Autor: Gast Thema: Eigene Gedichte  (Gelesen 14722 mal)

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Offline kunstmalerdon

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #30 am: August 15, 2010, 23:00:48 Nachmittag »
Ein Held…. Ein Held…
Ein Torwart, der den „Elfer“ Held!
Vor ein paar Tagen wollte mein Enkel ein Buch von mir über Helden!!! Da habe ich ihm meine „Heldensagen“ angeboten. Aber das kostete ihn nur ein mitleidiges Lächeln.
Und da habe ich mich erst einmal daran gemacht zu überprüfen, was heute so als Held gilt. Und natürlich auch, ob meine Vorstellung vom „Helden an sich“ noch zeitgemäß  sind.
Also vorn liegen solche Typen wie Jack Sparrow, der Kapitän aus der Karibik; natürlich James Bond, aber auch Barak Obama,  Spider- und Batman bei den Jungen. Die Mädchen schwärmen mehr von Heidi Klum und natürlich Lara Croft.
Und wo bleibe ich da? Mit den verordneten Helden  meines Geschichtslehrers  aus unserer Geschichte, also Siegfried, Hagen, aber auch König Arthur der Kelten-König mit seiner Tafelrunde, Parsifal, und erst die ganzen griechischen Kraftmeier! Das hat mich zur ersten Einsicht gebracht.
Helden sind wohl doch nicht so zeitlos. Und warum ist das so? Nun, Siegfried mit seiner Drachenhaut muss ja wohl ein toller Held gewesen sein. Aber eben auch ein tragischer, denn trotz aller Verdienste wird er ermordet von Hagen dem Gefolgsmann seines Freundes Gunther. Ein Schwert von hinten in den Rücken. Hätte Siegfried heute gelebt, hätte es wohl auch ein simpler Schnupfen getan.
Die ganze Mischpoke von Siegfrieds Schwager, dem König Gunther, wird aber selber auch umgebracht, und zwar von Siegfrieds Witwe Krimhild, die in zweiter Ehe ihren neuen Mann Etzel und seine Genossen einspannt. Hagen allerdings hat sie für sich selber und ihre Rache aufgehoben.
Da sieht man eigentlich schon, selbst bei den wirklich „alten Helden“ die Frauen sind nicht „ohne“!
Und es gibt in unserer Geschichte wenig geborene Helden aber sehr viele tote. Also man wird als normales Kind geboren, um dann als Held zu sterben. Und Schopenhauer verdanken wir die Erkenntnis, dass, wenn ein Held stirbt, sein Herz einbalsamiert wird. Nicht sein Gehirn. Aber von Philosophen, Künstlern und Dichtern bewahrt man den Schädel auf.
Je mehr ich mich mit den Helden beschäftige, umso unsicherer werde ich. Wenn ich einen Helden verehre, dann schaut der meist mutig dem Tod in’s  Auge.  Aber vielleicht hat der ja auch nur Angst vor dem Leben? Vielleicht ist sein Heldentum auch nur die Chance, das Leben, vor dem er Angst hatte es zu leben, im Tod einem erhebenden Ziel zu opfern.
Und mit dem „opfern“ ist das auch so eine Sache.  Bei vielen Helden wird viel geopfert. Manchmal ganze Völker. Das geht auch heute noch so. Das sind dann die Helden, die aus dem Holz geschnitzt sind aus denen auch Särge hergestellt werden.
Brauchen wir heutzutage überhaupt noch Helden, oder ist das alles schon längst passé?
Also gut, wer auffällt ist noch lange kein Held. Das sehen wir heutzutage schon an unseren Politikern z. B. Osterwelle. Da haben wir doch wirklich in unserer gesamten Politikergilde eine wahre Ansammlung von Menschen, die einen Augias-Stall hinterlassen. Insofern wären mir Helden, denen der Sinn  nach Herkulestaten  steht  sehr willkommen: Ran an die Mistbeseitigung. Das kann wirklich nicht jedermann. Aber wir, also Du und ich, wir sollten nicht traurig sein, wenn wir nicht als Helden durchgehen können. Wir sind diejenigen, die am Wegrand sitzen und ihnen zujubeln.
Oder ist Dir das doch zu wenig?
Dann ermanne Dich: In die Ecke pinkeln kann jeder! Sei ein Held und scheiß an die Decke!!
Don
kunstmalerdon

Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #31 am: August 17, 2010, 11:31:04 Vormittag »
Regetage

