Autor: kunstmalerdon Thema: Ich lebe!  (Gelesen 2546 mal)

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Offline kunstmalerdon

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Ich lebe!
« am: April 14, 2016, 23:41:07 Nachmittag »
ICH LEBE!
Zwei kleine Worte mit nur sieben Buchstaben, aber was für ein überreiches Themenangebot steckt doch darin.
Wer ist denn dieser "Ich"? Und was sagt es genau aus, wenn ich davon ausgehe, dass ich lebe?
Ich mache mir meine Gedanken und suche andere Menschen, die ich ansprechen kann, damit ich zusätzliche Einsichten erhalte, denn sonst hätte ich nur meine eigenen Ansichten.
Ich freue mich dabei auf die Menschen – egal ob jung oder alt –die noch nicht so festgelegt sind, die noch neugierig sind. Die so wie ich die Welt voller Wunder erkennen. Die vor einer Rosenblüte verharren, weil sie in ihrem Innern noch weitere kleine Bewohner entdeckt haben.
Ich erwarte Kontakte mit Menschen, die bereit sind das Unerwartete zu akzeptieren.
Die Welt ist nämlich gar nicht so, wie sie ist. Sie ist vielmehr so, wie ich sie für mich erschaffe! Meine Wirklichkeit ist nicht nur die physikalisch beobachtbare Welt meiner unmittelbaren Umgebung bis hin zum fernen Weltall. Für mich gibt es viele, viele "Wirklichkeiten"!
 Das fängt schon an, wenn ich mir das betrachte, was ich bisher mit Materie  bezeichnet habe. Ein gewisser Einstein hat mir grundsätzlich schon vor  längerer Zeit klar zu machen versucht, dass es so etwas bei genauerer Betrachtung gar nicht gibt.
Und wenn ich meine Hand auf irgendeine Materie gelegt hatte und ich eine bestimmte Festigkeit zu erkennen glaubte, dann war seine Forderung ganz klar: "Schau nur immer genauer hin, dann erkennt jeder, dass das nur ein Beziehungsgefüge neuer Art ist!" Und diese Art von Beziehungsgefüge ist dazu noch einem beständigen Wechsel unterworfen. So etwas wie eine zusammenhängende Verbindung ohne einen materiellen Zusammenhang gab es in meiner bisherigen Weltsicht überhaupt nicht.
Vielleicht passt auch hier die Bezeichnung "Geist" besser.
Einen Geist konnte ich nicht greifen, aber ich versuchte ihn zu begreifen. Einstein hatte diese Erscheinung  eine begreifbare Möglichkeit genannt, sozusagen erstarrter Geist.  Aber es ist nur eine verdünnte Form von unendlich verfeinerter Energie und beruht auf etwas ganz anderem, nämlich "Lebendigkeit".
Diese andere Art von Wirklichkeit gibt es in noch sehr vielen Varianten. Ein Beispiel dafür ist die Psychokinese, die Möglichkeit, Gegenstände durch Gedankenkraft zu bewegen.
Solche Art von "Wirklichkeiten" wird von den meisten Menschen als nicht real angesehen. Natürlich auch nicht von den Wissenschaftlern. Das kommt vor allem durch ihre gewohnte starre Art zu denken.  Wenn es darum geht "Beziehungsstrukturen" aufzudecken, müssen diese Menschen immer zuerst an Substanzen denken.
Lasst uns einmal die Liebe als Beispiel nehmen. Liebe funktioniert in dieser Vorstellung als  eine Art von Beziehung zwischen den beteiligten Menschen. Dabei ist dann die Liebe selbst dieses "Dazwischenfunktionieren" überhaupt nicht "begreifbar"!
Es gibt dann nur den einen Ausweg nämlich sich selbst zu verlieben!

Viele dieser hier angesprochenen Erscheinungen sind durch einen veränderten Bewußtseinszustand zu erfahren. Dadurch kann ich mich nämlich in Wirklichkeiten bewegen, die mir sonst nicht zugänglich sind.
Im Normalfall hole ich mir meine notwendigen Informationen, indem ich die Welt durch ein kleines Fensterchen betrachte. Die Ergebnisse sind entsprechend.
Das Resultat ist dann, dass ich meine Welt als Abfolge von Ereignissen in der Zeit erleben muss. Und das muss so  nicht sein, jedenfalls nicht  in allen Fällen!.


