Autor: Gast Thema: Eigene Gedichte  (Gelesen 14348 mal)

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boogeyman

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #45 am: Dezember 29, 2010, 05:47:36 Vormittag »

Sternenkind


Geheimnisvolle Lady, Jungfrau des Chat
Freundin und Hetäre
Erfahren in den Worten unschuldig im Tun
Freude einsamer Stunden
Licht im Herzen eines alten Mannes

Dein Geist ist weiter als die Jahre Deines Lebens
Und doch spielst Du
In düsteren Gedanken im Gefallen an der Sorge
Mit meinen Gefühlen
Als wärst Du heute schon die erwachsene Frau,
die Du einmal sein wirst

Vergeude nicht Deine Zeit
Mit unschuldigem Verschulden
Schlafloser Nächte Deiner Freunde
Ich sagte Dir zu, Dich zu beschützen
Doch wer beschützt mich vor Dir

Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #46 am: Januar 03, 2011, 09:01:47 Vormittag »
Teilen ist schöner Nr 2.________________________________

So sagte sich dereinst mein Ei
und teilte sich zuerst in zwei
dann wurde es zu vier und acht
das hat´s in einer Nacht gemacht.

Dann sechzehn und gleich zweiunddreißig
teilt sich mein Ich auch weiter fleißig
die Teile haben sich gespürt
und unterschiedlich differenziert.

Entschieden Stützgewebe fand:
Wir brauchen um uns eine Wand
und Bindegewebe schrie ganz laut:
"Um uns bedarf es einer Haut!"

Die Nervenzellen in der Birne
entwickelten  sich schon zum Hirne
und stülpten aus zwei große Kugeln
um damit in die Welt zu lugen.

Im Bauch da tat sich freilich auch
sinnloser Streit nach altem Brauch
man teilte sich da unentwegt
und  Grenzen hat man angelegt.

Mir dämmerte schon mein Bewusstsein
ich spürte: Teilen muss  eine Lust sein
die Laute drangen an mein Ohr
dem kam das erst mal komisch vor.

Das Hirn fand: "He, da regt sich was
ich dachte ich bin allein — wie krass
was ist denn das für eine Welt
in der ich mich zu mir gesellt?"

Da kam die Botschaft: "Du musst furt"
Hormone drängten zur Geburt
da half kein Halten und kein Klammern
ich musste raus aus dieser Kammer.

Später lag ich in einem Bett
oder auf einem Wickelbrett
erkundete, was gehört zu mir
und wo ich meine Grenzen spür.

Mal drückt mich jemand lange herzhaft
mal kitzelt wer dann eher scherzhaft
und schließlich fand ich: Das bin ICH
und freute mich erst fürchterlich.

Erst galt es, was zu produzieren
und Experimente zu vollführen
was kann ich tun was liegt da drin
wen seh´ ich da, wenn ich glücklich bin?

Das alles wurde nur durch Teilung
mit genetischer Vollpeilung
da hat sich das organisiert
was sich jetzt hier als Schreiber spürt.

Doch dann kam auch die Mission
nach Einigkeit rief mich die Logik
das Teilen kannte ich nun schon
auch aus der ganzen Pädagogik

Das Einen war mir aber fremd
und danach strebte ungehemmt
die ganze innere Verfassung
suchte ein Gegenstück zur Passung.

So oft meinte ich schon nach Stunden
ich hab mein Gegenstück gefunden
man hat einander gut erprobt
und dabei manchen Quatsch gelobt.

Das Teilen lernte ich erneut
und diesmal hat es nicht gefreut
dadurch hab ich zu mir gefunden
dazu bedurfte es mancher Runden.

Noch — freilich weiß ich nicht: "Wer bin ich?"
noch bin ich rätselhaft mir selbst
dem täglichen Klamauk entrinn´ ich
auch wenn Du mir ganz gut gefällst.

Die Zeit der Einung in der Physis
die ist vorbei, Ende der Krisis
denn logisch, dass man nicht verschmelzen
kann durch Klammern und sich wälzen

nein andere Dimensionen schufen
die Geister die nach Wachstum rufen
verschmelzen mit dem Weltenall
erlöst vom Ich auf jeden Fall.