Ja, grau in grau und nass in feucht,
selbst die Katz der Kält´entfleucht,
liegt hier auf der Ofenbank
und tut seit Stunden keinen Wank,
nur zur Begrüssung Schwanzes Spitze
winkt ein wenig: "Mach ka Witze,
ich will hier pennen bis es dunkelt
und mein Mäuschen im Garten munkelt",
so denkt die Katz ich hör´s ganz laut,
dieweil mein Bauch knurrend verdaut
was in der Früh zum Kaffee kam
so fing es in mir zu dichten an...
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #32 am: September 15, 2010, 08:46:22 Vormittag »
Spiegelvers und Herbstgedicht:

Noch ist der Herbst uns wohlgesinnt
und meine Sympathie gewinnt
so milde und voll Freundlichkeit
nähmen sie sich ein Beispiel
die da auf Erden kämpfen
vielleicht gäb´s noch ein Freispiel
statt Krieg und giftigen Dämpfen
Wie überdauern wir die Zeit
bis sich das Mensch besinnt?
Und hier auf Erden alles wieder stimmt?

(Ob es jemals gestimmt hat ist eine andere Frage)
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

shakayaskatze

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #33 am: September 21, 2010, 01:29:30 Vormittag »
Spiegelvers und Herbstgedicht:

Noch ist der Herbst uns wohlgesinnt
und meine Sympathie gewinnt
so milde und voll Freundlichkeit
nähmen sie sich ein Beispiel
die da auf Erden kämpfen
vielleicht gäb´s noch ein Freispiel
statt Krieg und giftigen Dämpfen
Wie überdauern wir die Zeit
bis sich das Mensch besinnt?
Und hier auf Erden alles wieder stimmt?

(Ob es jemals gestimmt hat ist eine andere Frage)

:-))) Schönes Gedicht!!!!!

Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #34 am: September 28, 2010, 11:59:53 Vormittag »
schönen Dank.

Hier mal was anderes:

Liebesharmonie

Ich muss meine Liebe wohl mimen
Mein Herz schlägt beständig in Primen

ich warte auf sie schon seit Stunden
Mein Herz kommt schon mal auf Sekunden

Ich sah sie da leuchten mit Kerzen
Mein Herz hüpfte schon fast in Terzen

Ich sehe sie schon auf Postkarten
Mein Herz macht derweil schon in Quarten

Was Schöneres kann ich nicht finden
da schlägt sich´s hinauf in die Quinten

es  war als ob sie mich verhexte
Mein Herz tönte schon in der Sexte

findet sie dass ein Kuss sich jetzt zieme
Mein Herz reisst sich auf zur Septime

und sagt sie ich wäre ein Braver
unsren Herzen erklingen Oktaven!
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

Offline esse-est-percipi

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #35 am: Dezember 06, 2010, 16:02:41 Nachmittag »
Niagarahaar

Niagarahaar stürzt scheitelabwärts
in deine klaffende Tiefe,
führt Funken in heiklen Fässern mit,

und auf deinen Schultern zerstiebt
die duftende Gischt,
zarter Zephyr treibt sie weit ins Land
- zu mir -

und macht Perlen
auf meinen Scheiben und Spiegeln:
Kondensat aus lockigen Tränen,
die herunterrennen
in meine hohle Hand.
"We have first raised a dust and then complain we cannot see."

Fachgebiete: Philosophie, Recht, Europa, Musik, Astronomie, Politik, Photographie


Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #36 am: Dezember 06, 2010, 21:37:56 Nachmittag »
Nun mal was ganz Langes:

Fiat Luchs, Opel Tiger

 Katzen sind zum Bibelstudium nicht so sehr geeignet
 kürzlich hatte sich beim Pfarrer folgendes ereignet:
 der Pfarrer: "Gott sprach <<Fiat Lux>>" Max, DER war begeistert 
Luchs brüllte laut: "Opel Tiger", und wie man wohl meistert
 als Pfarrer diese Lage denn am besten liebe Leute?
 diesen Pfarrer wünscht ich mir doch gerne hier und heute.
 Er sagte: "Lux meint hier das Licht und nicht die wilde Katze.
 Fiat das heisst "Es werde", ist kein Auto lieber Maxe".

 Maxens Begeisterung war dahin und damit auch sein Glaube
 gerade machte Gott noch Sinn mit PS unter der Haube
 und Luchse fand er wirklich toll mit ihren kurzen Schwänzen
 so wollte er im Eifer nur den Fahrzeugpark ergänzen.
 Was soll er da mit Licht und was dazu noch mit "Es werde"?
 Zur Religion da führen ihn ab heute nicht zehn Pferde.
 Er trat mit Zustimmung der Eltern aus jener Kirche aus
 jetzt betet er allein für sich mit der Komputermaus.

