Autor: mimPutz Thema: Kuriositäten  (Gelesen 2901 mal)

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xy

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Re: Kuriositäten
« Antwort #15 am: Mai 12, 2010, 04:13:57 Vormittag »
Zitat
........und die männliche form hostesse?  :rolleyes: hosteur? :blink:

Vielleicht: Hostier????

Und die weibliche Form des Portiers??????


"Schließerin"  :blink:

Offline HeyJo

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Re: Kuriositäten
« Antwort #16 am: Mai 12, 2010, 07:57:17 Vormittag »
   Portier    =    Portesse ?
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hony

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Re: Kuriositäten
« Antwort #17 am: Mai 12, 2010, 07:59:20 Vormittag »

Schließerin? - von mir aus......

Übrigens finde ich das Thema, immer interessanter, ich frage mich gerade, ob demnächst die Ehefrau in: Ehemännin
umbenannt werden könnte ???????

hony

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Re: Kuriositäten
« Antwort #18 am: Mai 12, 2010, 08:00:17 Vormittag »
   Portier    =    Portesse ?

Hört sich gut an, da kommt die Portesse mit der Portokasse.......

Was nehmen wir für Kassiererin????

Offline HeyJo

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Re: Kuriositäten
« Antwort #19 am: Mai 12, 2010, 08:13:36 Vormittag »
Kasserolle
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hony

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Re: Kuriositäten
« Antwort #20 am: Mai 12, 2010, 08:26:25 Vormittag »

Offline mimPutz

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Re: Kuriositäten
« Antwort #21 am: Mai 12, 2010, 09:57:01 Vormittag »
Liebe Zapfenzieherinnen und Korkenzieher,
es ist an der Zeit, unseren Beruf vom Geschlecht zu trennen!

Mal ehrlich: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Person, welche dem Flascheninhalt den Weg in die Freiheit bzw zur Verdauung öffnet?

Der Flaschenöffner ist ja nun wahrlich keine Person, sondern ein Werkzeug, und als solches sächlich.
Das Problem der Vermischung von Tätigkeit und Geschlecht hätte mit dem Aufkommen der Gleichstellung der Geschlechter bereinigt werden sollen, Sprachrevolutionen hat es ja mehrere gegeben in der Zwischenzeit.

Übrigens wurde die Gleichstellung von Mann und Frau tatsächlich auch im personifizierter Form legitimiert, leider finde ich die Zeitungsmeldung nicht mehr davon, dass ein nun erwachsenes Mensch die Erlaubnis bekommen habe, in seinem Pass "sowohl Mann als Frau" schreiben zu lassen.

Die Erscheinung ist übrigens gar nicht so selten, doch werden androgyne Babies normalerweise operativ in eine Richtung gezwängt. Man denkt, sie hätten es dadurch einfacher in der Kindheit mit der Akzeptanz bei den Mitkindern.

Gibt es eigentlich Fälle, in welchen Frauen in derselben Sprache dasselbe Wort mit einem anderen Geschlecht verstehen?
Da würden beispielsweise die Frauen die Mond und der Sonne sagen (so wie das französisch ist: Le soleil, la lune) und Männer müssten weiterhin der Mond und die Sonne sagen. Das wäre wirklich eine Kuriosität.



Aber mit der Androgynie hatte das Mensch schon immer Probleme. Bekanntlich sind viele Mollusken androgyn, darin liegt ein Geheimnis ihrer erschreckenden Fruchtbarkeit, aber dennoch sind die Schnecken alle weiblich in der Sprache.

Sprache ist eben manchmal nicht korrekt. Und Sprache ist ausgedrücktes Denken der Konvention, schließlich muss sie von allen verstanden werden.
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

Offline Alfi

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Re: Kuriositäten
« Antwort #22 am: Mai 14, 2010, 01:08:48 Vormittag »
"Bekanntlich sind viele Mollusken androgyn",  
:yes: :yahoo: schtimmt. aber wie unterscheiden wir sie?  :blink:  sprachlich? :cray: schneckIN und schneckERICH, :blink: :Helga: :Oskar: :Oskar:
« Letzte Änderung: Mai 18, 2010, 00:44:57 Vormittag von Alfi »
moin  ook

Offline mimPutz

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Re: Kuriositäten
« Antwort #23 am: Mai 14, 2010, 09:34:53 Vormittag »
Unsere Sprache stammt aus einer Zeit, in der man sich das Androgyne noch nicht vorstellen konnte.
Übrigens ist Gott falls existent auch androgyn, oder steht über jeder Differenzierung geschlechtlicher Art (wie das Gott ja als Ursprung aller Unterscheidungen über jeder Unterscheidung stehen muss.

Entsprechend sind sowohl "der Schneck" (in manchen Dialekten) wie "die Schnecke" in Gebrauch, aber das Mensch hat noch nicht gemerkt, dass man auch das Schneck sagen könnte.