B. Eberhard 2011
« Letzte Änderung: Januar 03, 2011, 09:04:29 Vormittag von mimPutz »
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

boogeyman

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #47 am: Januar 04, 2011, 09:59:46 Vormittag »
Erst gestern wars, man glaubt es kaum
da stand im Zimmer noch ein Baum
geschmückt mit Kugeln ganz aus Glas
davor die Oma die Weihnachtsgeschichten las


Jetzt steht an seiner Stelle
man siehts noch an der Delle
ein Tischlein drauf das Telefon
da läutets schon, das hast davon


Das Christkind ists, beklagt sich bitter
wo ist er hin, der Baum mit Flitter
nur weil er leicht schon hat genadelt
hast du ihn eilends weggeradelt


Im Wald fehlt er und hier jetzt auch
das alles ist doch nicht der Brauch
erst nach dem Sechsten soll er fort
und dann auch nur an einen bestimmten Ort


und nicht wie Du es hast probiert
über Ebay die Leute angeschmiert
den Baum des Lichts dort zu versteigern
der Weihnacht die Achtung zu verweigern




Lt. Cmdr. Data

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #48 am: Januar 05, 2011, 13:10:27 Nachmittag »
Erst gestern wars, man glaubt es kaum
da stand im Zimmer noch ein Baum
geschmückt mit Kugeln ganz aus Glas
davor die Oma die Weihnachtsgeschichten las


Jetzt steht an seiner Stelle
man siehts noch an der Delle
ein Tischlein drauf das Telefon
da läutets schon, das hast davon


Das Christkind ists, beklagt sich bitter
wo ist er hin, der Baum mit Flitter
nur weil er leicht schon hat genadelt
hast du ihn eilends weggeradelt


Im Wald fehlt er und hier jetzt auch
das alles ist doch nicht der Brauch
erst nach dem Sechsten soll er fort
und dann auch nur an einen bestimmten Ort


und nicht wie Du es hast probiert
über Ebay die Leute angeschmiert
den Baum des Lichts dort zu versteigern
der Weihnacht die Achtung zu verweigern




:clapping: :clapping: :clapping:

Offline Emirades

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #49 am: Januar 05, 2011, 13:20:50 Nachmittag »
Ihr kommt alle in das neue Aliqs-Wichtelbuch!  :clapping:
Bestellungen werden ab sofort entgegen genommen *g*
Wer Glück sucht
muß sich zuerst selbst finden.

Offline kunstmalerdon

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #50 am: Januar 10, 2011, 20:04:23 Nachmittag »
Ich liebe Dich ganz, ich liebe Dich sehr
Ich liebe Dich heute, aber morgen noch mehr

Ich liebe Dich zärtlich, ich liebe Dich stark
Ich lieb Dich im Bett und ich lieb Dich im Park,

Ich liebe Dich unter dem Regenbogen,
Ich liebe Dich nackt und auch angezogen,

Ich liebe Dich jetzt und ich liebe Dich immer,
Ich lieb Dich im Freien und  lieb Dich im Zimmer,

Ich lieb Dich sowohl und als auch und trotz dessen,
Ich liebe Dich auch, um zu vergessen:

Ich bin nämlich nur ein ganz armer Wicht!!!
Ich liebe Dich!!
Aber du liebst mich nicht!!!.
Schade!

Don
kunstmalerdon

Offline kunstmalerdon

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #51 am: Januar 10, 2011, 20:07:06 Nachmittag »
Der Kuss


Hallo schöne Frau,
Ja, Sie waren es, ganz genau
Gestern sind wir uns schon mal begegnet
Unter der Markise, es hat grad geregnet.
Sie standen neben  mir und ich hab geschaut,
so auf Ihre Figur, wirklich gut gebaut;
Und dann diese Ausstrahlung so voller Leben
am liebsten hätt’ ich Ihnen‚ nen Kuss gegeben.
Das musste ich mir natürlich verkneifen
Doch ich brauchte lange, um es zu begreifen.
Ich überlegte grad noch was mache ich bloß
Und schon war’s zu spät: Sie gingen los.

