Autor: kunstmalerdon Thema: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?  (Gelesen 1501 mal)

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Offline kunstmalerdon

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Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« am: August 20, 2009, 15:00:04 Nachmittag »
Um gleich deutlich zu sagen, was ich als Wunder ansehe, definiere ich jetzt einmal für diese Fragestellung: Wunder ist  ein Ereignis, das sich nicht mit den Naturgesetzen erklären lässt.
Ich weiß auch, dass vieles in der Welt wunderbar ist, ein Sonnenaufgang, ein nächtlicher Mondschein, eine Blume oder die Liebe von Menschen zueinander. Ich bin mir dieser Art von Wundern durchaus bewusst, frage aber nach anderen „Wundern“.
Ich bin der Ansicht, dass wir uns angesichts von Wundern selbst verändern. Wenn wir selbst ein Wunder vollbringen sind wir meist “von den Socken“, welche ungeheuren Fähigkeiten oder welche immense Kraft wir doch haben.
Wenn wir nur Zeuge eines Wunders sind, geschieht es häufig, dass wir den Wundermacher selbst bewundern, aber uns selbst als zu schwach oder unfähig einstufen, um mit dem Wundermenschen mithalten zu können.
Wunder erleben wir häufiger bei bestimmten Heilungen. Aber das ist durchaus nicht der einzige Bereich in dem sie geschehen können. Einen eindrucksvollen Bericht über eine Wunderheilung kann jeder in dem autobiografischen Buch nachlesen, das der Autor von „Sieben Jahre in Tibet“ Heinrich Harrer veröffentlicht hat. Andererseits sind auch viele Fälle von Spontanheilungen, die sich die behandelnden Ärzte nicht erklären können.
Viele Menschen haben schon von den Wundern gehört, die ein gewisser Jesus vollbracht hat. Das gleiche gilt für Buddha. Diese beiden sollen stellvertretend stehen für unendlich viele aus dem Bereich „Religion“. Beide stehen in unserer Vorstellung als Beispiel für Wunder. Wenn wir eine scheinbar unmögliche Aufgabe vollbringen sollen, wird schon mal zurückgefragt: „Bin ich Jesus?“ Aber gerade der und auch Buddha erzählen dem, der wirklich zuhören kann, dass jeder diese Wunder vollbringen kann. Jesus sagt:  „Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun“.
Und Buddha war der Meinung, dass seine Wunder nur dem wunderbar erscheinen, der noch nicht erkannt hat, wie das Universum funktioniert.
Aus unserem heutigen Erkenntnisstand erzählt Jesus hier etwas von den Spiegelneuronen. Diese Rezeptoren tun nämlich viel mehr als nur auf Reize zu reagieren. Nach dem Wissenschaftsautor Jonah Lehrer sind sie „plastisch und bereit ihre kortikalen Netzwerke unseren Sehgewohnheiten anzupassen“. Das bedeutet, wenn wir Zeuge eines Wunders werden, dann hebt dieses Wunder uns auch  heraus aus allen Einschränkungen, die wir uns bisher auferlegt haben, oder die wir beigebracht bekommen haben.
Fazit: Die Beobachtung eines Wunders kann uns vorbereiten, dieses Wunder auch in unserem Leben Realität werden zu lassen.
Manche Wunder geschehen, wenn wir selbst in einem Ausnahmezustand oder in einer Ausnahmesituation sind.
