Autor: Gast Thema: Gedanken zu den Jahreszeiten  (Gelesen 835 mal)

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Florida

  • Gast
Gedanken zu den Jahreszeiten
« am: Dezember 05, 2013, 14:35:40 Nachmittag »
Das Jahr kommt, das Jahr geht, kalendarisch festgelegt, von den Jahreszeiten vorgegeben.
Diese erinnern grausam an die Vergänglichkeit des eigenen Lebens: das Wachsen und Gedeihen, Erblühen und Streben nach Licht, Kraftlosigkeit und Welken, das Erstarren im Tod unter Schnee.
Sie spiegeln uns die Kindheit und Jugend, das Streben nach Glück und Vollkommenheit, die Gebrechen des Alters und den Tod, das Begrabensein.
Diese Bilder hier http://www.aliqs.de/index.php?topic=27468 machen den Herbst, das Welken und Sterben, den unabänderlichen Niedergang des Lebens bewußt. Und nicht umsonst sagt mancher, der sein Rentenalter erreicht hat: "Jetzt beginnt der Herbst meines Lebens".
Dies hat etwas von beginnendem  Abschied, von Traurigkeit - aber auch etwas von Chance, diesen Herbst des Lebens zu einem langen Spätsommer werden zu lassen.
In diesen Bildern sehe ich nur Vergänglichkeit und die fehlende Sonne macht Schwermütig.
Doch wie ist es möglich, den Spätsommer des Herzens in den sterbenden Bildern des Herbstes wieder zu finden? Oder wo finden wir im Herbst den Fühling, Sommer, um von der Vergänglichkeit abzulenken?
Wo finden wir im Frühling, Sommer Zeichen der Natur und in unseren Gedanken, die an die Vergänglichkeit erinnern?
Gehen wir nicht zu sorglos um mit der Zeit, die wir für unendlich gepachtet zu haben glauben, so lange wir ihren Horizont nicht erkennen, sondern nur erahnen können? Oder lassen wir uns zu unbedarft von den Jahreszeiten mitreißen - nur, weil wir keine Eintagsfliege sind, die ähnlich wie ich, nur über den Morgentau, die Mittagssonne, die Abenddämmerung und die hereinbrechende Nacht nachdenkt?
« Letzte Änderung: Dezember 05, 2013, 14:39:43 Nachmittag von broilerin »

Urdingiano

  • Gast
Re: Gedanken zu den Jahreszeiten
« Antwort #1 am: Dezember 05, 2013, 18:06:18 Nachmittag »
Ja, wir erleben diesen immerwährenden Kreislauf von Frühling, Sommer, Herbst, Winter, und weil das so einprägsam ist, übertragen wir diesen Jahreslauf auf andere Prozesse, den des Lebens beispielsweise.
Aber ist es wirklich sinnvoll, vom „Herbst des Lebens“ zu sprechen?
Wir wissen doch, dass auf diesen Herbst möglicherweise ein Winter, aber ganz bestimmt kein Frühling und kein Sommer mehr folgen werden. Allerdings wissen wir das vorerst nur aus der Anschauung der anderen Menschen, wir selbst haben das noch nicht zur Gänze erfahren.
Ja, von einem bestimmten Alter ab merken wir, dass wir nicht mehr so schnell, so ausdauernd und so kraftvoll sind wie noch 20 Jahre zuvor. Wir fangen an, uns mit dem Gedanken der eigenen Sterblichkeit vertraut zu machen. Und nur die Weisen beginnen, sich mit diesem Gedanken auch anzufreunden.

Jeder hält auch eine andere Jahreszeit für die schönste des Jahres. Der eine liebt den Hochsommer, in dem man vor Hitze manchmal zerfließen möchte, die andere liebt den Winter, andere mögen den morbiden Herbst mit seiner fahlen Sonne besonders gern. Den Höhepunkt des Jahres findet jeder und jede anderswo.

Aber wo ist der Höhepunkt des Lebens?
Wer kann das schon vorher sagen?
Oder finder man den immer erst in der und durch die Erinnerung?

Offline Siggi

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Re: Gedanken zu den Jahreszeiten
« Antwort #2 am: Dezember 05, 2013, 18:12:28 Nachmittag »
 :clapping: 2x :gb:
« Letzte Änderung: Dezember 05, 2013, 18:25:07 Nachmittag von xy2 »
Es gibt Leute, die sind 5m neben dem Kopf noch  :ploet:. :sarcastic: :haha: :Oskar:

Florida

  • Gast
Re: Gedanken zu den Jahreszeiten
« Antwort #3 am: Dezember 06, 2013, 15:14:25 Nachmittag »
Danke! Und Idee, Meinung, Gedanken? Weitere?

Über uns hinweg verlaufen seit Jahrtausenden der Gang der Gestirne, die Phasen des Mondes, die Wege der Sonne in einem immer währendem Gleichmaß. Daraus erahnten wir die Zeit und versuchen sie uns vergeblich, untertan zu machen. Und erst der Herbst (des Lebens) macht bewußt, mit zu ihren Untertanen zu gehören.
Ja, jeder hat sicher seine Lieblingsjahreszeit oder überhaupt seine Tage, auf die er sich im Jahr besonders freut. Das ist der Höhepunkt des Jahres - aber des Lebens? Das kann nur die Geburt sein!  Alles danach ist ein Leben in der Zeit, warten auf die Zeit - des höchsten Punktes des Höhepunktes. Und diesen möchte man festhalten, so wie jeder seine Lieblingsjahreszeit festhalten möchte....

Doch wo und wie findet man im Jahr Zeichen seiner Lieblingsjahreszeit ? Wie findet man im Alter die schönsten Eigenschaften des eigenen Frühlings, Sommers wieder?
Einen "zweiten Frühling"? Selbst wenn - zu wenig.

Offline SMARAGDGRÜN

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Re: Gedanken zu den Jahreszeiten
« Antwort #4 am: Januar 28, 2014, 12:21:12 Nachmittag »
Der Winter bringt manche kälte, er neigt zum schlafen ein. Denn so soll es sein. Schlafen dann die Pflanzen, um zu gedeihen hier im ganzen.    :blume: :blume: :laugh: :Helga: :yahoo: :clapping:

 

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