Dieser Kuss, den ich Ihnen nicht gegeben,
bekam aber danach sein eigenes Leben.
Er schwirrte wie ein Schmetterling in meinem Bauch
Und in meinem Herzen war er dann auch,
er flatterte zuerst oben dann unten,
hat noch keinen Ausgang bis jetzt gefunden,
er kniff mich grad eben ganz doll in den Rippen
nun sitzt er schon längst auf meinen Lippen
Jetzt sag ich es Ihnen ganz gradaus
Der kleine Kuss, der muss jetzt raus!!!
Schmatz!
Don, Berlin Juni 2008
kunstmalerdon

Offline kunstmalerdon

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #52 am: Januar 10, 2011, 20:09:30 Nachmittag »
Geträumt


Und wenn Du Deine Gedanken mal von der Leine lässt,
so ganz nachdrücklich…
Wenn Du sie befreist von allen normalen Gewohnheiten
so ganz ausdrücklich…
Und wenn Du darauf verzichtest korrigierend einzugreifen
so ganz herrschaftlich…
Und wenn Du darauf wartest, dass sie Kapriolen schießen
so ganz natürlich….
Dann muss nicht unbedingt Sonntag sein.
Oder ein Tag voller Sonnenschein.
Nein, sei irgendwann einmal ein Verschwender
An einem beliebigen Tag im Kalender.
Leg dich ganz einfach mal in das Gras
Und gönne Dir diesen herrlichen Spaß
Nur Zuschauer zu sein und nicht Regisseur.
Heute bist Du nur Hasardeur.
Deine Gedanken sollen sogar jeden Unsinn mitmachen.
Sie sollen vollkommen übermütig sein und Lachen.
Und wenn dann Dein Chef auf dem Ast einer Eiche sitzt,
Und unheimlich verliebt ein Herz in die Rinde schnitzt,
Wenn die Osterhäsin dann um den Pfingstochsen buhlt,
Und Deine  Tochter plötzlich die Lehrerin schult,
Wenn Eierkuchen statt der Briefmarken kleben,
Und die Aufsichtsräte ihr eigenes Geld ausgeben,
Dann hast Du nicht einen Moment Deines Lebens versäumt,
Du hast nur herzerfrischend geträumt!

Don Mai 09
kunstmalerdon

Offline Melodie1607

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #53 am: Juli 29, 2011, 23:17:45 Nachmittag »
Liebes Brautpaar, Liebe Gäste,
wir erlauben uns, uns mal kurz vorzustellen, auf diesem Feste,
Wir sind ein Teil der großen Runde,
durften miterleben diese große Stunde.

Cathi  und René, Katja und Ihr Björn, sind wohl schon mehreren bekannt,
sind heute als persönliche Platzanweiser im Amt.
Antje und Lars – die Presseabteilung heute – darf natürlich auch nicht fehlen,
mein Mann Robert und ich, Romy, wir dürfen uns wohl zu den sehr guten Freunden zählen.

Für uns ist es ein wundervoller Moment mitzuerleben,
was einst als kleine Liebelei begann,
nun heute im Hochzeitskleid und Hochzeitsanzug vor uns steht
als Frau und Mann.
Eine Hochzeit mit Hindernissen könnte man fast dazu sagen,
nein, nein Katrin ich gehe nicht ins Detail, ich höre dich – wenn ich es täte - nämlich schon darüber klagen.

Der Thomas, letzte Woche noch an den Füßen vom Wandern bestückt, mit Riesenblasen,
stand heute zum Ja-Wort im Anzug auf Wesensteins grünen Rasen.

Und die Katrin, heute eine wunderschöne Braut,
die sich vor zwei Tagen aber nicht zum Junggesellenabschied traut.

Aber liebe Mitwissende, wir verraten noch nix dazu
Wir holen den Abend später nach,
nee, Katrin, das du den verpasst, das lassen wir nicht zu.

Nun ja, auf jeden Fall diese beiden sind der genaue Grund,
warum die Worte sprudeln – noch mehr als sonst – aus meinem Mund.


Dennoch fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden,
um diesen Paar, was sich heute schwor, sich ewig an sich zu binden,
zu sagen, was man Ihnen am meisten wünscht für die Ewigkeit,
denn scheinbar haben sie bereits all das gefunden, in der Liebe und in der Zweisamdreisamkeit.