Dafür die verbürgte Schilderung, wo eine bei einem Autounfall selbst verletzte Frau in der Lage war, das zwanzigfache ihres Körpergewichts um cirka 15 cm anzuheben. Ihr Mann lag nämlich mit einem Bein eingeklemmt unter seinem verunglückten Auto, und das brennende Auto drohte jeden Moment zu explodieren. So konnte ihr Mann gerettet werden.
Andere Arten von Wunder geschehen, wenn jemand sich vorbereitet, um ganz bewusst bisherige Grenzen, die als unüberwindbar galten doch zu überwinden. 
So zum Beispiel Amanda Dennison, die überzeugt war über eine Strecke von fast 70 Meter auf glühenden Kohlen laufen zu können ohne dabei verletzt zu werden, und die es tatsächlich auch schaffte. Sie wird heute als offizielle Weltrekordhalterin in diesem Bereich geführt.
Deutsche Forscher überprüften  die Bedingungen bei einem Feuerlauf mit einer Videokamera. Die Mitarbeiter des Max-Planck-Institutes für Verhaltensphysiologie in Seewiesen maßen  eine "Kontaktzeit mit der Glut" von 0,25 bis 0,8 Sekunden pro Schritt. Und sie hatten auch nicht vergessen, die Temperatur der Glut zu messen:  240 bis 438 Grad.
Wer selbst überzeugt ist, dass er nichts weiter braucht als eben seine feste Überzeugung, dass er sich nicht verletzt, kann sich selbst überprüfen.
Die älteste verlässliche Messung über den Lauf von einer Meile stammt vermutlich vom 26. Juli 1852. Charles Westhall stellte den damaligen Weltrekord auf mit 4 Minuten und 28 Sekunden. In den nächsten Jahren wurde er mehrfach verbessert, aber alle Verbesserung wurden nur mit einer Zeit unter vier Minuten gemessen. Als diese Zeit über mehr als hundert Jahre lang nicht gebrochen wurde, stand auch für die Mediziner dieser Zeit fest, dass der Mensch nicht in der Lage sei, diese Strecke unter vier Minuten zu laufen.
Am 6. Mai 1954 jedoch geschah das scheinbar Unmögliche. Roger Bannister brach den Rekord mit exakt 3 Minuten und 59,4 Sekunden.
Das alleine ist kein Wunder, aber  es ist ein gutes Beispiel für die Macht der Überzeugung. Nur acht Wochen später unterbot der Australier John Landy diese Zeit mit  3 Minuten und 57,9 Sekunden. Und von nun an wurde dieser Rekord weiterhin so ca. zwanzig Mal verbessert.
Weil über 100 Jahre niemand den Rekord unter vier Minuten geschafft hatte, galt er nach allgemeiner Überzeugung als nicht mehr unterbietbar.
Aber sobald diese Überzeugung einmal gebrochen wurde, sobald auch nur einer das scheinbar Unmögliche schaffte, hat diese Leistung anderen „erlaubt“ ebenfalls diese Leistung zu erbringen.
Roger Bannister ist sein Vorhaben bewusst logisch angegangen. Seine Trainingsmethoden hat er allerdings unterstützt, indem er in seine Rennschuhe  die Zeit schrieb, die er laufen wollte. Er selbst hat sich später dazu geäußert, dass er den vorher bestehenden Rekord nicht als ein Hindernis ansah, als eine Grenze, sondern als ein Maßstab, den er selbst schon ähnlich schnell lief und den er nur um Sekundenbruchteile zu unterbieten  vorhatte.
Mit einer solchen Vorstellung verhilft mir mein Verstand scheinbar Unmögliches zu vollbringen.
Beispiele dafür kann es in jedem Bereich des täglichen Lebens geben. Wer kann mir von seinen Wundern berichten?
kunstmalerdon