Ich will gleich noch einmal darauf hinweisen, dass alles, was durch meine Wahrnehmungsorgane wahrgenommen wird genau auch durch diese individuell "verfälscht" wird. Um ein überprüfbares Ergebnis zu bekommen, muss der jeweilige Bezugsrahmen immer mit dem des anderen verglichen werden.
Des Weiteren stellt die Quantentheorie fest, es sei unmöglich "Impuls" und "Position"
eines Atomteilchens gleichzeitig genau zu bestimmen.
Man glaubt, dass das Bewusstsein des Untersuchenden, das Experiment beeinflusst.

Nun will ich noch einmal konkret darauf eingehen, was es heißt, wenn ich sage:
"Ich lebe!"
Das Besondere am Leben besteht darin, dass alles was es gibt eine Neigung hat nämlich "sich aufzulösen". Der Wissenschaftler bezeichnet das als  "ansteigende Entropie". Soweit ich weiß, haben alle geordneten Systeme die  Tendenz in einen Zustand der Unordnung zu verfallen. Und dabei geht alle zur Verfügung stehende Energie verloren.
Das gilt natürlich auch für meinen Körper. Also muss ich Materialien zuführen, die ich verwerten kann, das ist für mich mein tägliches Essen. Also Mineralien, Pflanzen und tierische Produkte. Pflanzen holen sich ihrerseits Mineralien aus der Erde. Die werden dann zusammengebaut in lebendige Zellen, die die Pflanze braucht um ihrerseits zu leben. Zusammen mit den Tieren die Pflanzen fressen baue ich diese dann in meinem Körper in fleischliche Proteine um. Das geht im Allgemeinen mit einer sehr hohen Ordnung einher. Die DNS meiner Chromosomen macht kaum Fehler dabei. Das sehe ich schon daran, dass ich kaum Menschen begegnet bin, denen die Finger aus den Ohren wachsen, oder bei denen die Augen im Po versteckt sind.
Unsere Wissenschaftler nennen das "negative Entropie", wenn ich dadurch meine Erscheinungsform relativ geordnet während meines Lebens im Spiegel beobachten kann. Und wenn ich irgendwann dann doch sterbe, denn verschwindet die Ordnung schaffende Lebensenergie und mein Körper verwandelt sich innerhalb von wenigen Tagen in einen zerfallenden Haufen. Im Grab zerfällt dann alles in noch einfachere Strukturen und damit habe ich meine Schulden an die Erde "bezahlt". Denn von da hatte ich mir ja alles geborgt.

Aber da gibt es ja noch etwas von "Ich"! Jede Sekunde meines Lebens habe ich aus meiner Umgebung Informationen aufgenommen und gespeichert. Das geschieht in der Form geordneter Energie. Hier entwickele ich im Laufe meines Lebens mein "Höchstpersönliches Ich", das was mich jetzt als "Don" kennzeichnet.
Der Sack voller "Ich" ist nicht materieller Natur aber man könnte sagen er stellt sich als die "Persönlichkeit Don" dar, die unabhängig von meinem ehemaligen Körper übrig geblieben ist. Diese "Persönlichkeit Don" fließt ein in das "Große Becken", dass die gesamte Menschheit seit Beginn ihrer Existenz gebildet hat. Das geht heute noch genauso, wie es vor unendlich langer Zeit einmal begonnen hat.
Mein Körper ist dann zurückgekehrt zu der Materie der Erde, wo er hergekommen ist und meine Seele oder Psyche oder wie immer es genannt werden mag ist zurückgekehrt in dem großen allgemeinen "Informationskörper".
Fühlt sich  dieser Teil von "Ich" im Laufe der Zeit doch noch nicht  so vollkommen wie es sein könnte, na dann schaut er sich um, wo gerade ein Körper sich bereit macht im Mutterbauch zu wachsen. Er sucht sich dann solche Eltern aus, bei denen es wahrscheinlich ist, dass die ihm fehlenden Informationen in deren Baby mal erworben werden können. Und wenn es beim ersten Mal nicht klappt, dann macht er eben einen weiteren Versuch in einem noch späteren Baby erneut bis er das erworben hat, was der Natur noch gefehlt hat.



Welchen Namen ich dieser Natur gebe zum Beispiel "Universeller Geist" oder "Allumfassender Gott" oder wie auch immer ist dabei  nicht so wichtig.
Ich selber benutze für mich den Ausdruck Schöpfer, weil ich noch nichts Besseres gefunden habe, was mich in meiner Darstellung so wenig wie möglich einschränkt.


Alles hängt mit allem zusammen.