Den Nico lassen wir natürlich nicht außen vor, wäre ja auch schlimm,
denn schließlich ist ein gemeinsames Kind, von etwas langem und wundervollem der Beginn.

Ich kann mich allerdings auch noch daran erinnern, das Katrinchen manchmal klagte,
„Der Thomas, Nee du, manchmal da.. ächh“ war es, was sie dann zu uns sagte.
Oder Thomas, der noch etwas verborgene Romantiker, hatte wohl oft,
mit lieb gemeinten Geschenken, vergebens auf Katrins Gunst gehofft.

Viele denken jetzt sicher, zum Glück ist diese Zeit vorbei,
und Gedanken und Worte des Ärgerns über den anderen sind jetzt einerlei.
Ich sehe das anders, denn auch wenn Ihr schon so lange glücklich seit,
solche Szenen gibt es immer wieder und gehören eben auch in eine Zeit zu zweit.

Deswegen sag ich euch, denkt an auch an diesen Zeit immer wieder mal zurück,
denn auch all das unausgesprochene und manchmal verunglückte führte euch schlussendlich in euer gemeinsames Lebensglück.

Ohne diese Zeiten, mit viel Lachen, aber auch mit Tränen und Schmerz,
manchmal mit Sorglosigkeit aber auch mit Wut, brachten euch ein Stück in des Anderen Herz.
Mit all jenen Zeiten besiegeltet Ihr,
auch wenn es mal hart ist, es wird alles gemeistert und zwar als „Wir“




Drum haltet dieses Gefühl für immer fest,
auch wenn euch manchmal scheinbar das Glück in der Liebe verlässt.
Als „Wir“ werdet ihr all das überstehen,
denn Hoffnung und Liebe lässt Menschen über unsichtbare Brücken gehen.

Wir sind davon überzeugt, das wird euch gelingen,
euch kann, soll und wird hoffentlich nie was auseinander bringen.

Sorgt euch stehts um den anderen in Liebe aber auch in der Uneinigkeit,
der Weg zum Herzen des anderen, ist immer da, auch in einem Streit.

Behaltet in Gedanken, der Weg als „Wir“ ist leichter zu gehen,
wenn ihr wisst, einem einzelnen geht der Weg leichter von der Hand, wenn ihm zwei Füße ein Stück entgegen gehen.

Wendet euch auch in Kummer immer einander zu,
dann verschwinden große Sorgen im Nu.

Das ist es, was wir euch immer ganz fest wünschen, von nun an als Ehepaar,
dass ihr stets wisst und denkt,
„der Mensch an meiner Seite ist mein und das ist wunderbar“.
Wo ich bin herrscht Chaos, aber ich kann ja nicht überall gleichzeitig sein.

Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #54 am: August 08, 2011, 10:48:29 Vormittag »
Pilzgedichte

Eine Auswahl aus einer Sammlung auf dieser Seite
07.02.2006

Der Pilzgerichte gibt es gar viele
manche im Ernst und andre im Spiele
so sass dereinst wirklich da zu Gericht
über einen vermeintlichen Bösewicht
ein Richterling mit einem Trichterling
Angeklagter war der Herr Schreiberling

Der Schreiberling, der sei der Unzucht schuldig
so vernahm dieser Pilz das Urteil geduldig
denn er habe dadurch, dass er geschrieben
Sex mit dem ortogra Vieh betrieben.
Der Schreiberling einen Becherling trank
voller Schierling und gierling ist´s aus mit dem Zank.

Jedoch wirkte das Pilzegricht nicht wie bestrebt
und der Schreiberling hat es ganz gut überlebt
seine Hyphen die reichen Communities weit
und der schreibt sich noch dämlich und ungescheit
Ein Eichenwirrling sagte ihm unverdrossen
Hör mit Schreiben nur auf, sonst wirst Du erschossen.


Wer würde denn auf einen Pilz wohl schiessen?
Den kann man doch auch ganz anders geniessen
und damit der Pepp kommt geschmacklich nicht ohne
da gebe man zu einen Schnitz von Zitrone
als gelbgoldnen Mond auf des Schreiberlings Hut
das siehts ganz toll aus und schmeckt auch noch gut.