Offline Hansjoachim

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #1 am: August 20, 2009, 15:50:38 Nachmittag »
Eine Kurzmitteilung von bitterlich:

Warte nicht auf ein großes Wunder, sonst verpasst Du viele kleine.
Wenn selbst die (fast) allwissenden Ärzte ahnungslos werden, merkt der Mensch schnell, dass er nur ein Staubkorn ist.

shakayaskatze

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #2 am: August 21, 2009, 01:44:54 Vormittag »
 :blink: :biggrin:
Wunder dauern etwas länger.....!!!! <> als die Realtität!
« Letzte Änderung: Dezember 15, 2009, 07:48:08 Vormittag von fair-play »

xy

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #3 am: August 21, 2009, 04:06:46 Vormittag »
@kunstmalerdon gegenfrage wie erkennt frau/mann eines?

Offline kunstmalerdon

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #4 am: August 21, 2009, 11:59:09 Vormittag »
Wie man Wunder erkennt?
Na, z. B. wenn eine schwerverletzte Frau neben Dir steht und das Auto , unter dem ihr Mann liegt anhebt, so dass er sich retten kann und das Auto anschliessend von Dir nicht einen cm hoch gehoben werden kann.
Oder wenn eine Frau auf glühenden Kohlen ca. 70 m weit barfuss laufen kann ohne sich zu verletzen. Und wenn Du es dann versuchst, hältst Du Dir schon nach 10 Metern die Nase zu, weil die verbrannten Füße so intensiv riechen.
Ich suche die Schilderungen von Menschen die ein solches Wunder selbst erlebt haben und nicht nur die Schilderungen von Wundern in Medien.
Ich wünsche Dir, dass Deine Partnerin nach einer schönen Nacht mit Dir sagt: "Schatz, Du hast mich wirklich glücklich gemacht!" Das ist zwar wunderbar, aber diese Art Wunder kommen (hoffentlich) zu häufig vor.
Don
kunstmalerdon

Offline kunstmalerdon

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #5 am: August 21, 2009, 12:03:04 Nachmittag »
@Shakayaskatze

Ich glaube, ich kann nur dann Realist sein, wenn ich an Wunder glaube. Ich gehe immer noch davon aus, dass sie geschehen, dass wir aber gelegentlich Angst haben, sie zuzugeben, weil sich dann unser ganzes Weltbild ändern würde.
kunstmalerdon

shakayaskatze

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #6 am: August 21, 2009, 22:31:44 Nachmittag »
@Shakayaskatze

Ich glaube, ich kann nur dann Realist sein, wenn ich an Wunder glaube. Ich gehe immer noch davon aus, dass sie geschehen, dass wir aber gelegentlich Angst haben, sie zuzugeben, weil sich dann unser ganzes Weltbild ändern würde.

Damit hast Du schon Recht!
Ich persönlich glaube ganz fest daran, dass es Wunder gibt bzw. Wunder geschehen können, wenn man nur daran glaubt. Ich habe schon oftmals in meinem Leben Situationen erlebt, in denen ich manchmal nicht wusste:" OH Gott wie schaff´ich das! " Und dann geschah auf einmal ein Wunder! Ich schaffte auch die schwierige Situation wieder."

Ich denke, es ist sehr schwer zu beschreiben, was ganz genau ein Wunder ist; es gehört sehr viel einfühlungsvermögen dazu, überhaupt zu erkennen, dass man ein Wunder erlebt hat.

LG

Offline Hansjoachim

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #7 am: August 22, 2009, 12:17:28 Nachmittag »
Wenn selbst die (fast) allwissenden Ärzte ahnungslos werden, merkt der Mensch schnell, dass er nur ein Staubkorn ist.

hony

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #8 am: August 22, 2009, 17:44:16 Nachmittag »

Schwierige Situationen, die ich meistern kann, obwohl es davor so scheint, als seien die Probleme nicht zu bewältigen, die schaffe ich aus eigenem Antrieb.
Allerdings oft, weil ich mich vorher kundig mache, mich mit Freunden kurzschließe, um Infos zu erhalten.
Als Wunder kann ich das nicht bezeichnen.
Obwohl ich doch schon fasziniert war, über manche Hürde, die ich überwinden musste - die ich tatsächlich hinter mir ließ.
Das gibt einem doch Auftrieb, Kraft sozusagen.
Ein Wunder kanns für mich deshalb nicht sein, weil ich eigentlich nicht gläubig bin.
Da fallen Wunder flach.

Ich bezeichne es eher als Glück. Das hat man mal mehr, mal weniger.
Es gibt auch lange Strecken, in denen man Niederlagen erlebt - das ist dann Pech - warum auch immer......

Was wäre denn dann das Gegenteil eines Wunders?

Normalerweise haben wir doch in unserem täglichen Leben für jede Assoziation, für jeden Begriff ein Gegenteil - was wäre das dann bitte? - Pech?

