Autor: kunstmalerdon Thema: Politiker und das Denken  (Gelesen 632 mal)

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Offline kunstmalerdon

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Politiker und das Denken
« am: Mai 26, 2015, 05:39:54 Vormittag »
Politiker und das Denken
Gestern habe ich mich hingesetzt, um meine Gedanken einmal zu ordnen und niederzuschreiben. Da kam mir aber sofort die Unsinnigkeit meines Ansatzes vor Augen. Warum sollte ich meine Gedanken hinschreiben, wenn es doch erwiesen ist, dass fast niemand Gedanken lesen kann?
Wenn ich allerdings versuche, meine Gedanken im Kopf zu ordnen, dann muss ich sie aber auch irgendwie hin- und her schieben. Das Ergebnis sind dann häufig „verrückte“ Gedanken. Und jetzt, wo ich versuche meine Gedanken in Worte zu fassen, stelle ich fest, dass meine Worte häufig vom ursprünglichen Inhalt meiner Gedanken abweichen. Daraus schließe ich, dass sogar meine eigene Sprache nicht geeignet ist, meinen Gedanken in seiner ganzen Vollkommenheit wiederzugeben.         

Manchmal scheinen mir die Gedanken davonzulaufen. Aber andrerseits gibt es auch Gedanken, die mich verfolgen. Ich kann auch den Gedanken verfolgen, aber mir ist es noch nie gelungen einem meiner Gedanken davonzulaufen.
Ein geflügeltes Wort sagt ja: „Gedanken sind frei“ Aber wenn ich dann mal feststelle, dass ich mich in meinen eigenen Gedanken gefangen habe, habe ich mich dann in meiner eigenen Freiheit gefangen? Es ist dann wohl besser, dass ich meinen Gedanken hin und wieder mal ein wenig Freiheit lasse. Sie müssen wohl auch mal „an die frische Luft!“ Dort werden sie den überflüssigen Gedankenmüll und Seelenabfall auch los.
Den guten Gedanken kann dabei gar nichts passieren, denn die wirklich „guten“ haben gar kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Gelegentlich fühle ich mich wie ein gewohnheitsmäßiger Suchtdenker. Ich kann dann nicht aufhören immerzu zu denken. Brecht hat ja mal festgestellt:„Denken ist eines der größten Vergnügen der Menschheit!“  Und manchmal meine ich, die Menschen sind in dem Bereich gar nicht so sehr vergnügungssüchtig!
Das gilt besonders für die Politiker. Dort setzen sich ja sowieso nicht die besten Gedanken durch, sondern die Gedanken derer, die am lautesten denken können und diejenigen, die sich selbst am besten durchzusetzen verstehen. Und einer dieser Politiker hörte einmal, was er selbst sagte und traute seinen Ohren nicht und danach sagte er: „Ach Gott, manchmal möchte ich das auch denken, was ich am Micro so von mir gebe.“
Und nun endlich bin ich beim Thema: Welche Zusammenhänge gibt es zwischen „Denken und Gedanken“ einerseits und andrerseits den „Politikern.“ Also ich widerspreche zuerst mal der häufig vorgetragenen These, dass Politiker überhaupt nicht denken können. Jeder Politiker denkt -  an die nächsten Wahlen.
Und die meisten Politiker sind sehr „vielversprechende“ Politiker. Aber einen Politiker, der immer die Wahrheit spricht, den gibt es offensichtlich nicht. Na klar, sonst wäre er ja kein Politiker geworden. Ja, und was sind nun eigentlich Politiker? Das sind wohl die höchstbezahlten Arbeitsscheuen. Sie durchbrechen gelegentlich die „Schwallmauer“, rennen offene „Hintertüren“ ein.
Sind Politiker „Volksvertreter“? Bei manchen würde „Volksverräter“ besser passen, denn sie sind häufig wie Apfelsaft; „Naturtrüb und käuflich“.
Das einzige, was diese Art von Politikern noch verändern wollen ist ihr Einkommen, und dabei sind sie nicht an „Weisungen“ gebunden – höchstens an „Überweisungen“.