Das Mensch ist ein Gewohnheitstier und das Umgangsmensch ist konservativ. Mit Mühe und Not passt man sich den neuesten Sprachregelungen an, oder auch nicht.
Man wollte Deutsch alles klein schreiben, ich pflege immer noch, Hauptwörter groß anzufangen, wenn ich es nicht vergesse.

Was meinst Du, wie lange es ging, bis ich mit "das Mensch" bei meiner eigenen Gewohnheit durch kam? Noch heute muss ich gelegentlich korrigieren.
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

Boettcher2

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Re: Kuriositäten
« Antwort #24 am: Mai 14, 2010, 10:09:09 Vormittag »
Der Flaschenöffner ist ja nun wahrlich keine Person, sondern ein Werkzeug, und als solches sächlich.
Das Problem der Vermischung von Tätigkeit und Geschlecht hätte mit dem Aufkommen der Gleichstellung der Geschlechter bereinigt werden sollen, Sprachrevolutionen hat es ja mehrere gegeben in der Zwischenzeit.

Die deutsche Sprache ist mit ihren Artikeln vor den Substantiven jedenfalls nicht leicht. Jetzt aber generell eine "Reform" der Artikel in bezug auf Geschlechtsneutralisierung zu erzwingen dürfte scheitern.
das Hammer, das Zange - so etwas bekommst Du nicht durch.
Es gibt ja bei einigen (zum Glück sehr wenigen Worten) selbst im deutschen Sprachgebrauch ungereimtheiten. Nutella z.B.
Zitat wiki: "Der Artikelgebrauch ist im Deutschen nicht einheitlich. Fast im gesamten deutschen Sprachgebiet       ist       sowohl „das“ als auch „die“ gebräuchlich.[2] „Der“ findet sich hingegen fast nur im äußersten Westen Deutschlands sowie in Ostbelgien und Luxemburg. In Südtirol kennt man dagegen nur „die“ Nutella.[2]

Der Hersteller Ferrero äußert sich zur Artikelfrage wie folgt: „Nutella ist ein im Markenregister eingetragenes Fantasiewort, das in der Regel ohne Artikel verwendet wird. Es bleibt jedem selbst überlassen, welchen Artikel er vor Nutella setzt.“

Offline mimPutz

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Re: Kuriositäten
« Antwort #25 am: Mai 14, 2010, 10:28:50 Vormittag »
Danke schön für die nutellarischen Weisheiten!

Die Milch als Getränk kann man auch wie jedes andere Nahrungsmittel als geschlechtslose Materialbezeichnung ohne Artikel verwenden: Gibst Du mir Milch? Möchtest Du Milch rein?
Oder "reich mal Butter rüber" ist genauso richtig wie mit "die Butter".

Zitat
das Hammer, das Zange - so etwas bekommst Du nicht durch.

Ich will sowieso nichts durchbringen, bin froh wenn ich mich so äußern kann, dass es jemand versteht. Aber ich bleibe dabei, das Mensch und das Gott zu schreiben und sagen. Da ich ansonsten die Regeln befolge, dürfte man darauf schließen, dass das in dieser Konsequenz mit Absicht geschieht und demnach eine Aussagen hat.
Und ich finde es lächerlich, wenn jemand Kätzin, Hennin, Kühin oder Stutin erfindet, was ja der Grund zur Überschrift ist.

Aber es gibt bestimmt noch viele unterhaltsame Kuriositäten. Die Geschlechterfrage in der Sprache ist bloß ein Einstieg gewesen.

Übrigens muss "kurios" nicht lustig sein, es kann durchaus auch erschreckend oder traurig sein.
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Boettcher2

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Re: Kuriositäten
« Antwort #26 am: Mai 14, 2010, 10:32:09 Vormittag »
ich wollte Dir auch nichts unterstellen  :Emma: und daß Du Dich auszudrücken verstehst, habe ich in Deinen Beiträgen schon mitbekommen. Auch wenn ich es nicht so kann wie Du und bei manchem Gedankengang von Dir etwas hinterherhinke - es ist immer wieder schön, etwas von Dir zu lesen  :yes:

Offline mimPutz

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Re: Kuriositäten
« Antwort #27 am: Mai 14, 2010, 11:06:17 Vormittag »
Danke.
Ich bin nicht so ein Sensibelchen, dass ich berücksichtigen müsste, dass Dein Lob unter "Kuriositäten" auch anders verstanden werden könnte  :winkewinke: :Oskar:

Jetzt muss ich aber mal eine echte Kuriosität suchen.....

http://www.sueddeutsche.de/reise/552/495874/bilder/

Zitat
Mitten in ... Sevilla

Ob es wirklich die Liebe ist, die stärker ist? Oder doch nur die Macht der Moden? Wer weiß. Fakt aber ist: Schon wieder hängt die Triana-Brücke, die sich in Sevilla über den Guadalquivir spannt, voller Vorhängeschlösser. Vor einigen Jahren hatten mutmaßlich italienische Erasmus-Studenten einen Brauch eingeschleppt, der darin besteht, zum Schwur ewiger Liebe Vorhängeschlösser an einer Brücke zu befestigen und den dazugehörigen Schlüssel in den darunter liegenden Fluss zu werfen.