Der Schreiberling hatte zur Straf auferlegt
dass er von nun an, wenn er aufgeregt
sich freiend um die Poesie tät bemühen
und sei es zur Not auch bei hornigen Kühen
und damit er am schreiben sich nicht mehr könn laben
so schreibt er nun alles als Straf - Aufgaben

Jedoch hat der Schreiber nicht einmal begriffen
was an seinem Wort denn so ungeschliffen,
dass von weitem man es doch verurteilen muss
seither frönt er ja einem ganz andren Genuss
ja er schreibt sich mit Pilzen Gerichte vom Leib
was die Zeit und vielleicht die Geschichte vertreibt.


****************************


Pilsgericht

Ich hab das Herz schon auf dem rechten Fleck
doch ach, mein Herz, wo bist Du, bist Du weg?
Ich muss verrückt sein völlig ausser mir
das Herz blieb da und schlägt entfernt zu Dir.

Was nützt mir denn der ollen Pumpe stures Schlagen
wenn ich den Saft des Liebens nicht in mir fliessen spür?
Soll ich vielleicht doch auch ein Pilsgericht mal wagen?
Es soll gar köstlich schmecken dieses gute deutsche Bier.

Man schenke ein und nehme von dem Pilse erst den Hut
dann einen langen Zug aus vollem Glas und das mit Wonne
und alsbald spürst Du dann wie gut Dir dieses tut
Dein Niewo steigt bis es bald schmilzt da in der Sonne

********************************

Filzgeschicht

Das vermeintlich gestiegne Niveau
verstieg sich denn da irgendwo
in fantastischen Höhen
von Ohrenflöhen
in der Brieftasche ebbte es so

Voller Kopf und mit ganz leeren Kassen
hiess es bald Du hast nicht alle Tassen
mehr in Deinem Schrank
geh erst mal zur Bank
doch die wollten ihm nichts überlassen.

Finanzierung von Bierideen
ist schon lange niemehr geschehen
denn sonst gingen wir heute
grad wie Du so pleite
also lass Deine Pläne mal sehen.

Und als der versoffne Ideeler
längst weit vom Schuss kam der Fehler
der Idee an den Tag
man behob und dann lag
da ein Bombengeschäft ohne Fehler.

*****************************

 Allgegenwart

Die pilzige Allgegenwart
die zeigt uns ja der Schimmel
mal ist er wirklich recht apart
mal stinkt er mehr zum Himmel

so bildet er vom weichen Käs
die hochbegehrte Rinde
doch Fleisch und Nuss verdirbt er räs
ist tödlich selbst dem Kinde

jedoch wo immer was verwest
ist Schimmel mit im Spiele
es gärt und harte Knochen löst
mit dem Zerfall zum Ziele.


Alles was hier steht wurde auch von mir verfasst, andere Autoren sind in der Sammlung auh tätig.
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #55 am: August 09, 2011, 10:03:14 Vormittag »
Mal was Aktuelles:

Morgenstimmung:


Ich komme heute gar nicht recht auf Touren
geschlafen hab ich wie ein großer Stein
Gedanken zeigen sich in Miniaturen
und so ein Traum der fuhr mir mächtig ein:

Ein Lehrer kündete von einer Wahrheit
die es doch nachweislich nicht geben kann
und schilderte sie mit verdächtiger Klarheit
ich denk sofort: Was ist wohl faul daran?

Was macht ein Mensch denn nur mit solchen Träumen
vergessen gehen sie meist sowieso
hingegen in verborgenen Gedankenräumen
macht mich die Wahrheit tatsächlich ein wenig froh.

Ja schau, die Hoffnung dass es könnt was geben
das da Geschicke alles Daseins etwas lenkt
verleiht dem Mut in mir ein wenig neues Leben
so dass ich tatsächlich an Gartenarbeit denk.