 Alternatives Ende:
 ............... . . . . . . . . . .ihn ab heute nicht zehn Pferde.
 Er trat mit Zustimmung der Eltern aus aus jener Kirche
 sein geistig Leben pflegt am Sonntag er mit einem Bierche.

 06.05.2007, 18:33


Luchs Ergänzung

 Jedoch auch ohne Religion blieb unser Max sehr gläubig
 und glaubt was ihm am Telefon die Liebste immer sagt
 hat sie mal Zeit so himmelt er sie an und wirklich freudig
 wartet er drauf dass sie dann online kommt am andern Tag.

 Er glaubt auch dass ein Ursprung da war, welcher groß und mächtig
 das Weltenall erschaffen hat wie eine Kuh die trächtig
 im letzten Herbst beim Bauern Schulz ihr jüngstes Kalb gebar
 Der Max erkennt dass dies Ereignis wahr und wunderbar.

 Kein Mensch könnte ein Kalb gebärn, nicht mal seine Kusine
 ist zwar ein Rindvieh und hat nur ne alte Limousine
 ein Stier bespräng die sicher nicht die doofe spröde Zicke
 die rennt davon, wenn nur von weit ´nen Mann sie je erblicke.

 Der Max der dachte, dieser Schöpfer, ist wirklich ein Genie
 erfänd er selbst die Welt auf so eine Kusine käm er nie
 wie konnte, wer die Welt erschuf auch nur so was erfinden?
 Der Max sinniert auch heute noch die Frage zu ergründen.

 Er hat fleissig Physik studiert, wohl über fünf Semester
 daneben, nur wegen der Tochter von Vaters Schwester
 Biologie. Sie limousiert und zickt und nun seinen besten Freund
 der hat dies Weib entdeckt! Jetzt fleissig er um sie rumstreunt!

 Sein Freund, sonst ein patenter Mensch und echt ein guter Kumpel
 der steht auf diese Zicke. Maxe denkt, sein Denken humpel
 und wenn Ihr Euch jetzt alle fragt wie komm ich da auf Katzen? (Das steht anderswo unter "Katzenverse")
 Kusine war so zickig und fing Max´Freund an zu kratzen.

 Doch dieser hats genossen und ging nächstens wieder hin
 er jaulte wie ein Kater und die Zicke war voll Gin
 da haben sie in jener Nacht die Ehe sich versprochen
 und Maxens Glauben wäre fast zum zweiten Mal zerbrochen.



 von mir natürlich, von wem denn sonst!
_________________
zu zweit ist das Singlesein doppelt so schön
 aber lieber Solitair als Militair
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Offline HeyJo

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #37 am: Dezember 06, 2010, 22:39:22 Nachmittag »
 Bravo :clapping: :clapping: :clapping: immer wieder schön, deine Verse.
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Offline Petra

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #38 am: Dezember 06, 2010, 22:49:17 Nachmittag »
 :gb:
Soviel Fantasie möchte ich haben  :biggrin:

Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #39 am: Dezember 07, 2010, 00:00:05 Vormittag »
Ja, Fantasie, wie entsteht denn die?
Da braucht es Gier und Faulheit
und auch ein wenig Schlauheit
man stellt sich vor, was man begehrt
nichts was jemand einem verwehrt
vorstellen kann man sich beliebig
des Geistes Bild ist sehr ergiebig
die Wünsche erfüllt man sich im Traum
das stört keinen, aber kaum
hat man versucht zu realisieren
da wird es teuer — ausser hier
in Worten kann man frei gestalten
lässt seine Bilder wacker walten
die Namen ändert man noch kurz
dann ist der Welt das andere schnurz.

auf Anregung (Stichwort) von fair-play soeben entstanden.
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Offline Melodie1607

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #40 am: Dezember 10, 2010, 07:38:06 Vormittag »
Das hier hab ich für meinen Opa anlässlich seinen 75. Geburstages geschrieben. Das sind sämtliche Familienmitglieder aufgeführt.

Ein Stück Geschichte

Wenn man 75 Jahre wird,
blickt man auf ein großes Stück Geschichte zurück.
Doch um Geschichte wie im Buche soll es nicht gehen,
heute steht unser Vati, Opi und Uropi im Mittelpunkt der Geschehen.

1935 erblickte Günter das Licht der Welt,
von seinen Jugendflausen als Cottaer Jung hat er uns allen schon erzählt.