Diesen Satz höre ich immer wieder und in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen.
Er scheint also sehr modern zu sein.
Ich habe mich gefragt, was bedeutet das aber für mich selber eigentlich?
Meine Gedankengänge in diesem Bereich möchte ich ein wenig nachvollziehbar machen.
Kommst Du mit auf einen etwas ungewöhnlichen Spaziergang in meinem Kopf?
Gut, ich freue mich darauf.

Ich habe hier den Weg über die Schrift gewählt, um mit Dir in Kontakt zu kommen.
Viel lieber ist mir der auch viel häufiger gewählte Weg über unsere gemeinsame Sprache. Wie fing denn das seinerzeit an?
Biologisch gesehen sind wir Abkömmlinge aus der Tierfamilie der Affen. Aber Unterschiede gab es schon: Aufrechter Gang, die Fähigkeit Hammer und Meißel als Werkzeuge zu erdenken und herzustellen und vor allem richtig zu benutzen verdanken wir der stärkeren  Ausbildung unseres Gehirns. Denn dadurch lernten wir auch unsere Sprache. ? Wir Menschen haben sehr wahrscheinlich ganz am Anfang erstmal nur die Möglichkeit gehabt ein Lächeln zu entwickeln. Wer interessiert ist, diesen Teil unserer Entwicklung genauer kennen zu lernen, der sollte sich  bei Charles Darwin Mal etwas umschauen. Eigentlich kein perfekter Wissenschaftler, aber ein toller Beobachter mit guten Schlussfolgerungen.
Wir gehören also zu den homo sapiens, sapiens eine Nachfolgeart des
Cro - Magnon – Menschen und wir besiedelten seit 120 000 Jahren langsam die ganze Welt.
Und wir lernten auch unsere Sprache. Wir Menschen haben sehr wahrscheinlich ganz am Anfang erstmal nur die Möglichkeit gehabt ein Lächeln zu entwickeln. Dann entdeckten wie dass diese Öffnung in unserem Kopf sehr gut funktionierte, um Geräusche herzustellen. Mit dem Lächeln hatten wir so etwas wie eine "Vorbotschaft" von Friedlichkeit und sogar Freundlichkeit zu übermitteln. Dann entwickelten wir die Geräusche bis zum heutigen "Hauptverständigungsmittel"!
Was geschieht denn bei der Geräuschherstellung?

Wir haben gelernt die Luft zu bewegen. Jede komprimierte Luftbewegung rast nun mit ca. dreihundertvierundvierzig Metern pro Sekunde in der Luft  um die Welt.
Selbst rhythmische Handbewegungen, die einen Ton erzeugen sind eine akustische "Störung" der Ruhe. So eine Störung kann aus unterschiedlichen "Frequenzen" bestehen. Dagegen ist ein "Ton" ein Geräusch bestehend aus nur einer Frequenz. Und es gibt auch Töne, die wir als Menschen gar nicht wahrnehmen. Wenn die Frequenz zu niedrig ist (Infraschall). Wir Menschen können ihn dann nicht mehr "hören", aber dennoch wahrnehmen. Besonders durch die tieffrequenten Vibrationen, die zusammen mit Infraschall auftreten können, besteht bei längerer Einwirkzeit und sehr hohen Schwingbeschleunigungen sogar die Möglichkeit von Blutungen von inneren Organen.

 
Hier haben wir eine der Möglichkeiten, von der schon angedeuteten Wahrnehmung andersartiger "Wirklichkeiten"! Das bedeutet diese "Wirklichkeiten" sind eben solche, aber unsere bis heute entwickelten Wahrnehmungsorgane nehmen diese Geschehnisse nur in einer uns unbewussten Möglichkeit zur Kenntnis.