Offline Teufelchen

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #9 am: August 30, 2009, 14:04:11 Nachmittag »
Selbstverständlich gibt es Wunder!
Und sogar so häufig, dass 'man' sie gar nicht realisiert!
Denn um solch ein Wunder registrieren zu können, braucht man einen wachen Geist, großes Interesse und ständige Aufmerksamkeit.

Was ich persönlich an Wundern erlebt habe - sprengt den Rahmen solch eines Forums.
Allein meine schweren Krankheiten in den letzten 2 Jahren - mit deren Wunderheílungen ich nicht weiter langweilen möchte, da ich sie bereits diverse Male (auch in diesem Forum) beschrieben habe - veranlassen meinen Hauarzt nach wie vor, bei der Begrüßung den Satz abzusondern: Wie denn - leben sie immer noch!?

Mal ganz abgesehen von dem steten Wunder Natur - an das wir uns längst gewöhnt haben - gibt es Wunder allerorten - denn Zufälle - wie wir oft versucht sind, unsere alltäglichen Wunder zu benennen - gibt es nicht - Zufall ist das Pseudonym Gottes.

Auch ein sogenanntes 'Glück', welches einem widerfährt - ist im Grunde ebenfalls ein Wunder - man muss es sich nur genauestens anschauen, um es als solches zu erkennen.    :kiss:



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xy

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #10 am: August 30, 2009, 15:47:24 Nachmittag »
Selbstverständlich gibt es Wunder!
Und sogar so häufig, dass 'man' sie gar nicht realisiert!
Denn um solch ein Wunder registrieren zu können, braucht man einen wachen Geist, großes Interesse und ständige Aufmerksamkeit.

Was ich persönlich an Wundern erlebt habe - sprengt den Rahmen solch eines Forums.
Allein meine schweren Krankheiten in den letzten 2 Jahren - mit deren Wunderheílungen ich nicht weiter langweilen möchte, da ich sie bereits diverse Male (auch in diesem Forum) beschrieben habe - veranlassen meinen Hauarzt nach wie vor, bei der Begrüßung den Satz abzusondern: Wie denn - leben sie immer noch!?

Mal ganz abgesehen von dem steten Wunder Natur - an das wir uns längst gewöhnt haben - gibt es Wunder allerorten - denn Zufälle - wie wir oft versucht sind, unsere alltäglichen Wunder zu benennen - gibt es nicht - Zufall ist das Pseudonym Gottes.

Auch ein sogenanntes 'Glück', welches einem widerfährt - ist im Grunde ebenfalls ein Wunder - man muss es sich nur genauestens anschauen, um es als solches zu erkennen.    :kiss:





Zitat
Was ich persönlich an Wundern erlebt habe - sprengt den Rahmen solch eines Forums.

erzähl,wir haben ein offenes ohr... :cool:
« Letzte Änderung: August 30, 2009, 15:49:21 Nachmittag von xy »

Offline Hansjoachim

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #11 am: August 30, 2009, 15:59:24 Nachmittag »
1959, da war Eintracht Frankfurt Meister !!!
Wenn selbst die (fast) allwissenden Ärzte ahnungslos werden, merkt der Mensch schnell, dass er nur ein Staubkorn ist.

Offline kunstmalerdon

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Re: Wer hat schon einmal ein „Wunder“ erlebt?
« Antwort #12 am: August 30, 2009, 16:02:12 Nachmittag »
Danke noch einmal an all, die geantwortet haben.
Aber bitte lest erst noch einmal den Anfang meiner Frage durch. Da habe ich schon gesagt, was ich als "Wunder" fr dieser  Fragestellung definiert haben möchte.
Im Krankheitsfall z. B. Spontanremissionen, wie sie von Ärzten  beschrieben sind, und die z. B. nach Prüfung auch von der katholischen Kirche als "Wunder" (z.B. von Lourdes) anerkannt werden. Aber eben nicht nur aussergewöhnliches Gesundungen, auch eigene Kenntnis von Wundern aus anderen Bereichen.
Danke Don
kunstmalerdon

 

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