Mann findet, sollte es sofort festhalten, denn er ist bestens geeignet für die Ehe, die einzige Form der Leibeigenschaft, die gesetzlich geregelt ist.

Spötter bezeichnen die Ehe als eine Art von privatem Verkehrsbetrieb zum Nulltarif.

Das erscheint mir aber auch nicht richtig, denn es kostet den Mann die Hälfte seiner Lebensmittel, damit er die andere Hälfte gekocht bekommt. Dafür erlaubt sie aber auch dem Mann in Ruhe sein Bier zu genießen, während seine Frau den Rasen mäht.
Im Nachhinein betrachtet, ist die Ehe die kostspieligste Form der  Welt, um die eigenen Fehler genau vorgehalten zu bekommen.
Und doch ist sie im Vergleich zu anderen Arten der Kriegsführung etwas sehr Fortschrittliches!

In jeder guten Ehe sollte es aber auch richtige Liebe geben.
Was ist denn Liebe?
Die Liebe ist  nur eine chemische Reaktion des Körpers, noch nicht vollends erforscht, aber es macht viel Spaß nach der richtigen Formel zu suchen.
Bei der Frage was die Ehe nun wirklich sei, gibt es unterschiedliche Antworten, je nach Beruf des Befragten. Der Schriftsteller betrachtet die Ehe als einen Roman, der manchmal mehrere Auflagen erlebt.
Ein Arzt dagegen denkt eher an eine Art verkehrtes Fieber, denn es fängt mit Hitze an und in den Fällen einer nicht funktionierenden Ehe hört es dann mit Kälte auf.
In einer guten Ehe aber wird aus dem lodernden Strohfeuer der Verliebtheit mit der Zeit die viel heißere und anhaltendere Glut der Liebe
Der Mathematiker sieht es ganz anders als eine Gleichung nämlich, bei der bei zwei gegebenen Größen sich meist eine Dritte einfindet.
Eine gute Ehe ähnelt mehr einer Brücke, aber keiner Kommandobrücke und sie kommt leichter zustande, wenn die Frau ein wenig blind ist und der Mann ein bisschen taub.
Mann und Frau müssen sich so lieben, dass keine Stammkneipe mehr Platz dazwischen hat. Klappt das, dann kann die Frau auch dem Mann einige Freiheiten lassen, wie z. B. dass er auch andere Frauen haben darf.
Allerdings sind drei Einschränkungen zu beachten. Die Frauen dürfen nicht jünger sein als die eigene Frau, auch nicht älter und ebenfalls nicht gleichaltrig.
Sollte der Ehemann aber einen Liebhaber bei seiner Frau entdecken, dann ist das eine besondere individuelle Gestaltung seiner eigenen ehelichen Pflichten.
Um dennoch eine Chance zu haben die Quadratur des Kreises zu beweisen, nämlich eine gut funktionierende Ehe zu haben ist Vorsicht bei der Partnerwahl ein überaus wichtiges Kapitel. Man muss auch beachten, dass bei „Sonderangeboten“ von Partnern kein Umtauschrecht gegeben ist.

Ehemänner haben manches Mal seltsame Vorstellungen. Wenn sie einen Aschenbecher leeren, dann versuchen sie den Anschein zu erwecken, als hätten sie das ganze Haus geputzt.
Wenn aber die Ehefrau ackert, dann bittet der Mann sie höflich die Küchentür zu schließen, denn er könne nicht mit ansehen, wie seine Frau schuftet.
Aber es gibt auch Ausnahmen, nämlich, wenn der Ehemann wie ein Kavalier auftritt und seiner Frau höflich die Haustür aufschließt, damit sie mit den vielen Einkaufstüten leichter in die Küche kommt.
Kein Mann aber kann es sich leisten bei der Vernachlässigung seiner Frau zu weit zu gehen. Passiert das doch einmal, dann ergibt das schlechte Gewissen eines Ehemannes, benetzt mit den Tränen seiner Frau, häufig einen Nerzschrittmacher.
Mir bleibt als Schluss nur die Mahnung an alle Ehebereiten:
Die Ehen wären glücklicher, würde beide Teile sie weniger mit dem Wunsche schließen, glücklich zu werden, als mit dem Vorsatz, glücklich zu machen. Das lässt sich aber jederzeit auch noch nachholen!
Don


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