Aber Du könntest noch viel seltsamere Möglichkeiten benutzen, um Geräusche zu erzeugen, die kaum einem bekannt sind. Nimm doch mal ein einfaches Stück Draht, verbinde seine Enden mit einer Batterie, mach einen Schalter dazwischen und betätige ihn. Mein ehemaliger Lehrer hat mir glaubhaft versichert, dass jetzt einige Dinge nacheinander geschehen.
Da fließt erstmal ein Strom von der einen Batterieseite zur anderen. Dabei entsteht ein magnetisches Feld das von einer Batterieseite zur anderen rast. Und zwar mit ca. 300 000 km/ s rast der jetzt bis in die Unendlichkeit, von deren Existenz  ich nur vom Hörensagen weiß. Dabei heizt der Draht sich auf.
Und was Dir wohl kaum jemand klar gemacht hat ist dies: Alles, was sich ausdehnt drückt dabei seine Umgebung (hier die Luft) zur Seite und macht Krach! Und dabei entstehen so genannte "Gravitationswellen". Das weiß eigentlich jeder der dies studiert hat. Diese Wellen erzählen jetzt der ganzen Unendlichkeit, was Du da grade verursacht hast. Ja, zugegeben, die Wirkung ist unendlich gering, diese Wellen sind ja auch unendlich klein, aber selbst diese kleinen Wellen erzählen allen Welten innerhalb unserer Atmosphäre was Du da grade gemacht hast. Und die Gravitationswellen tragen diese Tagesneuheiten sogar bis an das Ende des Universums.
Da kannst Du aber auch stolz sein, jetzt zu wissen, dass selbst solche Kleinigkeiten von Dir ausgehend in großen Entfernungen noch irgendjemanden beeinflussen. Dabei kommt es gar nicht darauf an, ob dieser "irgendjemand" das zur Kenntnis nimmt oder nicht.
Alles hängt mit allem zusammen, als ich das endlich so annähernd kapiert hatte, veränderte sich auch mein gesamtes Weltbild.
Lass diese Einsicht erstmal so ganz langsam bei Dir selber Platz nehmen und vielleicht erzählst Du mir ja auch mal, ob das nicht doch ganz interessant ist zu wissen.
Ich freue mich über so etwas!
Don
 





kunstmalerdon

Offline Schwanengesang

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Re: Ich lebe!
« Antwort #1 am: September 09, 2017, 19:31:18 Nachmittag »
Ja, lieber Don, Wahrheit und Wirklichkeit erscheinen uns als Spiegelbilder des Geistes. Hierzu ist es unbedingt zwingend erforderlich, daß beides unablässig verpaart bleibt, so daß wir es als Eins überhaupt erst erkennen können.
Was aber, wenn der Geist Wahrheit und Wirklichkeit nicht anerkennen will bzw. kann, sich in einen Zustand der Art eines Traumes versetzt und die Realität für einen Alptraum hält aus dem er erwachen möchte?
Stell Dir vor, du schläfst und träumst absoluten Mist, durch den du sogar sehr oft weinend aufwachst. Beruhigst du dich, spürst du, wie dich die Decke dieses Traumes langsam wieder zudeckt.... es geht weiter.... In diesem Traum reden dir verschiedene, alle Personen, denen du normalerweise vertrauen würdest ein, das rosa Nielpferd zu sein und sie können dir helfen, wieder Don zu werden. Freunde bedauern dich und wünschen Kraft. Plötzlich siehst du dich als Auster, die begierig betrachtet und untersucht wird... und jeder ist scharf auf ihre Perle...., die sie Dir rausschneiden.
Und in diesem Traum fragt dich dein Gehirn, warum sie dich angucken, deinen Namen kennen, mit dir machen und tun...um dir was zu beweisen - denn du kannst gar nicht wirklich gemeint sein, du weißt, es ist ein Irrtum, unwahr, unwirklich - weil du ja träumst.
Irgendwo in einer fernen Ecke deines Gehirns weiß der Verstand, daß dein Alptraum real, wahr und wirklich ist, doch der Geist sperrt sich, macht zu.

Vielleicht auch anhand eines anderen Beispiels nachvollziehbarer: Du wirst in der Wüste samt Reisegrüppchen entführt von üblen vermummten schwarzen Gestalten mit Gewehren. Du sitzt inmitten der anderen und um dich Geschrei, Schießen, Todschießen.... Und dein Geist sagt zu dir:
"Was ist das hier alles für ein Mist, dieses Geplärre und Krawall will ich jetzt nicht! Laß dir mal die Fernbedienung geben und schalte auf Naturdokumentation um!" Und dein Geist fordert dieses "Schalte doch endlich um oder diesen Mist ab!" ununterbrochen weiter, selbst noch, wenn als du später im Flugzeug sitzt...

Deine Gedanken sind wunderbar in allen vier Dimensionen und aus verschiedenen Betrachtunsweisen logisch konsequent nachvollziehbar.
Doch wenn der Geist sich mit einer Art von Milchglasscheibe fest umschließt, um sich vor der Realität zu schützen und dir nur das winzige Luftlöchlein läßt (dieses hintere Eckchen im Gehirn)?

Ich spreche nicht von psychopathologischen Besonderheiten, bei denen alle Brücken zur Realität abgerissen sind.
Ich rede von psychischen bzw. geistigen Traumatas.

Und hier sehe ich einen tiefen Riss durch deinen gedanklichen Raum gehen...

LG von deiner Spanierin









 

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