B.E. 9. August 2011
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

Offline Maga

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #56 am: August 31, 2011, 23:35:57 Nachmittag »
Emirades wo sind deine tollen Gedichte ?
One Live. One Chance

Offline Maga

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #57 am: September 01, 2011, 00:31:23 Vormittag »
Ich muss schlafen gehen
müde bin ich doch nicht
doch ich muss früh raus
denn der Arzt ruft auch
um 10.15 steh ich auf der Matte
hoffe der Arzt hat keine Latte
Die Untersuchung geht morgen aufs neue
wie ich die Krankheit bereue
Doch so ist nun da leben
es kann nix schöneres geben
wie gesagt ich bin noch nicht müd
also bleib ich hier sitzen und zwar gebückt


 :Helga: :Helga: :Helga:

Mein erstes selbst ausgedachtes Gedicht
One Live. One Chance

Offline Altsack

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #58 am: September 01, 2011, 11:28:50 Vormittag »
Neulich war ich wirklich krank,
saß krumm auf meiner Küchenbank,
war schlapp und matt- kein Appetit,
auch schmeckte mir das Essen nit,
ich schleppte mich zum Doktor rauf,
und dacht`,der schreibt mir ganz bestimmt was auf.

Wo fehlt es ihnen, guter Mann –
beschreiben sie´s mir ganz sodann.
Ach, Herr Doktor, wie soll ich´s sagen
Ich muss halt über alles klagen.
Am schlimmsten ist´s in meinen Bauch,
es drückt der Magen und der Darm zwickt auch.
Der Doktor fragt:" Ist´s ein Gewühl?
Dann brauch ich morgen ihren Stuhl.
Den muss ich erst sehen, dann kann ich sagen,
was da nicht stimmt an ihren Magen!"

Ich trab nach Haus- denk vor mich hin,
was bringste bloß für´n Stuhl dahin?
Bei einen fehlt die Farb und Kissen,
beim anderen ist der Stoff verschlissen.
Damit durch´s Dorf – was denken die Leut
Ganz vornehme Stühle ham´se heut.
Ich werd mir beim Nachbarn einen borgen,
der hat ganz neue – weg waren die Sorgen!
Am nächsten Morgen, so gegen Acht
hab ich mich mit dem Stuhl auf den Weg gemacht.

Der Doktor guckt, als ob ich nicht dicht,
Ihren Stuhl brauch ich, verstehen Sie denn nicht?
Ich denk, jetzt haste Dich blamiert,
der merkt so was gleich, studiert ist studiert.
So´nen Stuhl in unseren Haus,
das schließt der Doktor völlig aus.
Bin dann mit meinem Alten rauf,
der Doktor reißt die Augen auf,
er denkt: "Jetzt red ich deutsch mit Dir,
´nen alten Stuhl,den bringst Du mir!"

Ich denk,der schlägt mir auf die Backe,
als der sagt – ich brauch nur Deine Kacke!
Hätt der denn das nicht gleich sagen können,
lässt zweimal mich mit dem Stuhl her rennen.
Morgen, Herr Doktor, mach ich es richtig –
"Nicht morgen", sagt er, "das ist wichtig.
Wenn Sie in drei Wochen wiederkommen wollen,
ich muss mich erst von Ihnen erholen!"
Gut, Herr Doktor, das sehe ich ein,
ich bring dann das Zeug in drei Wochen rein.

Die drei Wochen waren um, ich raffte mich auf,
"Frau",sag ich,"heut geh´ste mit zum Doktor rauf.
Es ist zuviel – pack mal mit an,
ich trag die zwei Eimer, und Du trägst die Wann!!!"

 :Oskar: :Oskar: :Oskar: :Oskar: :Oskar:
« Letzte Änderung: September 01, 2011, 11:30:56 Vormittag von Altsack »
Begib Dich nie mit einem Narren auf seine Ebene - denn  dort schlägt er Dich mit Weisheit!

Ich bewundere die Geduld und Gelassenheit von Stühlen- denn sie müssen mit allen Ärschen klarkommen!

Wir sitzen alle in einem Boot....bloss rudern die Einen,während die Anderen angeln!

Wer anderen eine Grube gräbt...ist meist Bauarbeiter!

Den Wert manch gewisser Dinge lernt man erst zu schätzen,wenn sie fort sind....Klopapier ist ein Beispiel dafür!

Offline Petra

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #59 am: September 01, 2011, 12:09:59 Nachmittag »
 :gb:  :lol: :lol: :lol:

Würde auch gut in die Rubrik Humor passen  :biggrin:

 

Bilderhoster

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