1957 nahm er sich die damals 19jährige Irene zur Frau,
zwei Töchter haben die beiden zusammen, das war ganz schön schlau.
Mit Strenge, Herz und Humor,
erzog er mit seinem Irenchen, die Bärbel und Geli mit Bravur.

Und die beiden sind ja schon ein tolles Duett,
sie schenkten ihrem Papa an Enkelkindern ein ganzes Quartett.
Die Bärbel mit dem Bernd als Gemahl,
Die Geli meinte etwas später, der Andreas sei eine gute Wahl.

Damit ist die zweite Generation nun aufgeführt,
schauen wir weiter was sich da noch so rührt.

Der Nico als erster Enkelsohn, war für den frisch gebackenen Opa schon ein Grund vor Stolz zu platzen,
3 Jahre später, kam mit Sebi, Enkel Nummer zwei noch so ein süßer „Fratzen“
Das Mädel – Romy – wurde schlicht von ihm Krümel genannt,
sie wurde dann zahlenmäßig mit Enkelsohn Tobias von den Jungs überrannt.

Die 4 nun selbst schon nicht mehr Klein
fügten in die Familienbande noch ein paar Mitglieder ein.

Der Nico, seine Sanni fand.
Der Sebi geht mit Andrea Hand in Hand.
Die Romy nahm ihren Robert zum Mann
Und Tobias zog die Mandy in seinen Bann.






Die Robinienstraße reicht da für Feiern kaum noch aus,
und auch meine Geschichte ist hier noch nicht aus.
Denn wenn die Enkelkinder nun auch schon erwachsen sind,
lässt sich daraus schließen, dass sich da noch so manches Urenkelchen einfind.

5 um genau zu sein, sind es von dem Großen bis zur Kleinen,
die ich hier einbaue in meinen Reimen.

Von Nico, der Felix und die Jessi sind.
Mit seiner Sanni, kam noch Larissa das dritte Urenkelkind.
Romy und Robert brachten Samantha, Urenkel Nummer vier
Und von Sebi und Andrea ist Emily, die Jüngste hier.

Ist schon ne ganz schön große Backage,
aber eine hab ich noch nicht erwähnt, was für ne Blamage.
Sie sitzt natürlich hier mit in der Runde
feiert mit zu dieser Stunde.

Ich meine natürlich die Renate, die Schwester seiner lieben Braut,
auch sie hat sich heute hierher getraut.
Stets mit von der Partie, wie eine gute Fee,
vor allem gemeinsam sieht man am Dienstag sie alle drei bei einer Partie Rommé

So nun an dieser Stelle, ist nun wirklich Schluss,
lasset uns die 75 von unserem Lieben hier feiern ohne Verdruss.

Hier stehen schwarz auf weiß all die genannten,
gelistet für dich als deine Gratulanten.
Zu deinem Ehrenfest,
drücken wir dich alle mal ganz fest.
Ich beende nun auch ganz geschwind,
diese letzten Zeilen mit den Worten „ Wir gratulieren dir Geburtstagskind“.
Wo ich bin herrscht Chaos, aber ich kann ja nicht überall gleichzeitig sein.

Offline HeyJo

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #41 am: Dezember 13, 2010, 23:59:42 Nachmittag »
:gb:
Soviel Fantasie möchte ich haben  :biggrin:

Ich glaub ich lass meine Fantasie etwas anders aus. Wenn es mich packt, kann ich über alles schreiben, aber in Reime oder andere Verse niederschreiben? Da fehlen die Farben, die sich in einem Bild zusammenfügen, oder auch die Figuren, die sich in einem kleinen Ensemble zusammen stellen lassen. :yes:
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Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #42 am: Dezember 14, 2010, 09:37:19 Vormittag »
Ich frag mich oft: Was kann ich machen?
An manchen Tagen wirklich krachen
die Ideen toll auf mich ein
da weiß ich weder aus noch ein:
Wo hin mit all den Furzideen
entscheide ich, dann werde ich sehen
die einen, beleidigt, gehen verloren
andere, noch kaum geboren
wetteifern schon um das Regime
in meinem Denken. König bin
ich ungern in dem Staat des Denkens
der in mir harret weisen Lenkens
ungerecht ist  hier eine Monarchie
zu langsam die Demokratie
denn ungepflegte Ideen gehen
verloren: Bleiben niemals stehen
manchmal kommen sie erneut
was je nachdem mich auch erfreut.

Gelegentlich wollen stets die gleichen
Ideen mich zum Reim erweichen
da sag ich dann mal: "Schluss mit lustig
sonst gehe ich der Vernunft verlustig!"
Mach mal klar Schiff in meinem Hirn
erlöse was noch fest im Zwirn
gesponnen ist in Großstrukturen
Chaos entsteht, worin die Spuren
alter Verblendung sich verwischen
drauf kann was Neues ich auftischen.