Die Sitte beruht auf einer Szene aus "Ich steh auf Dich", einem Roman von Federico Moccia, und soll an der Milvischen Brücke in Rom erstmals gepflegt worden sein. In Sevilla wurde das Ganze zum Politikum, das Stadtparlament verfügte gar den regelmäßigen Einsatz von Bolzenschneidern.

Zur Freude örtlicher Schlossdealer. Schlösser mit langen Bügeln gehen prächtig.

(Javier Cáceres, SZ vom 31.10./1.11.2009)

Vorbild für die Vorhängeschlösser in Sevilla: Die Liebesschlösser auf der Ponte Milvio in Rom. Foto: AP

Das wäre nichts für mich, da bin ich einfach zu Freiheitsliebend.
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Offline mimPutz

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Re: Kuriositäten
« Antwort #28 am: Mai 17, 2010, 14:15:42 Nachmittag »
Böse Überraschung vom Amt
Von Christian Althoff
Detmold (WB). Stefan Jagusch (23) liebt Überraschungen, aber mit dieser hatte er dann doch nicht gerechnet: Dem Hartz-IV-Empfänger droht eine Kürzung der Bezüge, weil er Figuren aus Überraschungseiern sammelt.
Das erste Schokoladenei bekam er geschenkt, als er fünf war und mit seiner Mutter von Jena nach Detmold zog: »Da war dieser Zwerg drin«, sagt Stefan Jagusch und greift zielsicher nach einer Figur, die neben vielen anderen auf dem Wohnzimmertisch stehen. 400 habe er insgesamt, erzählt der Arbeitslose, der mit seiner erwerbsunfähigen Mutter zusammenlebt. »Diese Figuren sind unser einziges Hobby«, erzählt der Sohn, der von jedem Wochenendeinkauf zwei Überrraschungseier mit nach Hause bringt – allerdings nicht, ohne sie vor dem Kauf geschüttelt zu haben: »Wenn man einen dumpfen Schlag hört, ist kein Bausatz drin, sondern eine Figur.« Jagusch ist offenbar ein Experte: »Ich habe sogar schon Fälschungen entlarvt.«

Stefan Jagusch (23) aus Detmold sammelt Figuren aus Überraschungseiern. Das Hobby könnte den Hartz-IV-Empfänger einen Teil der staatlichen Unterstützung kosten, sollten sich begehrte Stücke in der Sammlung finden. Foto: Althoff

Die Leidenschaft des Detmolders blieb der Behörde »Lippe Pro Arbeit« nicht verborgen, denn Stefan Jagusch und vier weitere Sammler präsentieren ihre Ü-Ei-Figuren auf einer gemeinsamen Internetseite. Jagusch: »Die Beamten gehen wohl davon aus, dass ich teure Sammlerstücke besitze, denn in sechs Wochen haben Mitarbeiter des Amtes 188 Mal auf unsere Internetseite zugegriffen!« Im April bekam der 23-jährige schließlich Post von der Behörde: »Ich sollte den Wert meiner Sammlung angeben. Am Telefon wurde mir gesagt, dass meine Bezüge dann entsprechend gekürzt würden.«
Maike Delang, Sprecherin von »Lippe pro Arbeit«: »Wir wissen, dass es Figuren aus Überraschungseiern gibt, für die Sammler mehrere hundert Euro bezahlen. Solche Figuren wären natürlich ein Vermögen, das angerechnet werden müsste, und deshalb muss Herr Jagusch das Formular ausfüllen.«
Der Detmolder beteuert, dass unter seinen Figuren keine echte Trophäe ist und dass seine Plastikfiguren »vielleicht 100 Euro wert sind«. Seine Mutter Monika Jagusch (57): »Wir geben jede Woche etwa 1,50 Euro für Überraschungseier aus. Muss man davon so einen Vorgang machen?«
www.stefans-sammler-team.de
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Offline Petra

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Re: Kuriositäten
« Antwort #29 am: Mai 17, 2010, 15:07:56 Nachmittag »
Böse Überraschung vom Amt

Unfassbar  :diablo: Der Mann kann sich keinen Friseurbesuch leisten und nun wollen sie ihm die Bezüge kürzen, weil er Überraschungseierfiguren sammelt.......  :cray:




 

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