Seltsam kommt es mir vor, dass diese Art sehr viel eine Floskel verwendet wie „Ich nehme an…“.Diesen „Vertretern“ glaube ich nur noch eines: „ihre Kontonummer“. Ich habe Politiker eigentlich noch nie „quietschen“ hören. Aber immer wieder lassen sich welche „schmieren“!
Was haben diese Art Politiker für ein Leben? Es stimmt doch: Jeder ist, was er denkt; und jemand, der nur noch an Macht und Geld denkt? Naja. Alles, was wir sind entsteht aus unseren Gedanken. Ich forme meine Welt mithilfe von meinen Gedanken. Das sagte schon Buddha!
Und wenn „Denkvermögen“ ein wirtschaftliches Gut wäre, dann wäre es nur konsequent, wenn diese Damen und Herren ihren Konkurs anmelden müssten wegen „Vermögenslosigkeit“.
Solche Art von Politiker sollte schnellstens gehen. Aber viele von denen können das offensichtlich nicht einmal mehr. Die treten nicht freiwillig zurück. Die müssen dann eben „getreten werden“. 
Aber sind diese Art Politiker erst mal im Amt, betrachten sie sich als “Klebewesen“. Diese Herrschaften sind von der „schweigenden  Mehrheit“ gewählt worden. Das sagt doch schon viel! Und nicht vergessen: Sie sind damals „gewählt“ worden, nicht „geweiht“!
Aber sie haben in der Diktatur sogar direkt das „Sagen“. Heute haben wir Gottseidank eine Volksherrschft, eine Demokratie, da sagen uns die Politiker ganz klar, wer jetzt das Sagen hat!
Manchmal vergleiche ich die Politiker mit den Tauben. Sind die unten sie fressen uns aus der Hand, sind sie oben  „bescheißen“ sie uns.
Und dann lehren sie uns den Unterschied erkennen zwischen Weinen und Heulen! Wozu ist  heute noch das Streben nach Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit, ja Bescheidenheit nötig? Überhaupt nicht, unsere Politik  ist zurzeit „tugendfrei“. Wir erleben heute ja im Augenblick schon die Korrumpierung der Korruption. Jeder  Regierungswechsel ist heutzutage nur die Fortsetzung der Politik mit anderer Mittelmäßigkeit.
Da kommt eine  neue Partei und gibt eine Losung aus “Mehr Transparenz, mehr Bürgerbeteiligung!“ Aus der Vergangenheit und aus  dem Bereich Wildschutz haben wir gelernt vorsichtig zu sein: Losungen sind nämlich häufig nur „Scheiße“! 
Solche „Beteuerungen“ der Politiker sind sehr oft nur „Verteuerungen“ für den gemeinen Bürger! Und es lässt tief  blicken, wenn die Transparenzbemühungen in der Forderung gipfeln im Bundestag die Toilettentüren zu entfernen. 
Es gibt Politiker die sprechen so „hochquallifizerrt“, daß kaum einer sie versteht. Die wollen dann sogar als gebildet  gelten. Aber wenn ein Mensch sich dumm anhört, dann ist er es auch meistens.
Einer von diesen Herren sagte  einmal in einer Diskussionsrunde im TV: „Wenn sie mich jetzt richtig verstanden haben, dann hat dieser Satz  seine Bestimmung verfehlt“ 
Da gibt es aber auch manchmal sehr sprachgewandte Politiker. Einer- ich will den Namen nicht nennen- der konnte  in fünf verschiedenen Sprachen fließend auf Fragen antworten, die niemand gestellt hatte und dabei ganz dreist  überzeugend lügen! Solche Herren schaffen einen „Belügerungszustand“ und spielen auch in der  „Bundeslüga“, denn sie umschreiben das Wort „Lügen“ mit „Wahlversprechen!“
Es bleibt dabei, ein Politiker, der  sagt er weiß was er tut, der lügt auch sonst!  Der Volksmund meint: „Politik und dumme Sprüche kommen aus derselben Küche.“

Manche unserer Volksvertreter setzen auf die „Nachdenklichen“! Das ist ja auch verständlich, denn die sind  harmlos, weil sie immer wieder zu spät dran sind. Gefährlich sind dagegen die „Vordenker“!  Wenn wir jetzt mit dieser Politikerkaste dennoch glücklich werden wollen müssen wir ganz einfach unsere Welt  ändern. Oder aber unsere Gedanken. Ich glaube das letzte ist leichter. Obwohl: Sich Gedanken machen und  Denken sind Dreierlei! Manchmal bin ich ganz arglos beim Denken. Arglose denken sich nichts beim Denken!  Aber was denke ich eigentlich, wenn ich nichts denke? Was würde z. B. eine Biene denken, wenn sie wie ein  Mensch denken könnte? Vielleicht „cogito ergo SUMMMM“!!!
Solch dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie, sagt Wilhelm Busch,
Aber ich bin stolz auf  meine Gehirnwindungen, die nicht erlauben, dass selbst so abstruse Gedankenspielereien sich nicht in alle vier  Winde zerstreuen können. Für mich gibt es keine unnötigen Gedanken. Wenn ich einen Gedanken mal nicht mehr  brauche, dann streichele ich ihn mir aus meinem Kopf. Nicht wie manche, die ihn sich aus dem Kopf schlagen! 
Und was ist in diesem Zusammenhang ein Gedankenstrich?  Oder aber ein Schlußstrich durch meine Gedanken. 

Noch eine Idee für Dich heute Nacht im Traum: Mal Dir mal aus, dass wir Menschen Gedanken unserer Erde  wären!!  (Don)
kunstmalerdon

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Re: Politiker und das Denken
« Antwort #1 am: Mai 26, 2015, 17:12:08 Nachmittag »
Sehr guter Beitrag!

Dazu aus meinem Merkheft:

Der Bauch trifft die Entscheidung,
der Kopf liefert nur die Begründung.
Wer Glück sucht
muß sich zuerst selbst finden.

 

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