Manchmal ist wieder bleiern Ruhe
Schwer lastet Denken in der Truhe
gefangen in den öden Pflichten
die muss man zweifellos verrichten
hingegen ob´s mich drückt, ob freut
entscheidet hier täglich erneut
ein unbekanntes Ding in mir
so kann ich wirklich kaum dafür.

Erlebe mich mehr als Kanal
denn schöpferisch — aber : Fatal!
Wen gehört nun das Koppireit
Ich kenne nicht wer da bereit
mir macht die Ströme meines Hirns!
Trotz heftigen Schlagens gegen die Stirn
will die Erkenntnis nicht herbei.

na einerlei ....  :Oskar: Hier wäre ich froh sagen zu können, der Autor sein irgend ein bekanntes Licht der Dichterwelt, aber es ist nur von mir selbst.
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Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #43 am: Dezember 14, 2010, 09:46:30 Vormittag »
Das hier hab ich für meinen Opa anlässlich seinen 75. Geburstages geschrieben. Das sind sämtliche Familienmitglieder aufgeführt.

Ein Stück Geschichte

Wenn man 75 Jahre wird,
blickt man auf ein großes Stück Geschichte zurück.
Doch um Geschichte wie im Buche soll es nicht gehen,
heute steht unser Vati, Opi und Uropi im Mittelpunkt der Geschehen.

1935 erblickte Günter das Licht der Welt,....

Schön, da haben sicher alle Spaß dran gehabt. Danke dass wir die Feier ein wenig mit erleben dürfen.

So was ist natürlich für die, welche die Geschichte mit erlebt haben doppelt  interessant und erfreulich.



Mich bat man mal während eines Praktikums in einer Klinik als Pfleger (innerhalb des Psychostudiums) eine Broschüre zu verfassen über das Brautpaar.
Was mir davon in Erinnerung blieb ist nur, dass es gut ankam, das Paar als klinisch getestet zu loben (die lernten sich auf der Arbeit kennen.)
ielleicht liegt noch irgendwo eine Kopie rum, aber die müsste sehr tief unten zu suchen sein, ich lasse die lieber wo sie ist.
« Letzte Änderung: Dezember 29, 2010, 09:54:36 Vormittag von mimPutz »
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

Offline mimPutz

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Re: Eigene Gedichte
« Antwort #44 am: Dezember 28, 2010, 12:27:17 Nachmittag »
Brauche dringend Vorschläge und Anregungen zum Thema "wechselnde Sichtweisen" im Fach Bildende Kunst (Jahresarbeit, praktische Arbeit) <-- das ist ein Link!


Wechselnde Sichtweise

Der eine sieht die Farben, der andere mehr die Form,
ein Dritter mehr den Inhalt, der vierte mag die Norm
die Fünfte sieht Gedanken und malt sie in den Schwung
der Siebte kommt ins Wanken und malt Gerades krumm

der Achte der malt gar nichts mehr stattdessen schreibt er Zettel
drauf steht was da zu sehen wär´, würd´ man nur richtig betteln
den Sechsten hab ich ausgelassen der malt nur das Obszöne
der Neunte ist ganz ausgelassen und malt schon richtig Töne

der Zehnte schaut die Fünfte an und schmilzt dann frei dahin
die Elfte malt mit Material das magisch androgyn
von jeder Seite anders wirkt man kann es niemals fassen
die Zwölfte darin Weisheit birgt, sollt man sich drauf einlassen

der Dreizehnte ist ganz entzückt, malt rhythmisch und mit Schwung
wer´s anschaut wird total entrückt und hält sich dann für dumm
und jeder sagt genau nur so ist richtig und nicht anders
ein Prediger fand´s wichtig und befleissigt sich des Wanderns

er trägt hinaus das Fundament des nagelneuen Denkens
worauf gegossen in Zement die Weisheit um des Lenkens
der Menschheit wird da festgesetzt, jeder fasst seine Sicht
und verteidigt sie aufs Blut, bequem ist´s freilich nicht

vor allem nicht für jene die daran zugrunde gehen
doch so weit treibt die Kunst es nicht, sie lässt viel früher sehen
wo hin das führt wenn man die Sicht zu lange lässt bestehen
in der Bewegung liegt das Licht, wir werden es schon sehen.
Einst glaubte ich zu wissen, heut weiss ich, dass auch dies ein Glaube war.

 

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